Lernmaterial
3. Aktuelle Herausforderungen der EU
3.5. Klimawandel und die grüne Wende
Der Klimawandel ist ein globales Thema und zugleich ein Problem jedes einzelnen Landes:
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Die EU erkennt die dringende Notwendigkeit an, der globalen Erwärmung entgegenzutreten.
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Die globale Erwärmung hat erhebliche Auswirkungen auf das Weltklima und die Artenvielfalt und stellt eine Bedrohung für die Menschen dar.
So ist beispielsweise der Agrarsektor von den sich ändernden Wetterbedingungen betroffen:
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Dürren
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Ernährungsunsicherheit
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Überschwemmungen und Hitzewellen
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Anstieg des Meeresspiegels durch schmelzende Gletscher (riesige Eismassen)
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bedroht die Arbeitsplätze von Millionen von Landarbeitern
Die EU verfügt über die Verantwortung, die Position, die Macht und die Ressourcen, um Einfluss auf den Klimawandel zu nehmen:
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Die EU kann globale Wirtschaftsstrukturen verändern, die der Umwelt schaden.
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Die EU hat das Potenzial, ein nachhaltigeres Wirtschaftsmodell mitzugestalten, das die Umwelt schützt.
Der Klimawandel ist eine Umweltkrise und eine politische sowie wirtschaftliche Herausforderung für die EU:
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Einerseits hat die EU mit dem Europäischen Grünen Deal grüne Ziele, um Klimaneutralität zu erreichen.
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Andererseits sieht sich die EU weltweit mit einem Mangel an Rohstoffen wie Lithium, Grafit und Kobalt konfrontiert.
Der ökologische Wandel offenbart Spaltungen zwischen den Mitgliedstaaten:
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Unterschiedliche sozioökonomische Strukturen führen zu ungleichen Fortschritten und einer ungleichen Lastenverteilung.
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Diese Ungleichgewichte bedrohen den Zusammenhalt der EU.
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Europäische Landwirte stehen unter dem Druck des Wettbewerbs und globaler Handelsabkommen.
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Viele Landwirte fühlen sich ausgeschlossen, was zu Unmut und Unruhen in der Gesellschaft führt.
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Die EU muss sorgfältige Entscheidungen über den ökologischen Wandel treffen, um Einheit und Autonomie zu schützen.
„Dekarbonisierung“: Das Hauptziel für eine nachhaltige Energiezukunft ist die Reduzierung der CO₂-Emissionen.
„Klimaneutraler Kontinent“: Heute ist die EU entschlossen, bis 2050 der erste „klimaneutrale Kontinent“ zu werden.
Um dies zu erreichen, bedeutet der ökologische Wandel, sich von einigen traditionellen Rohstoffen abzuwenden und neue Materialien zu nutzen, die üblicherweise auf anderen Märkten zu finden sind.
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Europa will die Abhängigkeit von externen Energielieferanten verringern und stattdessen eigene erneuerbare Energiequellen nutzen.
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Gleichzeitig gehen die europäischen Investitionen in Bergbau und Rohstoffgewinnung in Ländern des Globalen Südens weiter.
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Um eine kohlenstoffarme Wirtschaft zu erreichen, liegt der Schwerpunkt auf Investitionen in lithiumreiche Gebiete.
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Die negativen Umweltauswirkungen der großflächigen Rohstoffgewinnung in den Herkunftsländern dürfen nicht ignoriert werden.
Das Beispiel der Lithiumgewinnung:
In Lateinamerika führte die Lithiumgewinnung zu Wasserknappheit, Umweltverschmutzung, Schäden an lokalen Ökosystemen und der Vertreibung lokaler Gemeinschaften.
Es ist notwendig, dass die EU sich darauf konzentriert, Lösungen für ökologische Herausforderungen zu bieten, anstatt die Probleme in andere Regionen zu verlagern oder zu übertragen. Es ist auch notwendig, dass die EU dabei soziale Gerechtigkeit in den Mittelpunkt stellt und kein System schafft, in dem wohlhabende Einzelpersonen und Nationen den Planeten weiter verschmutzen dürfen, während weniger wohlhabende Menschen und Frauen am Ende die Aufräumarbeiten übernehmen müssen.
Innerhalb der EU gibt es Unterschiede zwischen den Mitgliedstaaten hinsichtlich der grünen Wende.
Einige Länder in der EU könnten größere Schwierigkeiten haben, ihre traditionellen Energieversorgungsketten an die heutigen grünen Ziele anzupassen. Beispielsweise sind einige Volkswirtschaften stärker von fossilen Brennstoffen abhängig als andere. Viele haben auch weniger Zugang zu moderner, klimafreundlicherer Technologie. Auch werden Familien mit geringerem Einkommen stärker von steigenden Energiepreisen betroffen sein. Und auch sind bestimmte Wirtschaftssektoren stärker von Maßnahmen wie CO2-Steuern betroffen als andere.
So entsteht unter betroffenen Bürger*innen eine Unzufriedenheit gegenüber bestimmer politischen Maßnahmen, die zwar auf den Umweltschutz abzielen, aber ihre konkrete Situation nicht ausreichend berücksichtigen. Hierbei hilft insbesondere die Inklusion dieser Bürger*innen in die politische Diskussion, um die Entscheidungen nachvollziehbar zu machen, oder gemeinsame Lösungen zu finden. Der Übergang zu grüneren Zielen muss Schritt für Schritt erfolgen und die die Bürger*innen in jeder Region berücksichtigen und inkludieren.
Zusammenfassend lässt sich sagen:
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Die EU steht unter Druck, Maßnahmen zu ergreifen, um zu verhindern, dass sich der Klimawandel weiter verschärft und noch stärkere Auswirkungen auf ihre Bürger*innen hat.
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Klimamaßnahmen werden von politischen, globalen und wirtschaftlichen Faktoren beeinflusst.
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Die Klimakrise bietet Chancen für neue Formen der Zusammenarbeit innerhalb der Union.
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Der Erfolg der EU-Klimapolitik hängt davon ab, dass die Mitgliedstaaten gemeinsam Verantwortung übernehmen, um der Klimakrise gemeinsam zu begegnen.
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Durch die Verfolgung eines gemeinsamen politischen Kurses kann die EU eine führende Rolle bei den weltweiten Bemühungen zum Schutz der Umwelt übernehmen.