5. Aktivität 5: „Lärmjäger“

Titel der Aktivität:
Lärmjäger

Lernziele

-            Sensibilisierung für ein nachhaltiges Schulumfeld;

-            Förderung der Zusammenarbeit, des kritischen Denkens und der praktischen Forschungskompetenzen der Schüler durch das Durchführen von Messungen und das Ziehen von Schlussfolgerungen

Zuordnung zu den SDGs

SDG 11 – Nachhaltige Städte und Gemeinden;

SDG 3 – Gesundheit und Wohlergehen

Verbindung zu den Werten und der Identität der EU

Verantwortung und Solidarität, Werte des Umweltschutzes und der Nachhaltigkeit, Menschenwürde und Gesundheitsversorgung, kulturelle und soziale Verantwortung für das Gemeinwohl, kritisches, evidenzbasiertes Denken.

Alter/Stufe

Unterstufe der Sekundarstufe (10–13)

Vorkenntnisse/Voraussetzungen

Die Schüler verfügen über Grundkenntnisse zu Lärm und dessen Auswirkungen auf die Gesundheit, können digitale Messgeräte bedienen, kennen den Grundriss der Schule, wissen, wie man Daten sammelt und vergleicht, und arbeiten sicher und verantwortungsbewusst in Gruppen. Sie verfügen über ein erstes Verständnis der Ziele für nachhaltige Entwicklung – sie wissen, dass eine ruhigere Umgebung zu SDG 3 (Gesundheit und Wohlergehen) und SDG 11 (Nachhaltige Gemeinschaften) beiträgt und dass jedes Mitglied der Gemeinschaft durch sein Verhalten zu einer nachhaltigen Umwelt beitragen kann.

Dauer

45’ (Einführung – 10 Min.; Praktische Übung: Messung der Lärmpegel und Aufzeichnung der Ergebnisse – 20 Min.; Analyse und Diskussion der Ergebnisse – 10 Min.; Schlussfolgerungen ziehen und Empfehlungen aussprechen – 5 Min.).

Gruppengröße und Gruppeneinteilung

Gruppen von 4–5 Schülern.

Umfeld

Innen- und Außenbereiche der Schule.

Materialien und Ressourcen

Smartphones mit Dezibel-Mess-Apps (z. B. „Sound Meter“, „Decibel X“ usw.), Tabellen zur Datenerfassung, ausgedruckte Lagepläne der Schule für den Innen- und Außenbereich, farbige Marker, Bleistifte oder Filzstifte zum Markieren von Lärmzonen.

Einbeziehung der Gemeinschaft/Interessengruppen (optional)

Die Ergebnisse der Aktivität können an den Anschlagtafeln der Schule, auf der Website und in sozialen Medien veröffentlicht sowie bei Gemeinschaftsveranstaltungen vorgestellt werden.

Barrierefreiheit und Inklusion

Die Gruppen werden gemischt zusammengestellt, um die Zusammenarbeit zwischen Schülern mit unterschiedlichen Fähigkeiten zu fördern und sicherzustellen, dass sich jeder sinnvoll beteiligen kann. Innerhalb jeder Gruppe können den Schülern klare Rollen zugewiesen werden: ein Messspezialist, der für die Ermittlung der Lärmpegel zuständig ist; ein Datenerfasser, der die Messergebnisse protokolliert; ein Analyst, der die Daten auswertet und Lärm Muster identifiziert; sowie ein Sprecher, der die Schlussfolgerungen und Empfehlungen der Gruppe der Klasse vorstellt.

Beschreibung

Die Schüler messen den Lärmpegel an verschiedenen Orten innerhalb und außerhalb der Schule mithilfe von Dezibel-Mess-Apps auf ihren Smartphones. Die Lärmintensität wird im Klassenzimmer, in den Fluren, in der Cafeteria, auf dem Schulhof und auf der Straße in der Nähe der Schule erfasst. Die Ergebnisse werden systematisch in Datenerfassungstabellen eingetragen, in denen der Messort, die Uhrzeit und der Lärmpegel in Dezibel angegeben werden. Die gesammelten Daten werden anschließend auf den Schulplan übertragen, wobei die Lärmpegel durch einen übersichtlichen Farbcode gekennzeichnet werden (z. B. grün – geringer Lärm, gelb – mittlerer Lärm, rot – hoher Lärm).

Bei der Auswertung der Ergebnisse vergleichen die Schüler*innen die Lärmpegel in verschiedenen Bereichen, diskutieren die Ursachen und reflektieren die Auswirkungen auf Gesundheit, Wohlbefinden und Lernqualität. In den Diskussionen wird der Zusammenhang mit den SDGs 3 und 11 hervorgehoben und die Bedeutung eines gesunden, sicheren und nachhaltigen Schulumfelds betont. Auf der Grundlage der gesammelten Daten und der visuell dargestellten Lärmkarte formulieren die Schüler fundierte Empfehlungen zur Lärmreduzierung und zur Verbesserung der Umwelt und stärken so ihr Verantwortungsbewusstsein und ihr aktives Engagement in der Schulgemeinschaft.

Bewertung

Formative Beurteilung

-            Das Engagement und die Zusammenarbeit der Schüler*innen werden beobachtet.

-            Die Genauigkeit bei der Verwendung von Messgeräten und der Datenerfassung wird bewertet.

-            Während der Aktivität wird mündliches Feedback gegeben.

Summative Bewertung (falls zutreffend)

Die endgültige Lärmkarte und die Genauigkeit der Daten werden bewertet.

Die formulierten Schlussfolgerungen und Empfehlungen werden bewertet.

Die Fähigkeit, die Auswirkungen von Lärm auf Gesundheit und Umwelt zu erklären, wird bewertet.

Schüler

Selbstbewertung

Die Schüler*innen reflektieren ihren Beitrag zur Gruppenarbeit.

Sie ermitteln, was sie gelernt haben und was ihnen am besten gelungen ist.

Sie überlegen, was sie beim nächsten Mal verbessern könnten.

Feedback von Gleichaltrigen

„Früher dachte ich …, jetzt verstehe ich …“

„Was mich am meisten überrascht hat, war …, weil …“

„Ich habe gelernt, dass Lärm …“

„Mir ist aufgefallen, dass an unserer Schule …“

„Das nächste Mal möchte ich mich verbessern …“

„Die wichtigste Erkenntnis, die ich gewonnen habe, ist …“

„Bei dieser Aktivität habe ich mich gut geschlagen…, weil…“

„Ich kann zu einem ruhigeren Schulklima beitragen, indem ich …“

Dokumentation, Belege und Nachbereitung

Zu sammelnde Belege

Lärmmesstabellen und die Lärmkarte der Schule.

Zusammenfassung der Schlussfolgerungen und Empfehlungen der Schüler.

Visuelle Darstellungen der Karten, angepasst für Anschlagtafeln oder digitale Plattformen.

Nachverfolgung der Auswirkungen

-            Reflexionen der Schüler*innen zu Veränderungen der Lärmpegel und zu ihren eigenen Beiträgen.

-            Regelmäßige Lärmpegelmessungen an denselben Standorten und Vergleich der Ergebnisse.

-            Rückmeldungen aus der Schulgemeinschaft (Kommentare, Beobachtungen).

-            Beobachtete mögliche Veränderungen in der Umgebung oder im Verhalten in den lautesten Bereichen.

Verbreitung

Präsentation der Ergebnisse am schwarzen Brett der Schule und auf der Website.

Veröffentlichung in sozialen Medien oder auf der virtuellen Plattform der Schule.

Präsentation vor dem Schulrat oder Vertretern der Kommunalverwaltung (z. B. Fachleuten für öffentliche Gesundheit).

Nächste Schritte

Wiederholung der Lärmmessungen in einer anderen Jahreszeit oder unter anderen Umgebungsbedingungen.

Ausweitung der Aktivität auf andere Klassen oder Start einer Schulkampagne „Leisere Schule“.

Verbinden Sie die Aktivität mit dem Kunstunterricht, indem Sie Plakate zum Thema nachhaltige und gesunde Umwelt gestalten.

Integrieren Sie weitere SDGs (z. B. SDG 12 – Verantwortungsvoller Konsum) in zukünftige Aktivitäten.

Reflexion der Lehrkraft

– Was ist gut gelaufen und warum?

– Was würde ich beim nächsten Mal anders machen?

– Lernergebnisse (wurden die Erfolgskriterien erfüllt?)

-Inklusion und Wohlbefinden: Was wurde (nicht) erreicht?

– Partnerschaften und Gemeinschaft: Welcher Mehrwert wurde geschaffen?