3. Aktivität 3: Europäisches Blaues Labor SEA.UE

Titel der Aktivität:
Europäisches Blaues Labor 
SEA.UE

Lernziele

- Den Ozean als gemeinsames Gut (natürlich, kulturell und sozial) verstehen, das Nationen verbindet (europäisch);

- Die marine Biodiversität und die kulturelle Vielfalt der Menschen in Zusammenhang bringen und dabei die vielfältigen Nutzungen und Bedeutungen des Meeres (ökologisch, wirtschaftlich, energetisch, migrationsbezogen und symbolisch) anerkennen;

- Gemeinsam eine „Europäische Blaue Charta“ erarbeiten, die die Werte der Nachhaltigkeit, Solidarität und ökologischen Gerechtigkeit zusammenfasst.

Abstimmung auf die SDGs

SDG 4 – Hochwertige Bildung (aktives, interdisziplinäres Lernen auf der Grundlage sensorischer Erfahrungen);

SDG 14 – Leben unter Wasser (Erhaltung mariner und Küstenökosysteme);

SDG 16 – Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen (Reflexion über Gerechtigkeit und gemeinsame Verantwortung)

Verbindung zu den Werten und der Identität der EU

Zusammenarbeit, Solidarität und Pluralismus: das Meer, das verschiedene Kulturen verbindet;

Nachhaltigkeit – eine wissenschaftliche und ethische Vision zum Schutz gemeinsamer natürlicher und sozialer Ressourcen;

Alter/Stufe

Oberstufe der Grundschule (10–12) / Unterstufe der Sekundarstufe (13–15)]

Vorkenntnisse/Voraussetzungen

- Grundbegriffe der marinen Ökosysteme und der geografische Lage der europäischen Meere;

 - Nachhaltigkeit – wissenschaftliche und ethische Perspektiven zu Umweltfragen, Migration und Interkulturalität;

Dauer

90 Minuten (oder 45 Minuten + 45 Minuten)

Gruppengröße und Gruppeneinteilung

- Gruppen von 4–6 (Schüler*innen)

- 2 Lehrkräfte (Moderator*innen – Naturwissenschaften sowie Sozial- und Geisteswissenschaften)

Umfeld

- Klassenzimmer (wenn möglich, Naturwissenschafts-/Biologielabor);

- Wenn möglich, Außenbereich (Strand)

Materialien & Ressourcen

Physische Materialien: Flaschen mit Meerwasser, Sand, getrockneter Seetang; Pappe, Filzstifte, A4-/A3-Blätter für die „Blue Card“;

Digitale Materialien: Tablet (Tonaufnahmen von Naturgeräuschen und der Nutzung des Ozeans; europäische digitale Meeresbeobachtungsplattformen – Copernicus Marine Service; Europäischer Meeresatlas); Kamera (Videoaufnahmen und Fotos)

Einbindung der Gemeinschaft/Interessengruppen (optional)

Mögliche Partnerschaften mit Naturkundezentren, Schifffahrtsmuseen, Umwelt-NGOs oder lokalen Behörden mit Projekten zur Meeresbildung;

Barrierefreiheit und Inklusion

- Für alle Schüler*innen zugänglich, mit vielfältigen Reizen (visuell, auditiv, taktil, verbal).

Beschreibung

Das Klassenzimmer wird in ein „European Blue Laboratory“ (SEA.UE) verwandelt. In einer immersiven Unterrichtseinheit stellen sich die Schüler*innen vor, der Ozean sei ihr Lehrer, und fragen: „Was würde er uns über Europa erzählen?“

Die Schüler*innen erkunden den Zusammenhang zwischen der biologischen Vielfalt und der Vielfalt der Kulturen sowie der Nutzung des Ozeans durch den Menschen (Nahrung, Energie, Freizeit, Verkehrswege und Zuflucht).

Während sie diese Nutzungsformen diskutieren, erkunden sie die Geräusche, Texturen und Gerüche des Ozeans und halten Ideen fest, die zu den Schlüsselthemen ihrer „Europäischen Blauen Charta“ werden. Dieses Dokument soll die Bedeutung des Ozeans für die Europäische Union als Raum für Gerechtigkeit, Solidarität und eine nachhaltige Zukunft vermitteln.

Bewertung

Formative Bewertung

- Kontinuierliche Beobachtung während der sensorischen Erkundung und der Gruppenarbeit mit Schwerpunkt auf Beteiligung, Zusammenarbeit und aktivem Zuhören;

- Gemeinsame Ideentafel;

- Vorschläge aus der „Europäischen Blauen Charta“;

Summative Bewertung (falls zutreffend)

Konzept/Botschaft; Deutlichkeit des Zusammenhangs zwischen Wissenschaft und Kultur; Vermittlung europäischer Werte und des Konzepts der „Blue Justice“.

Schüler*innen

Selbstbewertung

Was habe ich gelernt? Habe ich kreative und realistische Lösungen für die Herausforderungen vorgeschlagen? Was soll anderen in unserer „Blue Charter“ besonders auffallen?

Feedback von Mitschüler*innen

Zwei Sterne und ein Wunsch

Dokumentation, Belege und Nachbereitung

Zu sammelnde Belege

- Karten, Diagramme, Haftnotizen, Zeichnungen, die den Denkprozess und die Strukturierung von Ideen dokumentieren;

- Tonaufzeichnung der „Blue Sound Card“ (Audio- oder Videodatei).

Nachverfolgung der Auswirkungen

Anzahl und Qualität der Vorschläge;

Verbreitung

- Verbreitung der „Blue Sound“-Charta auf schulischen Plattformen

- Unterstützung durch Radiosender und soziale Netzwerke der Schulen;

Nächste Schritte

- Europäisches Archiv der „Blue Sound Letters“, in dem Produktionen der Partnerschulen zusammengetragen werden.

Reflexion der Lehrkräfte

Was hat gut funktioniert und warum?

Waren die Rollen innerhalb der Teams klar definiert und haben sie gut funktioniert?

Haben sich alle Schüler*innen sinnvoll eingebracht?

Konnten die Schüler*innen über die Dimensionen „Ich, Schule, Gemeinschaft“ reflektieren?

Partnerschaften und Gemeinschaft: Mehrwert?