4. Aktivität 4: Group Presentation: Gruppenpräsentation: „Wie können wir sicher und verantwortungsbewusst in der digitalen Welt verhalten?“

Titel der Aktivität:
Gruppenpräsentation: „Wie können wir sicher und verantwortungsbewusst
in der digitalen Welt verhalten?“

Lernziele

Die Schüler werden:

• die wichtigsten Chancen und Risiken des Online-Lebens erkennen.

•erfahren, wie sich digitales Verhalten auf die Privatsphäre, das psychische und physische Wohlbefinden sowie demokratische Prozesse auswirkt.

•arbeiten in Gruppen daran, praktische Tipps zur Online-Sicherheit zu erstellen und zu präsentieren.

•über die Rolle von EU-Initiativen zum Schutz digitaler Rechte nachdenken.

Abstimmung auf die SDGs

•SDG 4 – Hochwertige Bildung (digitale Kompetenz)

•SDG 16 – Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen (verantwortungsbewusste Online-Teilnahme)

Verbindung zu den Werten und der Identität der EU

•Freiheit – Verantwortung – Respekt – Demokratie

•Die Schüler lernen, dass verantwortungsbewusstes Online-Verhalten demokratische Werte und die gemeinsame europäische Bürgerschaft fördert.

Alter/Stufe

13–16 Jahre (untere oder obere Sekundarstufe)

Vorkenntnisse/Voraussetzungen

Grundlegende digitale Kompetenz – Nutzung sozialer Medien, Verständnis für Online-Risiken (Datenschutz, Falschinformationen, Cybermobbing).

Dauer

Gesamtdauer: 45 Minuten

Phase

Zeit

Beschreibung

1. Einführung und Kontext

5 Min.

Die Lehrkraft stellt das Thema vor: „Digitale Bürgerschaft bedeutet, Technologie sicher, fair und verantwortungsbewusst zu nutzen.“ Präsentiert ein kurzes Informationsblatt der EU zur digitalen Sicherheit (siehe unten oder alternativ ein eigenes).

2. Gruppenbildung und Aufgabenbesprechung

5 Min.

Teilt die Klasse in 3–5 Kleingruppen ein. Jede Gruppe erhält ein anderes Thema zur Online-Sicherheit (siehe unten). Erklären Sie, dass sie eine 3-minütige Gruppenpräsentation mit einer visuellen Hilfe (Poster, Folie oder kurzes Rollenspiel) vorbereiten sollen.

3. Gruppenarbeit und Vorbereitung

20 Min.

Die Gruppen besprechen ihr Thema anhand des Informationsblatts und der Stichwortkarten. Sie bereiten ihre Kurzpräsentationen vor. Die Lehrkraft unterstützt die Gruppen und sorgt für Inklusion (jeder hat eine Aufgabe).

4. Gruppenpräsentationen

10 Min.

Jede Gruppe hält eine 2–3-minütige Präsentation. Die Mitschüler machen sich kurze Notizen zu „einer Sache, die ich gelernt habe“.

5. Reflexion und Zusammenfassung

5 Min.

Die Lehrkraft fasst zusammen: „Bei der Online-Sicherheit geht es darum, uns selbst und andere zu schützen.“ Die Schüler*innen teilen ihre wichtigste Erkenntnis oder einen persönlichen Tipp für sichereres Online-Verhalten mit.

Gruppengröße und Gruppeneinteilung

• 15–30 Schüler

• Gruppen von 4–6 Schülern. Jede Gruppe hat bestimmte Rollen: Sprecher, Schreiber, Gestalter, Rechercheur, Zeitnehmer.

Umfeld

Klassenzimmer

Materialien und Ressourcen

• EU-Informationsblatt zur digitalen Sicherheit (unten)

• Stichwortkarten zu den Gruppenthemen (unten)

• Papier, Filzstifte oder digitale Folien als visuelle Hilfsmittel

• Beamer oder Whiteboard für kurze Zusammenfassungen

• Optional: QR-Code zur Website des EU-Aktionsplans für digitale Bildung

Einbeziehung der Gemeinschaft/Interessengruppen (optional)

Lokale oder regionale NGOs, die im Bereich digitale Sicherheit tätig sind

Barrierefreiheit und Inklusion

Visuelle und mündliche Anweisungen werden bereitgestellt.

Satzanfänge und flexible Rollenverteilung für vielfältiges Lernen.

Möglichkeit, die Teilnahme aufzuzeichnen, anstatt live zu sprechen.

Beschreibung

Die Schüler arbeiten in kleinen Gruppen, um wichtige Themen der digitalen Bürgerschaft zu erörtern, wie zum Beispiel Online-Datenschutz, Desinformation, Cybermobbing und digitales Wohlbefinden. Jede Gruppe erhält ein Thema und bereitet eine kurze, kreative Präsentation (Poster, Mini-Folien oder Rollenspiel) vor, in der praktische Tipps und Beispiele aus dem Alltag für sicheres und respektvolles Online-Verhalten vorgestellt werden. Im Anschluss an die Präsentationen diskutiert die Klasse über die gewonnenen Erkenntnisse zu Verantwortung und digitalen Rechten als europäische Bürger, was schließlich in einer gemeinsamen Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse gipfelt, die in einer einheitlichen „Digitalen Klassencharta“ festgehalten werden.

Bewertung

Formative Bewertung

• Die Lehrkraft beobachtet die Zusammenarbeit in der Gruppe, die inhaltliche Richtigkeit und die Kreativität.

Summative Bewertung (falls zutreffend)

-

Selbst

Selbstbewertung

„Eine Sache, die ich über Europas Schritte in Richtung digitale Sicherheit gelernt habe …“

Feedback von Mitschülern

Jeder Schüler notiert eine nützliche Idee, die er von einer anderen Gruppe gehört hat. Die Nutzung einer digitalen Plattform – z. B. Mentimeter – wird empfohlen, um die gemeinsame Gestaltung weiter zu vertiefen.

Dokumentation, Belege und Nachbereitung

Zu sammelnde Belege

Bewahrt Gruppenplakate oder Folien als Belege auf.

Veröffentlicht Zusammenfassungen an der Tafel oder auf einer digitalen Plattform.

Wirkungsnachverfolgung

Haltet sichtbare Veränderungen fest – z. B. wenn Schüler mehr Selbstvertrauen beim öffentlichen Sprechen zeigen, in späteren Unterrichtsstunden ein gesteigertes digitales Bewusstsein an den Tag legen oder neue Initiativen ins Leben rufen, die durch die Präsentationen inspiriert wurden.

Verbreitung

Hängt die Zusammenfassung der Unterrichtsstunde an einer Wand in der Schule auf oder veröffentlicht sie auf der Website der Schule. Die Zusammenfassung kann zur Veröffentlichung an die EuroCivic Lab-Projektwebsite (eurociviclab.eu) und an Social-Media-Seiten gesendet werden – per E-Mail an foldrajz@uni-eszterhazy.hu

Nächste Schritte

Erstellen und verkündet eine „Digitale Klassencharta“ – 5 gemeinsame Regeln zur Online-Sicherheit.

Reflexion der Lehrkraft

Haben alle Schüler mitgemacht und Ideen eingebracht?

Welche Themen haben sie am meisten angesprochen?

Lassen sich hier Verbindungen zu den Fächern IKT, Ethik oder Sozialkunde herstellen, um fächerübergreifend zu arbeiten?

EU-Informationsblatt zur digitalen Sicherheit (schülerfreundliche Zusammenfassung)

 Was ist digitale Bürgerschaft?

Das bedeutet, sich sicher und verantwortungsbewusst in der digitalen Welt zurechtzufinden, und es ermutigt uns, aktiv und freundlich an diesen Räumen teilzunehmen.

 

Warum das wichtig ist:

●      Das Internet ermöglicht es Menschen, miteinander in Kontakt zu treten, kann aber auch zur Verbreitung von Falschinformationen und Hassreden führen und Risiken für personenbezogene Daten bergen.

●      Die EU schützt ihre Bürger durch das Gesetz über digitale Dienste (um Plattformen sicherer zu machen) und den Aktionsplan für digitale Bildung (https://education.ec.europa.eu/focus-topics/digital-education/actions).

●      Online-Sicherheit und Datenschutz sind für alle gewährleistet, doch gleichzeitig trägt jeder Bürger die Verantwortung dafür, Inhalte wohlüberlegt zu teilen oder zu veröffentlichen.

 

Größte Herausforderungen:

●      Fehlinformationen – gefälschte oder voreingenommene Informationen verbreiten sich schnell.

●      Datenschutz – online geteilte personenbezogene Daten können missbraucht werden.

●      Cybermobbing – Beleidigungen oder Ausgrenzung im Internet schaden der psychischen Gesundheit.

●      Digitale Sucht – zu viel Zeit vor dem Bildschirm beeinträchtigt die Konzentrationsfähigkeit und das Wohlbefinden.

●      Digitale Kluft – nicht jeder hat den gleichen Zugang oder die gleichen Fähigkeiten.

Stichwortkarten – Gruppenthemen

Jede Gruppe erhält 1 Themenkarte, um eine kurze Präsentation mit Beispielen und 3 wichtigen Tipps vorzubereiten.

 

• Gruppe 1 – „Bekämpfung von Falschinformationen“

Anregungen:

Wie können wir überprüfen, ob Informationen wahr sind?

Welche Tools oder Websites helfen dabei, Fake News zu erkennen?

Warum ist kritisches Denken wichtig für die Demokratie?

Beispiele: Faktencheck-Websites (EUvsDisinfo – https://euvsdisinfo.eu, Snopes – https://www.snopes.com/fact-check), Überprüfung von Quellen.

 

• Gruppe 2 – „Schutz personenbezogener Daten“

Fragen:

Welche Art von Daten geben wir täglich online preis?

Wie können wir Passwörter und Konten schützen?

Warum ist Datenschutz für die Freiheit wichtig?

Beispiele: Zwei-Faktor-Authentifizierung, Berechtigungen von Apps prüfen, Rechte gemäß DSGVO.

 

• Gruppe 3 – „Sich gegen Cybermobbing wehren“

Fragen:

Was gilt als Online-Mobbing?

Was solltest du tun, wenn du oder ein Freund gemobbt wird?

Wie kann Freundlichkeit die Online-Kultur verändern?

Beispiele: Meldefunktionen, Anti-Mobbing-Richtlinien der Schule, Unterstützung der Opfer.

 

• Gruppe 4 – „Bildschirmzeit und Wohlbefinden“

Fragen:

Wie können wir ein Gleichgewicht zwischen Online- und Offline-Leben herstellen?

Warum ist digitales Wohlbefinden wichtig für die Konzentrationsfähigkeit und den Schlaf?

Was hilft, eine übermäßige Nutzung zu vermeiden?

Beispiele: Festlegung von Bildschirmzeit-Limits, Pausen im Freien, gerätefreie Zonen.

 

• Gruppe 5 – „Gleicher Zugang für alle“

Fragen:

Warum ist der digitale Zugang ungleich verteilt?

Wie können die EU oder Schulen dazu beitragen, diese Kluft zu überbrücken?

Warum ist Inklusion wichtig für Fairness?

Beispiele: kostenlose WLAN-Zonen, digitale Schulungen, Unterstützung abgelegener Schulen.