8. Gemeinsames Projekt 2: Solidaritätskampagne für die Gemeinschaft | Gemeinsam in Krisenzeiten

Lernziele

  • Verstehen, warum Solidarität in Krisen wichtig ist. 
  • Herausfinden, wie europäische Bürger*innen Menschen unterstützen, die besonders Hilfe brauchen. 
  • Gemeinsam eine Kampagne gestalten, die über ein gesellschaftliches Thema informiert. 

Bezug zu den Nachhaltigkeitszielen (SDGs)

Wichtigstes Nachhaltigkeitsziel
  • SDG 11 – Nachhaltige Städte und Gemeinden 

Weitere passende Nachhaltigkeitsziele
  • SDG 3 – Gesundheit und Wohlergehen 

  • SDG 10 – Weniger Ungleichheiten 

  • SDG 16 – Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen

Bezug zu Werten & Identität der EU

  • Solidarität und Zusammenhalt in schwierigen Zeiten
  • Achtung der Menschenwürde 
  • Aktive demokratische Mitbestimmung 
  • Inklusion und Unterstützung für Menschen, die besonders Hilfe brauchen

Alter/Stufe

Sekundarstufe I – 13 bis 16 Jahre

Vorwissen/Voraussetzungen

Grundwissen über Bürgerschaft, Teamarbeit und Unterstützungsangebote in der Gemeinschaft.

Dauer

Insgesamt: 90–120 Minuten

Gruppengröße & Gruppeneinteilung

20–30 Schüler*innen, aufgeteilt in 4–5 Gruppen mit je 4–6 Personen

Ort

Klassenraum, Computerraum oder Schulgelände

Materialien & Quellen

  • Plakatpapier 
  • Marker und Buntstifte 
  • Internetzugang (freiwillig) 
  • Ausgedruckte Beispiele, wie in Krisen geholfen wurde 
  • Beamer oder Smartboard

Einbindung der Gemeinde/von Partnern (freiwillig)

Eine Person von einer Nichtregierungsorganisation aus der Gegend, eine*n Freiwillige*n vom Roten Kreuz oder eine wichtige Person aus der Gemeinde einladen, um darüber zu sprechen, wie eine Gemeinschaft Krisen gemeinsam meistert.

Barrierefreiheit & Inklusion

  • Gemischte Gruppen mit Schüler*innen, die unterschiedlich stark sind 
  • Die Schüler*innen bekommen verschiedene Rollen (Vortrag, Gestaltung, Recherche, Schreiben) 
  • Vereinfachte Arbeitsanweisungen 
  • Bildmaterial für Lernende, die zusätzliche Unterstützung brauchen

Beschreibung

Die Schüler*innen gestalten gemeinsam eine „Solidaritätskampagne“ zu einer Krise, zum Beispiel einer Pandemie, einer Überschwemmung, Migration oder Lebensmittelknappheit. Die Gruppen recherchieren, wie Gemeinschaften in Europa in Notlagen zusammengehalten und Verantwortung übernommen haben.

Jede Gruppe erstellt:

  • Plakate, die informieren und aufmerksam machen 

  • Kurze Präsentationen 

  • Ideen, wie man sich in der Gemeinschaft gegenseitig helfen kann 

  • Vorschläge für Aktionen an der Schule 

Zum Schluss gibt es einen „Solidaritätsmarkt“, auf dem die Gruppen ihre Kampagnen den Mitschüler*innen vorstellen.

Bewertung

Begleitende Bewertung

Die Lehrkraft beobachtet:

  • die Zusammenarbeit in der Gruppe 

  • Beteiligung 

  • Kreativität 

  • ob die Begriffe zu Gesellschaft und Bürgerschaft richtig verwendet werden

Abschließende Bewertung (falls gewünscht)

Die Gruppen geben ab:

  • Kampagnenplakat oder Folienpräsentation 

  • Kurzer Bericht zum Nachdenken (5–8 Sätze)

Selbsteinschätzung

der Schüler*innen

„Eine Sache, die ich über Solidarität gelernt habe, ist …“ 

„Eine Sache, die ich in meiner Gemeinschaft tun kann, ist …“

Rückmeldung der Mitschüler*innen

Die Schüler*innen füllen Feedbackkarten aus:

  • Eine Stärke 

  • Ein Verbesserungsvorschlag 

  • Eine Frage zum Projekt

Dokumentation, Nachweise & nächste Schritte

Was gesammelt wird

  • Fotos der Kampagnenplakate 
  • Gruppenpräsentationen 
  • Blätter zum Nachdenken 
  • Feedbackkarten der Mitschüler*innen

Wirkung beobachten

  • Beobachten, ob die Schüler*innen später bei gesellschaftlichen Aktivitäten mitmachen 
  • Darauf achten, wie bewusst den Schüler*innen die Themen Solidarität und Zusammenhalt in Krisen sind 

Ergebnisse teilen

  • Plakate am Schwarzen Brett der Schule aufhängen 
  • Ergebnisse bei einer Schulversammlung vorstellen 
  • Ausgewählte Projekte auf den Social-Media-Seiten der Schule veröffentlichen

Nächste Schritte

Die Schüler*innen erstellen:

  • ein kurzes Video, das informiert und aufmerksam macht 

  • eine „Solidaritäts-Charta“ für die Schule 

  • eine Spenden- oder Sammelaktion

Nachdenken für Lehrkräfte

  • Haben die Schüler*innen verstanden, warum Solidarität wichtig ist? 

  • Bei welchen Aktivitäten haben die Schüler*innen am meisten mitgemacht? 

  • Waren alle Schüler*innen aktiv beteiligt? 

  • Wie lässt sich dieses Projekt mit Gesellschaftslehre oder Informatik verbinden?