Modulaktivitäten

Website: EuroCivic Lab Moodle
Kurs: Das EuroCivic Student Toolkit (DE)
Buch: Modulaktivitäten
Gedruckt von: Guest user
Datum: Freitag, 23. Oktober 2026, 22:37

1. Aktivität 1: Debatten-Workshop – Ein Neuanfang: Workshop zu Migration und Zusammenleben

Titel der Aktivität:
Ein neuer Anfang: Workshop zu Migration und Zusammenleben

Lernziele

- Den Schüler*innen helfen, das Konzept der Migration durch Empathie zu verstehen.

- Die Grundwerte der Europäischen Union – Menschenwürde, Freiheit, Gleichheit, Solidarität und Achtung der Menschenrechte – vorstellen und erörtern.

- Die Förderung von Respekt vor Vielfalt, Toleranz und das Bewusstsein für ein friedliches Zusammenleben.

Abstimmung auf die SDGs

SDG 10: Weniger Ungleichheiten

SDG 16: Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen

Verbindung zu den Werten und der Identität der EU

Menschenwürde, Gleichheit, Solidarität, Freiheit, Menschenrechte

Alter/Stufe

Unterstufe der Sekundarstufe (13–15)

Vorkenntnisse/Voraussetzungen

Was fällt dir ein, wenn du an Menschen mit Migrationshintergrund denkst?

Dauer

60–75 Minuten

Gruppengröße und Gruppeneinteilung

10–25 Schüler

Umfeld

Klassenzimmer

Materialien und Ressourcen

- Farbige Karten, A4-Papier, Filzstifte

- Rollenkarten (Familie mit Migrationshintergrund, Einheimische/r, Journalist*in, - Farbige Karten, A4-Papier, Filzstifte

- Rollenkarten (Familie mit Migrationshintergrund, Einheimischer, Journalist, Gemeindebeamter usw.)

- Materialien zum Erstellen von Postern

- Kleines Plakat oder eine Tabelle mit den Werten der EU

- Ein symbolischer „Koffer“ (kann aus einem Karton gebastelt werden)

Barrierefreiheit & Inklusion

- Erläutern der Ursachen und Auswirkungen von Migration.

- Erkennung der Herausforderungen, denen Migranten gegenüberstehen.

- Herstellung eines Bezug zwischen den Werten der EU und Beispielen aus dem Alltag .

- Problemlösungs- und Empathiefähigkeiten entwickeln.

- Respekt für unterschiedliche Standpunkte zeigen und konstruktive Diskussionen führen.

Beschreibung

1. Eisbrecher – „Was passt in einen Koffer?“ (10 Min.)

Den Schüler*innen wird folgendes Szenario vorgelegt: „Ihr müsst plötzlich euer Land verlassen und dürft nur einen kleinen Koffer mitnehmen. Welche drei Dinge würdet ihr mitnehmen?“ Jede:r Schüler*in stellt seine/ihre Auswahl vor.

2. Einführung – „Was ist Migration?“ (10 Min.)

Die Moderator*in erklärt den Begriff Migration, verschiedene Arten von Migration und die damit verbundenen Werte der EU.

3. Gruppenarbeit – „Jeder hat eine Geschichte“ (20 Min.)

Die Gruppen diskutieren über Herausforderungen der Migration, lokale Unterstützung und EU-Werte. Sie bereiten kurze Präsentationen, Plakate oder Sketche vor.

4. Präsentation & Reflexion (20 Min.)

Die Gruppen stellen ihre Ideen vor und diskutieren, welcher EU-Wert am wichtigsten ist.

5. Abschluss – „Gemeinsam stärker“ (5 Min.)

Die Schüler*innen schreiben „Eine kleine Sache, die ich für das Zusammenleben tun kann, ist …“ auf Karten und hängen diese auf.

Bewertung

Formative Bewertung

Poster, Präsentationen, Zusammenarbeit, Fragen zur Selbsteinschätzung

Schüler*innen

Selbstbewertung

Was ist das Wichtigste, was ich heute gelernt habe?

2. Hat sich meine Meinung über Migranten geändert? Wenn ja, inwiefern?

3. Welchen „Wert der Europäischen Union“ (Gleichheit, Menschenwürde, Freiheit, Solidarität, Menschenrechte) halte ich für am wichtigsten? Warum?

4. Was kann ich persönlich tun, um dazu beizutragen, dass die Menschen in meiner Gemeinschaft friedlich zusammenleben?

5. Wie gut habe ich mich heute in meiner Gruppe eingebracht?

   ☐ Sehr gut ☐ Gut ☐ Ein bisschen ☐ Nicht besonders

6. Wie habe ich mich während der Aktivität gefühlt? (Wähle eine oder mehrere Optionen aus)

   ☐ Glücklich ☐ Neugierig ☐ Nachdenklich ☐ Traurig ☐ Inspiriert ☐ Sonstiges: __________

⭐ „Meine Reflexion in einem Satz“

 „Heute ist mir klar geworden, dass ____________________________________________.“

Dokumentation, Belege & Nachbereitung

Zu sammelnde Belege

Poster und Gruppenpräsentationen

Formulare zur Selbsteinschätzung

Notizen und Reflexionen der Lehrkraft

Fotos oder kurze Videoclips (sofern von der Schule erlaubt)

Selbstbewertungsbögen, Reflexionssätze, Lehrerbewertung

Verbreitung

Schulwebsite, Social-Media-Account der Schule

Reflexion der Lehrkraft

Was hat gut funktioniert und warum?

Was würde ich beim nächsten Mal ändern?

Lernnachweis (wurden die Erfolgskriterien erfüllt?)

Inklusion und Wohlbefinden: Wer wurde (nicht) erreicht?

Partnerschaften und Gemeinschaft: Mehrwert geschaffen?

2. Aktivität 2: Rollenspiel | Jugendgericht

Titel der Aktivität:
Jugendgericht

Lernziele

- Nachrichtenartikel über Geschlechterungleichheit analysieren.

- Anwendung der EU-Werte bei der Entscheidung über den Fall bzw. die Fälle.

- Argumente vorbringen, beraten und faire Lösungen vorschlagen.

Abstimmung auf die SDGs

SDG 5 – Geschlechtergleichstellung

Verbindung zu den Werten und der Identität der EU

Menschenrechte, Gleichstellung, Demokratie. Rechtsstaatlichkeit, aktive Bürgerschaft

Alter/Stufe

Unterstufe der Sekundarstufe (13–15)

Vorkenntnisse/Voraussetzungen

- Einige Erfahrungen im Lesen und Analysieren von Nachrichten

- Grundlegendes Verständnis von Geschlechterfragen und Menschenrechten.

Dauer

45 Minuten (10 Minuten Einführung + Rollenverteilung / 20 Minuten Lesen und Vorbereiten des Fallbeispiels / 10 Minuten Scheinprozess / 5 Minuten Nachbesprechung)

Gruppengröße und Gruppeneinteilung

Gruppen zu je 4 Schüler*innen: Richter*in, Staatsanwalt/Staatsanwältin, Verteidiger*in und ein/e Journalist*in

Umfeld

Klassenzimmer

Materialien und Ressourcen

Kurze Artikel (jeweils 1 pro Gruppe) zu Themen wie geschlechtsspezifisches Lohngefälle, geschlechtsspezifische Gewalt, Frauen in der Politik... z. B.: https://www.harvardmagazine.com/2025/05/harvard-men-gender-gap-education-employment, https://www.mydoh.ca/learn/blog/education/the-gender-pay-gap-explained-for-kids-and-teens/

https://www.oxfamamerica.org/explore/stories/what-is-the-gender-pay-gap/

Einbeziehung der Gemeinschaft/Interessengruppen (optional)

Ein/e Journalist*in oder Aktivist*in kann um eine Stellungnahme gebeten werden.

Barrierefreiheit und Inklusion

Nachrichtenartikel werden auf unterschiedliche Weise präsentiert; visuelle Symbole oder Bilder helfen dabei, die Rollen zu definieren.

Beschreibung

 

Die Lehrkraft erklärt das Ziel des Jugendgerichts und was die Schüler*innen tun werden: echte Fälle aus den Nachrichten beurteilen. Jede Gruppe erhält einen kurzen Artikel, und jedes Gruppenmitglied eine bestimmte Rolle.

Dann beginnt die Vorbereitung: Der/die Journalist*in fasst den Nachrichtenartikel zusammen, der/die Staatsanwalt/Staatsanwältin und der/die Verteidiger*in bereiten gegensätzliche Argumente vor, und der/die Richter*in entwirft zwei oder drei Fragen, die er beiden Seiten stellen wird, und plant das Urteil.

Die Verhandlung beginnt: Der/die Journalist*in stellt den Fall vor, jede Seite trägt ihre Argumente vor, und der/die Richter*in stellt Fragen und verkündet das Urteil.

Alle Schüler*innen schlagen eine konkrete Maßnahme vor, die die Situation verbessern könnte.

Die Arbeit endet mit einer Reflexion: Stellt euch vor, es ist das Jahr 2035: Welches Gesetz gibt es aufgrund von Einstellungen, die heute ihren Anfang nehmen? Welche Einstellungen?

 

Bewertung

Formative Bewertung

Teilnahme am Rollenspiel, stichhaltige Argumente und respektvoller Umgang miteinander. Feedback von Mitschüler*innen: Was war der überzeugendste Punkt, den du gehört hast?

Selbstbewertung: Wie gut habe ich meinen Standpunkt erklärt?

Schüler

Selbstbewertung

Selbstbewertung: Wie gut habe ich meinen Standpunkt erklärt?

Feedback von Mitschüler*innen

Feedback von Mitschüler*innen: Was war der überzeugendste Punkt, den du gehört hast, und warum?

Dokumentation, Belege und Nachverfolgung

Zu sammelnde Belege

Zusammenfassung der Fälle und Urteile; Reflexionen auf Post-its

Wirkungsnachverfolgung

Förderung von bürgerschaftlichem und kritischem Denken; Sensibilisierung für reale Probleme.

Verbreitung

Newsletter; Social-Media-Kampagne

Nächste Schritte

Ein von Schüler*innen geleiteter Podcast, der reale Geschichten rund um Menschenrechte beleuchtet und jungen Menschen die Möglichkeit gibt, sich zu äußern, zu reflektieren und etwas zu bewirken.

Reflexion der Lehrkraft

Was hat gut funktioniert und warum?

Was würde ich beim nächsten Mal ändern?

Lernnachweis (wurden die Erfolgskriterien erfüllt?)

Inklusion und Wohlbefinden: Wer wurde (nicht) erreicht?

Partnerschaften und Gemeinschaft: Mehrwert?

3. Aktivität 3: Europäisches Blaues Labor SEA.UE

Titel der Aktivität:
Europäisches Blaues Labor 
SEA.UE

Lernziele

- Den Ozean als gemeinsames Gut (natürlich, kulturell und sozial) verstehen, das Nationen verbindet (europäisch);

- Die marine Biodiversität und die kulturelle Vielfalt der Menschen in Zusammenhang bringen und dabei die vielfältigen Nutzungen und Bedeutungen des Meeres (ökologisch, wirtschaftlich, energetisch, migrationsbezogen und symbolisch) anerkennen;

- Gemeinsam eine „Europäische Blaue Charta“ erarbeiten, die die Werte der Nachhaltigkeit, Solidarität und ökologischen Gerechtigkeit zusammenfasst.

Abstimmung auf die SDGs

SDG 4 – Hochwertige Bildung (aktives, interdisziplinäres Lernen auf der Grundlage sensorischer Erfahrungen);

SDG 14 – Leben unter Wasser (Erhaltung mariner und Küstenökosysteme);

SDG 16 – Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen (Reflexion über Gerechtigkeit und gemeinsame Verantwortung)

Verbindung zu den Werten und der Identität der EU

Zusammenarbeit, Solidarität und Pluralismus: das Meer, das verschiedene Kulturen verbindet;

Nachhaltigkeit – eine wissenschaftliche und ethische Vision zum Schutz gemeinsamer natürlicher und sozialer Ressourcen;

Alter/Stufe

Oberstufe der Grundschule (10–12) / Unterstufe der Sekundarstufe (13–15)]

Vorkenntnisse/Voraussetzungen

- Grundbegriffe der marinen Ökosysteme und der geografische Lage der europäischen Meere;

 - Nachhaltigkeit – wissenschaftliche und ethische Perspektiven zu Umweltfragen, Migration und Interkulturalität;

Dauer

90 Minuten (oder 45 Minuten + 45 Minuten)

Gruppengröße und Gruppeneinteilung

- Gruppen von 4–6 (Schüler*innen)

- 2 Lehrkräfte (Moderator*innen – Naturwissenschaften sowie Sozial- und Geisteswissenschaften)

Umfeld

- Klassenzimmer (wenn möglich, Naturwissenschafts-/Biologielabor);

- Wenn möglich, Außenbereich (Strand)

Materialien & Ressourcen

Physische Materialien: Flaschen mit Meerwasser, Sand, getrockneter Seetang; Pappe, Filzstifte, A4-/A3-Blätter für die „Blue Card“;

Digitale Materialien: Tablet (Tonaufnahmen von Naturgeräuschen und der Nutzung des Ozeans; europäische digitale Meeresbeobachtungsplattformen – Copernicus Marine Service; Europäischer Meeresatlas); Kamera (Videoaufnahmen und Fotos)

Einbindung der Gemeinschaft/Interessengruppen (optional)

Mögliche Partnerschaften mit Naturkundezentren, Schifffahrtsmuseen, Umwelt-NGOs oder lokalen Behörden mit Projekten zur Meeresbildung;

Barrierefreiheit und Inklusion

- Für alle Schüler*innen zugänglich, mit vielfältigen Reizen (visuell, auditiv, taktil, verbal).

Beschreibung

Das Klassenzimmer wird in ein „European Blue Laboratory“ (SEA.UE) verwandelt. In einer immersiven Unterrichtseinheit stellen sich die Schüler*innen vor, der Ozean sei ihr Lehrer, und fragen: „Was würde er uns über Europa erzählen?“

Die Schüler*innen erkunden den Zusammenhang zwischen der biologischen Vielfalt und der Vielfalt der Kulturen sowie der Nutzung des Ozeans durch den Menschen (Nahrung, Energie, Freizeit, Verkehrswege und Zuflucht).

Während sie diese Nutzungsformen diskutieren, erkunden sie die Geräusche, Texturen und Gerüche des Ozeans und halten Ideen fest, die zu den Schlüsselthemen ihrer „Europäischen Blauen Charta“ werden. Dieses Dokument soll die Bedeutung des Ozeans für die Europäische Union als Raum für Gerechtigkeit, Solidarität und eine nachhaltige Zukunft vermitteln.

Bewertung

Formative Bewertung

- Kontinuierliche Beobachtung während der sensorischen Erkundung und der Gruppenarbeit mit Schwerpunkt auf Beteiligung, Zusammenarbeit und aktivem Zuhören;

- Gemeinsame Ideentafel;

- Vorschläge aus der „Europäischen Blauen Charta“;

Summative Bewertung (falls zutreffend)

Konzept/Botschaft; Deutlichkeit des Zusammenhangs zwischen Wissenschaft und Kultur; Vermittlung europäischer Werte und des Konzepts der „Blue Justice“.

Schüler*innen

Selbstbewertung

Was habe ich gelernt? Habe ich kreative und realistische Lösungen für die Herausforderungen vorgeschlagen? Was soll anderen in unserer „Blue Charter“ besonders auffallen?

Feedback von Mitschüler*innen

Zwei Sterne und ein Wunsch

Dokumentation, Belege und Nachbereitung

Zu sammelnde Belege

- Karten, Diagramme, Haftnotizen, Zeichnungen, die den Denkprozess und die Strukturierung von Ideen dokumentieren;

- Tonaufzeichnung der „Blue Sound Card“ (Audio- oder Videodatei).

Nachverfolgung der Auswirkungen

Anzahl und Qualität der Vorschläge;

Verbreitung

- Verbreitung der „Blue Sound“-Charta auf schulischen Plattformen

- Unterstützung durch Radiosender und soziale Netzwerke der Schulen;

Nächste Schritte

- Europäisches Archiv der „Blue Sound Letters“, in dem Produktionen der Partnerschulen zusammengetragen werden.

Reflexion der Lehrkräfte

Was hat gut funktioniert und warum?

Waren die Rollen innerhalb der Teams klar definiert und haben sie gut funktioniert?

Haben sich alle Schüler*innen sinnvoll eingebracht?

Konnten die Schüler*innen über die Dimensionen „Ich, Schule, Gemeinschaft“ reflektieren?

Partnerschaften und Gemeinschaft: Mehrwert?

4. Aktivität 4 – Gruppenarbeit | Die Werte der EU und die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung – was wissen wir darüber?

Titel der Aktivität:
Aktivität 4 – Gruppenarbeit  – EU-Werte und die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung – was wissen wir darüber?

Lernziele

1. Ein Verständnis für die Werte der EU und die globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung entwickeln.

2. Die zugewiesenen Aufgaben mithilfe der „Lego Serious Play“-Methode bearbeiten.

3. Die Ergebnisse der Gruppenarbeit anhand von 2–6 Sätzen, die von den Schülern selbst verfasst wurden, aufbereiten und präsentieren.

Abstimmung auf die SDGs

17 Ziele für nachhaltige Entwicklung.

Verbindung zu den Werten und der Identität der EU

17 Ziele für nachhaltige Entwicklung.

Alter/Stufe

Oberstufe der Grundschule (10–12)

Vorkenntnisse/Voraussetzungen

Die Schüler verfügen bereits über Grundkenntnisse zum Wesen der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung und zum dazugehörigen Vokabular – sie können die wichtigsten begrifflichen Begriffe im Zusammenhang mit diesen Zielen erkennen und verstehen

Dauer

45 Minuten = 5 Minuten Einführung + 5 Minuten Erläuterung der Aufgabe + 15 Minuten Gruppenarbeit + 10 Minuten Präsentation + 5 Minuten Reflexion

Gruppengröße und Gruppeneinteilung

Arbeit in Gruppen:

1. Gruppe – 5 Schüler

2. Gruppe – 6 Schüler.

Die Gruppen werden so gebildet, dass gegenseitige Unterstützung und gemeinsames Lernen gewährleistet sind.

Jede Gruppe hat ein Mitglied, das:

1. Koordinator:

●      die Gruppenarbeit organisiert;

●      die Gruppe auf die Aufgabe fokussiert hält.

2. Kreativer Gestalter:

●      leitet den Bau des Lego-Modells;

●       hilft dem Team, abstrakte Konzepte zu visualisieren.

3. Zeitnehmer:

●      stellt sicher, dass die Gruppe die Zeitvorgaben einhält.

4. Motivator:

●      sorgt dafür, dass sich alle einbezogen fühlen.

5. Protokollführer:

●      hält die Ideen der Gruppe fest.

Umfeld

Klassenzimmer

Materialien und Hilfsmittel

Handouts, Lego, Tablets.

Einbeziehung der Gemeinschaft/Interessengruppen (optional)

-

Barrierefreiheit und Inklusion

Präsentieren Sie Fotos der Arbeiten der Schüler auf der Erasmus-Pinnwand der Schule.

Beschreibung

  1. Einführung (10 Minuten)

Die Schüler sehen sich den Inhalt des E-Books an, das ihre Mitschüler der 4. Klasse mit der „Book Creator“-App erstellt haben. Die Schüler wiederholen die 17 SDGs, indem sie jedes einzelne in ihrer Muttersprache benennen.

https://www.storyjumper.com/book/read/184421971/68c38c6ec0c1f

  1. Gruppenarbeit (15 Minuten)

Die Schüler arbeiten in kleinen Gruppen. Jeder Schüler erhält eines der EU-Ziele für nachhaltige Entwicklung mit einer kurzen, kindgerechten Beschreibung. Mithilfe der „Lego Serious Play“-Methode entwickeln sie eine Vision für das ihnen zugewiesene Ziel.

  1. Präsentation (10 Minuten)

Die Schüler einer Gruppe präsentieren ihre Arbeit einer anderen Gruppe.

  1. Reflexion (10 Minuten)

Am Ende der Unterrichtsstunde wiederholen die Schüler alle 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung mithilfe einer interaktiven „Wordwall“-Zuordnungsaufgabe. Nach Abschluss der Zuordnungsaufgabe diskutieren die Schüler kurz, an welche Ziele sie sich am besten erinnern konnten, was ihnen leicht oder schwer gefallen ist und warum diese Ziele in ihrem Alltag wichtig sind.

https://wordwall.net/resource/102184293/17-sustainable-development-goals

Leistungsüberprüfung

Formative Beurteilung

Die Lehrkraft beobachtet, wie die Schüler miteinander kommunizieren, innerhalb der Gruppe zusammenarbeiten und auftretende Probleme lösen, und gibt sofortiges Feedback.

Summative Bewertung (falls zutreffend)

Die „Lego Serious Play“-Modelle der Schüler sowie ihre Präsentationen werden anhand vorab festgelegter Kriterien bewertet.

Schüler

Selbstbewertung

Die Schüler bewerten sich selbst kurz anhand der Erfolgskriterien und beantworten die Fragen: „Was habe ich heute gelernt?“, „Was ist mir gut gelungen?“, „Wo kann ich mich noch verbessern?“.

Feedback unter Gleichaltrigen

Die Schüler geben sich gegenseitig Feedback nach dem „Tell/Ask/Give“-Modell (sagen – fragen – einen Vorschlag machen).

Dokumentation, Nachweise und Nachbereitung

Zu sammelnde Belege

Fotos mit Arbeitsproben der Schüler.

Wirkungsnachweis

Schnellindikatoren (Einstellungswandel, Wissenszuwachs, Reichweite in der Gemeinschaft). Optionale Vorher-Nachher-Fragen.

Verbreitung

Erasmus-Ausschuss der Schule.

Nächste Schritte

Vertiefung der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung.

Reflexion der Lehrkraft

Die Schüler haben die Werte der EU und die globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung erfolgreich verstanden, sich aktiv an Diskussionen beteiligt, ihre Ideen ausgetauscht und Lego-Modelle gebaut, die die Hauptthemen deutlich widerspiegelten. Dies zeigt, dass die Schüler die präsentierten Informationen nicht nur verstanden, sondern auch praktisch anwenden konnten.

Allerdings hatten nicht alle Schüler die Gelegenheit, ihre Gedanken zu äußern, sodass der kommunikative Aspekt des Unterrichts nicht vollständig zum Tragen kam.

Die Partnerschaften während des Unterrichts förderten die Teamfähigkeit – die Fähigkeit, den Meinungen anderer zuzuhören und gemeinsam Entscheidungen zu treffen. Auf Gemeinschaftsebene trug dies zum Verständnis der EU-Werte und der Ziele für nachhaltige Entwicklung bei, da die Zusammenarbeit es den Schülern ermöglichte, neue Kenntnisse und Fähigkeiten zu erwerben, die im Alltag nützlich sind und die soziale Verantwortung fördern.

5. Aktivität 5 – Quiz zu den Zielen für nachhaltige Entwicklung und zur europäischen Identität

Titel der Aktivität:
„Eco-Europe: Klug denken, gemeinsam handeln“ – Spielerisches Quiz zu den Zielen für nachhaltige Entwicklung und der europäischen Identität

Lernziele

Die Schüler*innen können die Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) in alltäglichen und gemeinschaftlichen Aktivitäten erkennen und anwenden.

Sensibilisierung für die Rolle des sozialen Engagements im Gemeinschaftsleben

Zuordnung zu den SDGs

SDG 4: Hochwertige Bildung

SDG 11: Nachhaltige Städte und Gemeinden

SDG 12: Verantwortungsvoller Konsum und verantwortungsvolle Produktion

SDG 13: Klimaschutz

SDG 16: Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen

Verbindung zu den Werten und der Identität der EU

Demokratie und aktive Bürgerschaft

Kulturelle Vielfalt und Respekt

Zusammenarbeit und Solidarität

Nachhaltigkeit und Verantwortung

Alter/Stufe

Unterstufe (13–15)

Vorkenntnisse/Voraussetzungen

Grundbegriffe: Bürgerschaft, Gemeinschaft, Verantwortung für die Umwelt

Kenntnis der SDGs und des Themas Nachhaltigkeit

Dauer

Gesamtzeit + Aufschlüsselung 90' = 10 + 30 + 25 + 15 + 10

10 Min.: Aufwärmphase, Erläuterung der Regeln

30 Min.: Ausfüllen des Quiz

25 Min.: Korrektur des Quiz durch die Mitschüler

10 Min.: Besprechung der falschen Antworten mit den Partner*innen

10 Min.: Zusammenfassung durch die Lehrkraft, Wiederholung des Themas

Gruppengröße und Gruppeneinteilung

Einzelbearbeitung: Jede/r Schüler*in beantwortet die Fragen selbstständig

Oder in Kleingruppen: 2–3 Schüler*innen pro Gruppe, gemeinsame Besprechung der Antworten (kooperativer Lernansatz)

Umfeld

Klassenzimmer und online

Materialien und Ressourcen

Ausgedruckte Quizbögen oder digitale Plattform (Google Forms, Kahoot, Quizizz)

Stift oder Computer/Tablet

Einbeziehung der Gemeinschaft/Interessengruppen (optional)

Schüler:innenrat, schulische Umwelt-AGs

Lehrkräfte, Eltern, lokale Gemeinschaftsorganisationen –

z. B. zur Präsentation von Nachhaltigkeitsprojekten

Barrierefreiheit und Inklusion

Große Schriftgröße, übersichtliches und gut lesbares Layout

Fragen und Antworten in einfacher, klarer Sprache

Digitale Plattformen: Screenreader-freundlich, farbenblinde-sichere Farben

Verschiedene Möglichkeiten zur Teilnahme: schriftliche, mündliche oder digitale Einreichung

Beschreibung

Aufgabenbeschreibung zum Quiz – Europäische Identität und SDGs

Die Quizfragen sind unter folgendem Link verfügbar: https://wayground.com/embed/quiz/69109c8d42b7a31059d13b43

 

Das Hauptziel dieses 30-minütigen Quiz, das im Klassenzimmer oder online durchgeführt werden kann, besteht darin, die Prinzipien der europäischen Identität und Bürgerschaft mit den Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) und sozialem Engagement zu verknüpfen. Während des Quiz haben die Schüler*innen die Möglichkeit, ihr bereits erworbenes Wissen anzuwenden, kritisches Denken zu entwickeln und über ihre eigene Rolle in der Gemeinschaft nachzudenken.

Hauptaufgabe und Ziele

 

1. Wissen und Anwendung:

Anhand der Quizfragen sollen die Schüler*innen erkennen, wie sich die SDGs im Leben europäischer Gemeinschaften widerspiegeln und in welchem Zusammenhang sie mit alltäglichen Entscheidungen stehen. Die Fragen erfordern logisches und praktisches Denken, sodass die Schüler*innen ihr Wissen anhand konkreter Beispiele anwenden können.

2. Werteanalyse – im Lichte europäischer Werte:

Die Quizfragen regen die Schüler*innen dazu an, über die Bedeutung europäischer Werte bei alltäglichen Entscheidungen nachzudenken:

Respekt: Wie spiegelt sich Respekt in der Beteiligung am Gemeinschaftsleben wider, beispielsweise bei der gemeinsamen Arbeit an einem Nachhaltigkeitsprojekt?

Solidarität: Wie stärkt gemeinsames Handeln die soziale Verantwortung und die Solidarität mit künftigen Generationen (Verbindung zu den Zielen für nachhaltige Entwicklung)?

Gleichheit: Wie werden Inklusion und die Einbeziehung von Schüler*innen mit unterschiedlichem Hintergrund bei Gemeinschaftsaktivitäten gefördert?

 

3. Aufruf zum Handeln:

Das Quiz dient nicht nur der Wissensüberprüfung, sondern auch der Reflexion. Während der Beantwortung der Fragen haben die Schüler*innen die Möglichkeit,

• Empfehlungen für Nachhaltigkeitsmaßnahmen in der Gemeinde oder an der Schule auszusprechen,

• die Bedeutung von sozialem Engagement und Bürgerbeteiligung zu verstehen,

• die Zusammenhänge zwischen lokalen und globalen Problemen zu erkennen.

 

4. Zu entwickelnde Kompetenzen:

• Kritisches Denken und logisches Schlussfolgern

• Angewandtes Wissen zu SDG- und EU-Themen

• Bürgerbeteiligung und soziales Engagement

• Kulturelle Sensibilität und Zusammenarbeit

Dieses Quiz lässt sich daher auch als kurzes, reflektierendes Bürgeraktionsprojekt interpretieren, das zeigt, dass europäische Werte und die Ziele der nachhaltigen Entwicklung mit alltäglichen Entscheidungen und gemeinschaftlichem Handeln verbunden sind.

 

Bewertung

Formative Bewertung

Teilnahme und Zusammenarbeit.

Summative Bewertung (falls zutreffend)

Zu bewertendes Produkt/Leistung (Poster, Policy Brief, Prototyp, Präsentation). Bewertungsraster beifügen oder darauf verweisen.

Schüler*innen

Selbstbewertung

Reflexion der Schüler*innen: 1. Was habe ich während der Aufgabe gelernt?

2. Was waren meine Stärken, und was muss ich verbessern?

3. Wie habe ich zur Teamarbeit beigetragen?

Feedback von Mitschüler*innen

Siehe Tabelle unten.

Dokumentation, Nachweise und Nachbereitung

Zu sammelnde Nachweise

Die Quiz-Ergebnisse und eine Liste der konkreten Antworten der Schüler*innen dienen als Nachweis für ihren Wissensstand.

Wirkungsnachverfolgung

Die Überwachung der Durchschnittsnote und der Fehlerhäufigkeit bei Schlüsselkonzepten (z. B. Formen des Aktivismus) gibt Aufschluss über die Beherrschung des Stoffs

Weitergabe

Die Bekanntgabe der richtigen Antworten und die Darstellung des Durchschnitts der Klassenleistung geben den Schüler*innen Feedback zu ihrem Wissensstand.

Nächste Schritte

Auf der Grundlage häufiger Fehler sollten zusätzliche Übungsaufgaben gestellt oder der Inhalt der nächsten Unterrichtsstunde an den festgestellten Schwachstellen angepasst werden.

Reflexion der Lehrkraft

Was hat gut funktioniert und warum?

Was würde ich beim nächsten Mal ändern?

Lernnachweis (wurden die Erfolgskriterien erfüllt?)

Inklusion und Wohlbefinden: Wer wurde (nicht) erreicht?

Partnerschaften und Gemeinschaft: Mehrwert geschaffen?

Quiz:

1. An deiner Schule wird eine Schüler:innenvertretung gegründet, in der Schüler*innen Ideen zur Gestaltung des Schulhofs einbringen können. Was zeigt diese Maßnahme?

A) Sie wird nur gegründet, weil es gerade modern ist.

B) Sie fördert aktives bürgerschaftliches Engagement und die Mitgestaltung des Schullebens.

C) Es zählt nur, die schnellste Lösung zu finden.

D) Nur die Lehrkräfte entscheiden – die Schüler*innen haben kein Mitspracherecht.

 

2. Welche Maßnahme trägt am meisten zum Schutz der Umwelt im Alltag bei?

A) Alle Lebensmittel wegzuwerfen.

B) Jeden Tag Wasser in Einweg-Plastikflaschen mitzunehmen.

C) Eine wiederverwendbare Wasserflasche zu benutzen.

D) Sich immer nur für die günstigste Lösung zu entscheiden.

 

3. Warum ist es für europäische Bürger*innen wichtig, die Kulturen und Traditionen anderer Länder kennenzulernen?

A) Einfach nur, um mehr Wissen zu sammeln.

B) Um den Respekt für kulturelle Vielfalt und das Zusammengehörigkeitsgefühl in Europa zu stärken.

C) Damit alle die gleichen Ansichten haben.

D) Nur damit sie sich auf Reisen wohler fühlen.

 

4. Wenn eine Schülerin ein Gemeinschaftsprojekt zur Säuberung des Stadtparks organisiert und andere zur Mitarbeit motiviert, welches Ziel verfolgt sie damit?

A) Sie beobachtet lediglich den Ablauf.

B) Sie erwartet, dass alle anderen die Arbeit übernehmen.

C) Sie fördert soziales Engagement und die Zusammenarbeit in der Gemeinschaft.

D) Sie erledigt die gesamte Arbeit lieber allein und möglichst schnell.

 

5. Was kann passieren, wenn die Industrie eines europäischen Landes Flüsse verschmutzt, aus denen auch Nachbarländer ihr Wasser beziehen?

A) Die Verschmutzung betrifft nur die Umgebung der Fabrik.

B) Die Verschmutzung kann sich auch auf Nachbarländer auswirken.

C) Es passiert nichts – der Fluss bleibt überall sauber.

D) Flüsse sind nicht miteinander verbunden.

 

6. Welche Maßnahme verbindet nachhaltige Entwicklung am besten mit aktiver Bürgerbeteiligung?

A) Nur über Nachhaltigkeit zu sprechen, aber nichts zu unternehmen.

B) Alle Aufgaben allein zu erledigen.

C) Eigene Ideen einzubringen, Projekte zu organisieren und andere zur Mitarbeit zu motivieren.

D) Darauf zu warten, dass andere etwas unternehmen.

 

7. Wenn eine Klasse gemeinsam ein Energiesparprogramm für ihre Schule plant, welches Ziel unterstützt sie damit?

A) Nur möglichst schnelle Lösungen zu finden.

B) Nachhaltige Entwicklung und den Schutz der Umwelt zu fördern.

C) Ausschließlich die Stromkosten der Schule zu senken.

D) Keines, denn Strom lässt sich nicht einsparen.

 

Warum ist es wichtig, dass sich junge Europäer*innen an Gemeinschaftsaktionen beteiligen, zum Beispiel an der Säuberung von Stadtparks oder dem Pflanzen von Bäumen?

A) Nur, weil solche Aktionen Spaß machen.

B) Nur zur Freizeitgestaltung.

C) Weil sie soziales Engagement fördern und den Zusammenhalt in der Gemeinschaft stärken.

D) Solche Aktionen haben keinen Nutzen.

 

9. Eine Gruppe von Schüler*innen möchte eine Aktion zur Abfallvermeidung an ihrer Schule organisieren. Was sollten sie als Erstes tun, damit das Projekt erfolgreich wird?

A) Nur ein Plakat aufhängen und keine weiteren Maßnahmen ergreifen.

B) Sich gemeinsam beraten, Ideen sammeln und das Vorgehen miteinander planen.

C) Die Aktion allein vorbereiten und niemanden einbeziehen.

D) Darauf warten, dass die Lehrkräfte das Problem lösen.

 

10. Wie hängt nachhaltige Stadtentwicklung mit der Stärkung der europäischen Identität zusammen?

A) Es kommt nur darauf an, dass die Gebäude modern sind.

B) Nachhaltige Stadtentwicklung hat nichts mit europäischer Identität zu tun.

C) Nachhaltige Stadtplanung und die Beteiligung der Bürger*innen fördern demokratische Werte und stärken das Zusammengehörigkeitsgefühl in Europa.

D) Die Gestaltung von Städten hat keinen Einfluss auf die Identität ihrer Bürger*innen.

 

Warum ist es wichtig, bei schulischen oder lokalen Projekten Schüler*innen aus verschiedenen Kulturen und mit unterschiedlichen Hintergründen einzubeziehen?

A) Weil so alle mitmachen können und Vielfalt sowie gegenseitiger Respekt gefördert werden.

B) Weil nur die besten Ideen zählen.

C) Nur, um mehr Preise zu gewinnen.

D) Weil nur die Lehrkräfte entscheiden dürfen.

 

12. Wenn ein Gemeinschaftsprojekt darauf abzielt, Lebensmittelverschwendung in der Schule zu reduzieren, welche Maßnahme ist am wirksamsten?

A) Nur über das Problem zu sprechen, aber nichts zu unternehmen.

B) Die Verantwortung ausschließlich der Schüler:innenvertretung zu überlassen.

C) Ein regelmäßiges Programm zum Teilen überschüssiger Lebensmittel oder zum Kompostieren zu organisieren.

D) Alle Essensreste wegzuwerfen.

Richtige Antworten:

1:B; 2:C; 3:B; 4:C; 5:B; 6:C; 7:B; 8:C; 9:B; 10:C; 11:A; 12:C

6. Aktivität 6: Fallstudie | Spaziergang zur Artenvielfalt: Das grüne Erbe – Ökosysteme vor Ort mit dem Blick europäischer Werte beobachten

Titel der Aktivität:
Biodiversitätsspaziergang: Das grüne Erbe – Beobachtung lokaler Ökosysteme anhand europäischer Werte

Lernziele

Die Konzepte des gerechten Übergangs kennenlernen und verstehen

Abstimmung auf die SDGs

SDG 15 (Leben an Land – Schwerpunkt auf lokalen Ökosystemen und Naturschutz), SDG 13 (Maßnahmen zum Klimaschutz – Grünflächen und Kohlenstoffbindung), SDG 4 (Hochwertige Bildung).

Verbindung zu den Werten und der Identität der EU

Respekt (für alle Lebensformen, nicht nur für den Menschen), Solidarität (mit künftigen Generationen durch den Erhalt ökologischer Dienstleistungen), Gleichheit (Verständnis für den gleichen Wert aller Arten im Ökosystem).

Die Rolle der EU bei der Förderung der globalen Naturschutzagenda (SDG 15) und der Betrachtung der Umwelt als gemeinsames Erbe und Gemeingut, das über nationale Grenzen hinausgeht.

Alter/Stufe

Unterstufe der Sekundarstufe (13–15)

Vorkenntnisse/Voraussetzungen

Grundkenntnisse über die EU und die SDGs, Biodiversität, einheimische und invasive Arten

Aufgeladene Mobiltelefone, grundlegende Erste-Hilfe-Ausrüstung

 

Dauer

Gesamtzeit + Aufschlüsselung: 90' = 10 + 30 + 25 + 15 + 10

10 Minuten für die Einführung und die Themensetzung

30 Minuten Fußmarsch

25 Minuten zur Beurteilung der Gefährdungslage

15 Aktionsplan

10 Minuten Reflexion und Präsentation

Gruppengröße und Gruppeneinteilung

Ganze Klasse/Paare/Gruppen von 3–5 Personen; beachten Sie, wie die Gruppen gebildet werden (gemischte Leistungsstufen, Rollen).

Umfeld

Klassenzimmer / Labor / im Freien / Ort in der Gemeinde / online / hybrid.

Materialien und Ressourcen

Google Maps, Notizbuch, Fragebogen. Schatzsuche-Paket, https://www.inaturalist.org/ Merlin Bird ID, PLant

Einbeziehung der Gemeinde/Interessengruppen (optional)

Lokale Behörden und Umwelt-NGOs, Nationalparks

 

Barrierefreiheit und Inklusion

Visualisierung, digitale und papierbasierte Materialien, Fotos, Präsentation

Beschreibung

Das Hauptziel dieser 90-minütigen praktischen Übung im Freien besteht darin, Beobachtungen der lokalen Natur mit den globalen Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) und den europäischen Grundwerten zu verknüpfen.

In einem örtlichen Park oder auf einem Schulhof werden die Schüler in Gruppen aufgeteilt und erhalten die Aufgabe, als „Lokale Ökosystem-Gutachter“ zu fungieren.

Hauptaufgabe und Ziele

Artenbestandsaufnahme: Die Schüler*innen müssen bestimmte Arten ausfindig machen, fotografieren und mithilfe von Bestimmungs-Apps (z. B. iNaturalist) erfassen, wobei sie auf einer „Schatzsuche“-Liste besonders auf den Unterschied zwischen invasiven (aggressiven) und einheimischen (zum lokalen Naturerbe gehörenden) Pflanzen und Tieren achten sollen.

Wertanalyse: Die Teams müssen die vorgestellten ethischen Fragen diskutieren und dabei ihre Ergebnisse unter dem Gesichtspunkt europäischer Werte analysieren.

-        Respekt: Wie können wir allen Lebewesen Respekt entgegenbringen, auch denen, die wir vielleicht als „hässlich“ bezeichnen würden?

-        Solidarität: Inwiefern stellt die Erhaltung der lokalen Artenvielfalt Solidarität mit zukünftigen Generationen dar (SDG 15)?

-        Gleichheit: Inwiefern spiegeln soziale und wirtschaftliche Konflikte die Rivalität zwischen invasiven und einheimischen Arten wider?

Aktionsplan: Die Gruppen entwerfen einen kurzen „Aktionsplan für grünes Erbe“, in dem konkrete Schritte aufgezeigt werden, die die Gemeinde oder die Schule ergreifen könnte, um nicht nur die lokale Ökologie zu verbessern, sondern auch das Risiko durch invasive Arten zu verringern. Ziel: 3–5 konkrete, umsetzbare Schritte vorschlagen, um die Artenvielfalt des untersuchten Gebiets zu verbessern.

Durch diese Aktivität wird eine Biologiestunde in ein bürgerschaftliches Aktionsprojekt umgewandelt, das verdeutlicht, dass der Schutz der Umwelt vor Ort eine gemeinsame Verantwortung Europas und der Welt ist.

Bewertung

Formative Bewertung

Teilnahme und Zusammenarbeit.

Summative Bewertung (falls zutreffend)

Präsentation  Rubrik beifügen oder darauf verweisen.

Selbstbewertung

Selbstbewertung

Reflexion der Schüler: 1. Was habe ich bei dieser Aufgabe gelernt?

2. Was waren meine Stärken, und was muss ich verbessern?

3. Wie habe ich zur Teamarbeit beigetragen?

 

Feedback von Gleichaltrigen

Protokoll (z. B. „Sagen/Fragen/Geben“). Siehe Tabelle unten.

Dokumentation, Nachweise und Nachbereitung

Zu sammelnde Belege

Fotos oder Zeichnungen, Aktionspläne, abgearbeitete Schatzsuche-Liste (siehe nach der Beschreibung)

Wirkungsnachverfolgung

Wissenschaftliche Beobachtung, ethische Analyse, praktische Anwendung, Kommunikation.

Verbreitung

Der Vorschlag könnte an das örtliche Umweltschutzamt gesendet werden.

Nächste Schritte

Einrichtung eines „Wilder Biodiversity Walk“ für die lokale Bevölkerung, der von den Schülern unter Mitwirkung des örtlichen Nationalparks und einer Umwelt-NGO geleitet wird. Oder die Ergebnisse auf https://www.inaturalist.org/ eintragen und teilen.

Reflexion der Lehrkraft

Was hat gut funktioniert und warum?

Was würde ich beim nächsten Mal ändern?

Lernnachweis (wurden die Erfolgskriterien erfüllt?)

Inklusion und Wohlbefinden: Wer wurde (nicht) erreicht?

Partnerschaften und Gemeinschaft: Mehrwert geschaffen?

Kriterien

Beschreibung

Mangelhaft (0–1 Punkt)

Akzeptabel (2 Punkte)

Ausgezeichnet (3 Punkte)

Max. Punkte

Genauigkeit der Dokumentation

Korrekte Identifizierung und genaue Dokumentation (Fotos/Skizzen, Standort) der auf der Schatzsuche-Liste geforderten einheimischen und invasiven Arten.

Die Identifizierung ist größtenteils falsch oder unvollständig.

Die meisten Arten sind korrekt identifiziert und dokumentiert.

Alle Arten sind genau identifiziert, klar dokumentiert und gut organisiert.

3

Ökologische Analyse

Verständnis der Unterscheidung zwischen einheimischen und invasiven Arten sowie der grundlegenden ökologischen Rolle (z. B. Raubtier, Zersetzer) der identifizierten Arten.

Die Unterscheidung zwischen einheimischen und invasiven Arten wird falsch verstanden oder fehlt gänzlich.

Die ökologischen Rollen werden im Allgemeinen verstanden und beschrieben.

Klare, präzise Erläuterung der ökologischen Auswirkungen der Art und der von der invasiven Art ausgehenden Bedrohung.

3

Aufbau des Portfolios

Klarheit und Vollständigkeit des abschließend eingereichten Protokolls/Portfolios (einschließlich Belegen aus Apps/Skizzen).

Das Protokoll ist unübersichtlich, unvollständig und schwer nachvollziehbar.

Das Protokoll ist vollständig, lässt jedoch an visueller oder organisatorischer Übersichtlichkeit mangeln.

Das Protokoll ist umfassend, visuell übersichtlich und systematisch dargestellt.

2

7. Aktivität 7: Gestalte deinen eigenen „Planetenpass“

Titel der Aufgabe:
Entwerfen Sie Ihren eigenen „Planetenpass“

Lernziele

Verantwortungsvoller Konsum (SDG 12) und Stärkung der europäischen Solidarität: Das zentrale Ziel dieser Aktivität ist es, den Schülern bewusst zu machen, dass gemeinsame europäische Werte (z. B. Solidarität, Respekt vor der Umwelt) und das daraus resultierende verantwortungsvolle Konsumverhalten (die „Maßnahmen“) direkt zum Schutz des Planeten beitragen.

Abstimmung auf die SDGs

SDG 12: Verantwortungsvoller Konsum im Zusammenhang mit europäischer Solidarität

Verbindung zu den Werten und der Identität der EU

Solidarität

Alter/Stufe

Unterstufe (13–15)

Vorkenntnisse/Voraussetzungen

Die Schüler sollten SDG 12 und SDG 15 sowie die Begriffe Solidarität und Verschwendung kennen

Dauer

Gesamtzeit + Aufschlüsselung: 30 = 5 + 15 + 10

5 Minuten: Einführung in die Aktivität

15 Minuten: Zeichnen, Gestalten des Passes

10 Minuten: Präsentation

Gruppengröße und Gruppeneinteilung

Ganze Klasse/Paare/Gruppen zu 3–5; beachten Sie, wie die Gruppen gebildet werden (gemischte Leistungsstufen, Rollen).

Umfeld

Klassenzimmer

Materialien und Ressourcen

Materialien (Posterpapier, Filzstifte, Buntstifte oder Kugelschreiber), SDG- und Planeten-Aufkleber

, digitale Materialien (Google Sites, PowerPoint, Canva),

Einbindung der Gemeinschaft/Interessengruppen (optional)

NGOs, kommunale Behörden, lokale Unternehmen; Ansprechpartner und Rolle.

Barrierefreiheit und Inklusion

Kurze PowerPoint-Präsentation zu SDG 12 und SDG 15, eine Erläuterung von Maßnahmen im Zusammenhang mit europäischen Werten, Bereitstellung eines Musterpasses, Engagement (Mitbestimmung/Mitspracherecht).

Eine Erläuterung

 Dies ist eine interaktive/kreative Aufgabe: Die Schüler entwerfen und gestalten ihren eigenen „Planetenpass“.

• Ablauf:

1. Jeder erhält ein gefaltetes Stück Pappe (den Passumschlag).

2. Die Lehrkraft legt 3–4 zentrale europäische Werte fest (z. B. Respekt vor der Umwelt, Gleichheit, Solidarität). Jedem Wert wird ein SDG zugeordnet (z. B. Respekt vor der Umwelt $\ SDG 15: Leben an Land).

3. Die Schüler schreiben auf jede Innenseite einen Wert und das dazugehörige SDG.

4. Auf jede Seite zeichnen oder schreiben sie drei konkrete alltägliche Handlungen, die sie als verantwortungsbewusste europäische Bürger umsetzen werden. Dies sind die „Planetenvisa“.

Beispiel (Solidarität/SDG 12): 1. Ich werde mein kaputtes Spielzeug reparieren und es nicht wegwerfen.

2. Ich werde die Reste meines Snacks mit anderen teilen.

3. Ich prüfe vor dem Kauf, ob das Produkt aus der Region stammt.

5. Am Ende der Aufgabe präsentieren die Schüler ihre „Visa“ und erklären, warum gemeinsame europäische Werte (z. B. die Bedeutung von Reparieren statt Wegwerfen) zum Schutz des Planeten beitragen.

 

Bewertung

Formative Bewertung

Reflexion, Verknüpfung von Konzepten, Relevanz, emotionale Identifikation

Summative Bewertung (falls zutreffend)

Auf Papier oder in digitaler Form (z. B. Canva) erstellter Pass

Schüler

Selbstbewertung

 Selbstreflexion

Feedback von Mitschülern

Vorgehensweise: Es wäre gut, nachzufragen, ob die Schüler ihre Maßnahmen ernst nehmen, und sie zu fragen, ob sie diese tatsächlich eine gewisse Zeit lang umgesetzt haben.

Dokumentation, Belege und Nachbereitung

Zu sammelnde Belege

Fotos (mit Einwilligung), die ausgefüllten Pässe werden nach der Präsentation an der Klassenwand oder in einer digitalen Galerie auf der Schulhomepage, auf Facebook usw. ausgestellt.

Wirkungsnachverfolgung

Schnellindikatoren (Einstellungswandel, Wissenszuwachs, Reichweite in der Gemeinschaft). Optionale Vorher-Nachher-Fragen.

Verbreitung

Schulwebsite und Ausstellung im Klassenzimmer

Nächste Schritte

Mögliche Zusammenarbeit mit NGOs und Spendensammlungen

Reflexion der Lehrkraft

Was hat gut funktioniert und warum?

Was würde ich beim nächsten Mal anders machen?

Lernnachweis (Erfolgskriterien erfüllt?)

Inklusion und Wohlbefinden: Wer wurde (nicht) erreicht?

Partnerschaften und Gemeinschaft: Mehrwert geschaffen?



Abb. 3 Beispiel für einen „Planetary Passport“