Lernmaterial
2. Welche Herausforderungen führten zur Gründung der EU?
Die EU wurde als Lösung für Herausforderungen gegründet, denen sich die Mitgliedstaaten stellen mussten, insbesondere um einen dauerhaften Frieden in Europa zu schaffen. Der Erste und der Zweite Weltkrieg verursachten Zerstörung und Spaltung unter den europäischen Staaten. Der Zweite Weltkrieg zeigte, wie gewalttätige und katastrophale Folgen Konflikte und Diskriminierung für das Leben der Menschen haben und wie gefährlich es ist, wenn eine Regierung ihre Bürger*innen nicht schützt, sondern sie aufeinander hetzt, sie ausgrenzt, und schlussendlich, sie selbst zum Feind macht.
Nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs standen die Staaten Europas vor zwei zentralen Fragen:
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Wie kann sich Europa wieder aufbauen?
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Wie kann Europa verhindern, dass Krieg und Zerstörung in Zukunft jemals wieder geschehen?
Die europäischen Länder erkannten, dass ein wirtschaftlicher Wiederaufbau und eine Zukunft mit Frieden und Sicherheit für alle nur erreicht werden kann, wenn sie zusammenarbeiten. Dies war ein gemeinsames Ziel.
In diesem Sinne starteten sechs Länder – Belgien, Frankreich, Deutschland, Italien, Luxemburg und die Niederlande – ein gemeinsames Wirtschaftsprojekt.
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Im Jahr 1951 gründeten sie die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl und brachten damit Schlüsselbranchen für das Wirtschaftswachstum zusammen: Dieser Plan sollte ein Abkommen zwischen den europäischen Ländern für wirtschaftlichen Frieden sein.
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Neben anderen Verträgen stärkte der Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft von 1957 ihr Bündnis.
Nach der Weiterentwicklung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft verlagerte sich der Schwerpunkt: Die Menschen waren nicht mehr nur Bewohner der Mitgliedstaaten, sondern sie wurden zu Bürger*innen mit Rechten.
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1986 verabschiedete die EU die Einheitliche Europäische Akte. Die Länder der EU begannen, nicht nur bei wirtschaftlichen Zielen zusammenzuarbeiten, sondern auch in neuen Bereichen: Soziales, Technologie, Umweltschutz.
Ihr Ziel war es, ein geeintes und demokratischeres Europa zu schaffen, das allen Europäer*innen Frieden und Stabilität bietet.
Heute umfasst die EU 27 Länder und 24 Amtssprachen. Sie ist ein politischer Akteur, der die Menschenrechte schützt und daran arbeitet, Lösungen für globale Herausforderungen zu finden.