6. Aktivität 6: Fallstudie | Spaziergang zur Artenvielfalt: Das grüne Erbe – Ökosysteme vor Ort mit dem Blick europäischer Werte beobachten

Titel der Aktivität:
Biodiversitätsspaziergang: Das grüne Erbe – Beobachtung lokaler Ökosysteme anhand europäischer Werte

Lernziele

Die Konzepte des gerechten Übergangs kennenlernen und verstehen

Abstimmung auf die SDGs

SDG 15 (Leben an Land – Schwerpunkt auf lokalen Ökosystemen und Naturschutz), SDG 13 (Maßnahmen zum Klimaschutz – Grünflächen und Kohlenstoffbindung), SDG 4 (Hochwertige Bildung).

Verbindung zu den Werten und der Identität der EU

Respekt (für alle Lebensformen, nicht nur für den Menschen), Solidarität (mit künftigen Generationen durch den Erhalt ökologischer Dienstleistungen), Gleichheit (Verständnis für den gleichen Wert aller Arten im Ökosystem).

Die Rolle der EU bei der Förderung der globalen Naturschutzagenda (SDG 15) und der Betrachtung der Umwelt als gemeinsames Erbe und Gemeingut, das über nationale Grenzen hinausgeht.

Alter/Stufe

Unterstufe der Sekundarstufe (13–15)

Vorkenntnisse/Voraussetzungen

Grundkenntnisse über die EU und die SDGs, Biodiversität, einheimische und invasive Arten

Aufgeladene Mobiltelefone, grundlegende Erste-Hilfe-Ausrüstung

 

Dauer

Gesamtzeit + Aufschlüsselung: 90' = 10 + 30 + 25 + 15 + 10

10 Minuten für die Einführung und die Themensetzung

30 Minuten Fußmarsch

25 Minuten zur Beurteilung der Gefährdungslage

15 Aktionsplan

10 Minuten Reflexion und Präsentation

Gruppengröße und Gruppeneinteilung

Ganze Klasse/Paare/Gruppen von 3–5 Personen; beachten Sie, wie die Gruppen gebildet werden (gemischte Leistungsstufen, Rollen).

Umfeld

Klassenzimmer / Labor / im Freien / Ort in der Gemeinde / online / hybrid.

Materialien und Ressourcen

Google Maps, Notizbuch, Fragebogen. Schatzsuche-Paket, https://www.inaturalist.org/ Merlin Bird ID, PLant

Einbeziehung der Gemeinde/Interessengruppen (optional)

Lokale Behörden und Umwelt-NGOs, Nationalparks

 

Barrierefreiheit und Inklusion

Visualisierung, digitale und papierbasierte Materialien, Fotos, Präsentation

Beschreibung

Das Hauptziel dieser 90-minütigen praktischen Übung im Freien besteht darin, Beobachtungen der lokalen Natur mit den globalen Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) und den europäischen Grundwerten zu verknüpfen.

In einem örtlichen Park oder auf einem Schulhof werden die Schüler in Gruppen aufgeteilt und erhalten die Aufgabe, als „Lokale Ökosystem-Gutachter“ zu fungieren.

Hauptaufgabe und Ziele

Artenbestandsaufnahme: Die Schüler*innen müssen bestimmte Arten ausfindig machen, fotografieren und mithilfe von Bestimmungs-Apps (z. B. iNaturalist) erfassen, wobei sie auf einer „Schatzsuche“-Liste besonders auf den Unterschied zwischen invasiven (aggressiven) und einheimischen (zum lokalen Naturerbe gehörenden) Pflanzen und Tieren achten sollen.

Wertanalyse: Die Teams müssen die vorgestellten ethischen Fragen diskutieren und dabei ihre Ergebnisse unter dem Gesichtspunkt europäischer Werte analysieren.

-        Respekt: Wie können wir allen Lebewesen Respekt entgegenbringen, auch denen, die wir vielleicht als „hässlich“ bezeichnen würden?

-        Solidarität: Inwiefern stellt die Erhaltung der lokalen Artenvielfalt Solidarität mit zukünftigen Generationen dar (SDG 15)?

-        Gleichheit: Inwiefern spiegeln soziale und wirtschaftliche Konflikte die Rivalität zwischen invasiven und einheimischen Arten wider?

Aktionsplan: Die Gruppen entwerfen einen kurzen „Aktionsplan für grünes Erbe“, in dem konkrete Schritte aufgezeigt werden, die die Gemeinde oder die Schule ergreifen könnte, um nicht nur die lokale Ökologie zu verbessern, sondern auch das Risiko durch invasive Arten zu verringern. Ziel: 3–5 konkrete, umsetzbare Schritte vorschlagen, um die Artenvielfalt des untersuchten Gebiets zu verbessern.

Durch diese Aktivität wird eine Biologiestunde in ein bürgerschaftliches Aktionsprojekt umgewandelt, das verdeutlicht, dass der Schutz der Umwelt vor Ort eine gemeinsame Verantwortung Europas und der Welt ist.

Bewertung

Formative Bewertung

Teilnahme und Zusammenarbeit.

Summative Bewertung (falls zutreffend)

Präsentation  Rubrik beifügen oder darauf verweisen.

Selbstbewertung

Selbstbewertung

Reflexion der Schüler: 1. Was habe ich bei dieser Aufgabe gelernt?

2. Was waren meine Stärken, und was muss ich verbessern?

3. Wie habe ich zur Teamarbeit beigetragen?

 

Feedback von Gleichaltrigen

Protokoll (z. B. „Sagen/Fragen/Geben“). Siehe Tabelle unten.

Dokumentation, Nachweise und Nachbereitung

Zu sammelnde Belege

Fotos oder Zeichnungen, Aktionspläne, abgearbeitete Schatzsuche-Liste (siehe nach der Beschreibung)

Wirkungsnachverfolgung

Wissenschaftliche Beobachtung, ethische Analyse, praktische Anwendung, Kommunikation.

Verbreitung

Der Vorschlag könnte an das örtliche Umweltschutzamt gesendet werden.

Nächste Schritte

Einrichtung eines „Wilder Biodiversity Walk“ für die lokale Bevölkerung, der von den Schülern unter Mitwirkung des örtlichen Nationalparks und einer Umwelt-NGO geleitet wird. Oder die Ergebnisse auf https://www.inaturalist.org/ eintragen und teilen.

Reflexion der Lehrkraft

Was hat gut funktioniert und warum?

Was würde ich beim nächsten Mal ändern?

Lernnachweis (wurden die Erfolgskriterien erfüllt?)

Inklusion und Wohlbefinden: Wer wurde (nicht) erreicht?

Partnerschaften und Gemeinschaft: Mehrwert geschaffen?

Kriterien

Beschreibung

Mangelhaft (0–1 Punkt)

Akzeptabel (2 Punkte)

Ausgezeichnet (3 Punkte)

Max. Punkte

Genauigkeit der Dokumentation

Korrekte Identifizierung und genaue Dokumentation (Fotos/Skizzen, Standort) der auf der Schatzsuche-Liste geforderten einheimischen und invasiven Arten.

Die Identifizierung ist größtenteils falsch oder unvollständig.

Die meisten Arten sind korrekt identifiziert und dokumentiert.

Alle Arten sind genau identifiziert, klar dokumentiert und gut organisiert.

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Ökologische Analyse

Verständnis der Unterscheidung zwischen einheimischen und invasiven Arten sowie der grundlegenden ökologischen Rolle (z. B. Raubtier, Zersetzer) der identifizierten Arten.

Die Unterscheidung zwischen einheimischen und invasiven Arten wird falsch verstanden oder fehlt gänzlich.

Die ökologischen Rollen werden im Allgemeinen verstanden und beschrieben.

Klare, präzise Erläuterung der ökologischen Auswirkungen der Art und der von der invasiven Art ausgehenden Bedrohung.

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Aufbau des Portfolios

Klarheit und Vollständigkeit des abschließend eingereichten Protokolls/Portfolios (einschließlich Belegen aus Apps/Skizzen).

Das Protokoll ist unübersichtlich, unvollständig und schwer nachvollziehbar.

Das Protokoll ist vollständig, lässt jedoch an visueller oder organisatorischer Übersichtlichkeit mangeln.

Das Protokoll ist umfassend, visuell übersichtlich und systematisch dargestellt.

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