Zusätzliche Materialien

Website: EuroCivic Lab Moodle
Kurs: Das EuroCivic Student Toolkit (DE)
Buch: Zusätzliche Materialien
Gedruckt von: Guest user
Datum: Freitag, 23. Oktober 2026, 21:55

1. Fallbeispiel 1 – Nachbarschaftshilfe mit Lebensmitteln während der COVID-19-Pandemie

Lernziele

  • Verstehen, wie Gemeinschaften in der COVID-19-Krise reagiert haben.
  • Beispiele für Solidarität und Zusammenhalt in Krisen in Europa erkennen.
  • Untersuchen, warum Unterstützungsangebote in der Gemeinschaft wichtig sind.

Bezug zu den Nachhaltigkeitszielen (SDGs)

Wichtigstes Nachhaltigkeitsziel
  • SDG 3 – Gesundheit und Wohlergehen 

Weitere passende Nachhaltigkeitsziele
  • SDG 10 – Weniger Ungleichheiten 

  • SDG 11 – Nachhaltige Städte und Gemeinden

Bezug zu Werten & Identität der EU

  • Solidarität und Zusammenhalt 
  • Achtung der Menschenwürde 
  • Verantwortung für die Gemeinschaft
  • Soziale Inklusion

Alter/Stufe

Sekundarstufe I – 13 bis 16 Jahre

Vorwissen/Voraussetzungen

Grundwissen über COVID-19 und über Hilfsangebote in der Gemeinschaft.

Dauer

Insgesamt: 60–90 Minuten

Gruppengröße & Gruppeneinteilung

Die Schüler*innen werden in Gruppen von 4–5 Personen aufgeteilt

Ort

Klassenraum oder Computerraum

Materialien & Quellen

  • Ausgedruckte Blätter mit dem Fallbeispiel
  • Kurze Videoausschnitte oder Nachrichtenausschnitte
  • Plakatpapier und Marker
  • Arbeitsblätter zum Nachdenken

Einbindung der Gemeinde/von Partnern

Eine Pflegekraft oder eine*n Freiwillige*n aus der Gemeinde einladen, um über Erfahrungen vor Ort während der Pandemie zu sprechen.

Barrierefreiheit & Inklusion

  • Vereinfachte Lesetexte vorhanden 
  • Mit Bildmaterial und Fotos 
  • Gemischte Gruppen mit Schüler*innen, die unterschiedlich stark sind, werden empfohlen

Beschreibung

Die Schüler*innen untersuchen, wie Nachbarschaftsgruppen und Freiwillige in ganz Europa ältere Menschen und Menschen, die besonders Hilfe brauchten, während der COVID-19-Lockdowns unterstützt haben. Die Lernenden untersuchen Lieferdienste für Lebensmittel, Netzwerke von Freiwilligen und Angebote, die Menschen seelisch unterstützt haben.

Nützliche Links:

https://www.who.int/news-room/feature-stories/detail/city-volunteering-service-keeps-older-people-safe-in-%C5%82%C3%B3d%C5%BA-poland

https://www.local.gov.uk/our-support/coronavirus-council-information-and-support/covid-19-good-council-practice/covid-19

https://www.unesco.org/en/articles/caregiving-elderly-during-covid-19-crisis-youthofunesco-story-olga

https://time.com/5816650/italy-solidarity-coronavirus/

Die Gruppen besprechen:

  • warum Solidarität während der Pandemie wichtig wurde, 

  • wie Gemeinschaften Probleme gemeinsam gelöst haben, 

  • was sie daraus für ihre eigene Gemeinschaft lernen können. 

Die Schüler*innen gestalten ein „Aktionsplakat für Hilfe in der Gemeinschaft“, das zeigt, wie Bürger*innen in Krisen helfen können.

Bewertung

Begleitende Bewertung

Die Lehrkraft beobachtet die Beteiligung, die Gruppengespräche und wie gut die Schüler*innen verstehen, was Solidarität bedeutet.

Abschließende Bewertung

Die Gruppen geben ab:

  • eine kurze Zusammenfassung des Fallbeispiels, 

  • ihr Aktionsplakat. 

Selbsteinschätzung

der Schüler*innen

„Eine Sache, die ich über Solidarität gelernt habe, ist …“ 

„Eine Möglichkeit, wie ich anderen in Krisen helfen kann, ist …“

Rückmeldung der Mitschüler*innen

Die Schüler*innen geben Rückmeldung zu:

  • Stärken der Präsentationen 

  • kreativen Ideen 

  • Verbesserungsvorschlägen

Dokumentation, Nachweise & nächste Schritte

Was gesammelt wird

  • Plakate 
  • Blätter zum Nachdenken 
  • Notizen zu den Gruppenpräsentationen

Wirkung beobachten

  • Beobachten, ob die Schüler*innen bei späteren Hilfsaktionen in der Gemeinschaft mitmachen.

Ergebnisse teilen

Plakate am Schwarzen Brett in der Klasse oder auf den Social-Media-Kanälen der Schule zeigen.

Nächste Schritte

Eine Hilfs- oder Spendenaktion an der Schule organisieren.

Nachdenken für Lehrkräfte

  • Haben die Schüler*innen verstanden, welche Rolle Solidarität spielt? 

  • Welche Gespräche waren am spannendsten? 

  • Konnten die Schüler*innen das Gelernte mit ihrer eigenen Gemeinschaft verbinden? 

2. Fallbeispiel 2 – Willkommenszentren für Geflüchtete in ganz Europa

Lernziele

  • Verstehen, vor welchen Schwierigkeiten Geflüchtete und Vertriebene stehen.
  • Untersuchen, wie europäische Bürger*innen geflüchtete Menschen unterstützt haben.
  • Mitgefühl, Toleranz und Inklusion fördern.

Bezug zu den Nachhaltigkeitszielen (SDGs)

Wichtigstes Nachhaltigkeitsziel
  • SDG 10 – Weniger Ungleichheiten 

Weitere passende Nachhaltigkeitsziele
  • SDG 4 – Hochwertige Bildung 

  • SDG 16 – Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen

Bezug zu Werten & Identität der EU

  • Menschenrechte und Menschenwürde 

  • Gleichberechtigung und Inklusion 

  • Respekt vor Vielfalt 

  • Solidarität mit Menschen, die besonders Hilfe brauchen 

Alter/Stufe

Sekundarstufe I – 13 bis 16 Jahre

Vorwissen/Voraussetzungen

Grundwissen über Migration und Menschenrechte.

Dauer

Insgesamt: 90 Minuten

Gruppengröße & Gruppeneinteilung

Die Schüler*innen werden in Gruppen von 4–6 Personen aufgeteilt

Ort

Klassenraum oder Fachraum für Gesellschaftslehre.

Materialien

  • Geschichten von und Interviews mit Geflüchteten 
  • Ausgedruckte Karten und Fotos 
  • Flipcharts und Marker 
  • Internetzugang (freiwillig)

Einbindung der Gemeinde/von Partnern

Eine Person von einer Nichtregierungsorganisation oder eine Fachkraft aus der Unterstützung für Migrant*innen einladen, um mit den Schüler*innen zu sprechen.

Barrierefreiheit & Inklusion

  • Mit Bildmaterial, das beim Verstehen hilft 
  • Die Schüler*innen wählen ihre Rolle bei der Präsentation selbst 
  • Blätter mit vereinfachtem Wortschatz vorhanden

Beschreibung

Die Schüler*innen untersuchen Beispiele für Willkommenszentren für Geflüchtete, die in mehreren europäischen Ländern während humanitärer Krisen eingerichtet wurden. Sie finden heraus, wie Schulen, Nichtregierungsorganisationen und Freiwillige geflüchteten Familien Unterkunft, Bildung, Essen und seelische Unterstützung gegeben haben.

Nützlicher Link:

https://hias.org/hias-eu/welcome-circles-europe/

https://european-social-fund-plus.ec.europa.eu/en/social-innovation-match/case-study/garden-encounter

https://home-affairs.ec.europa.eu/projects/nicolina-humanitarian-and-social-assistance-centre_en

Die Gruppen bereiten vor:

  • einen „Willkommensleitfaden“ für neue Schüler*innen, 

  • Plakate für Inklusion und Toleranz, 

  • kurze Präsentationen darüber, wie Schulen Neuankömmlinge unterstützen können.

Bewertung

Begleitende Bewertung

Die Lehrkraft bewertet die Beteiligung, das Mitgefühl in den Gesprächen und die Zusammenarbeit.

Abschließende Bewertung

Die Gruppen geben ab:

  • Plakate zur Inklusion 

  • Kurze schriftliche Gedanken

Selbsteinschätzung

der Schüler*innen

„Eine Sache, die ich über Inklusion gelernt habe, ist …“ 

„Wie können Schulen einladender werden?“

Rückmeldung der Mitschüler*innen

Die Schüler*innen geben ihren Mitschüler*innen positive Rückmeldungen und Vorschläge.

Dokumentation, Nachweise & nächste Schritte

Was gesammelt wird

  • Plakate und Präsentationen 
  • Notizen zum Nachdenken 
  • Fotos von der Gruppenarbeit

Wirkung beobachten

Beobachten, ob sich das Miteinander und die Zusammenarbeit in der Klasse verbessern.

Ergebnisse teilen

Botschaften zur Inklusion im ganzen Schulgebäude aufhängen.

Nächste Schritte

Einen „Tag der Inklusion“ oder ein interkulturelles Fest an der Schule organisieren.

Nachdenken für Lehrkräfte

  • Haben die Schüler*innen Mitgefühl und Verständnis gezeigt? 

  • Konnten die Lernenden Fragen zur Migration mit den Werten der Bürgerschaft verbinden? 

3. Fallbeispiel 3 – Das geheime Leben unserer Brotdosen

Kurzbeschreibung

Bei dieser Aktivität werden die Schüler*innen zu „Nachhaltigkeits-Detektiv*innen“ und finden heraus, wie Snacks und Pausenbrote im Alltag die Umwelt belasten.

Die Schüler*innen verfolgen die Reise eines einzelnen Produkts (z. B. eines in Plastik verpackten Apfels oder eines Saftkartons) von der Herstellung bis zur Entsorgung.

Die Klasse untersucht den Müll im Essbereich und sortiert ihn in Kompost, Wertstoffe und „ewigen Müll“ (Mülldeponie). Wenn sichtbar wird, wie viel Plastik sich in einer Woche ansammelt, verbinden die Schüler*innen ihre Gewohnheiten mit den UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung 12 (Nachhaltiger Konsum und nachhaltige Produktion) und 14 (Leben unter Wasser).

Zum Abschluss gibt es für die ganze Schule die „Null-Müll-Pausenbrot-Challenge“. So lernen Kinder die Kreislaufwirtschaft auf verständliche Weise kennen.

Lernziele

• Die Abfallhierarchie verstehen: zwischen Vermeiden, Wiederverwenden und Recyceln unterscheiden und einschätzen, was am meisten bringt.

• In Zusammenhängen denken: den Lebensweg eines Produkts verfolgen und verstehen, wie Müll von hier die Ozeane und die Meerestiere auf der ganzen Welt beeinflusst.

• Verantwortung für die Gemeinschaft: einen praktischen Plan entwickeln und vorstellen, wie an der Schule weniger Plastik verbraucht wird.

Format/Link zur Quelle 

Interaktives Material: The World's Largest Lesson – Ziel 12

Empfohlener Einsatz


• Modul 4 – Unser Planet, unsere Verantwortung

• Aktion: eine „Müll-Galerie“ gestalten, in der die Schüler*innen aufschreiben, wie viele Jahre es dauert, bis verschiedene Arten von Müll zerfallen (z. B. eine Plastikflasche – 450 Jahre).

• Gespräch: Warum sind manche gesunden Lebensmittel in Plastik verpackt? Sucht nach „nackten“ (unverpackten) Alternativen.

4. Fallbeispiel 4 – „SDG-Superheld*innen“: Lösungen für 17 globale Ziele

Kurzbeschreibung

Diese Aktivität stellt den Schüler*innen die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) der Vereinten Nationen vor. Die Schüler*innen werden zu „SDG-Superheld*innen“ und finden heraus, wie diese weltweiten Ziele helfen, große Probleme der Welt zu lösen, zum Beispiel Armut, Hunger, Verschmutzung, Ungleichheit und den Klimawandel.

Die Lehrkraft zeigt die 17 bunten Symbole der Nachhaltigkeitsziele und erklärt, dass jedes Ziel wie eine Mission ist, um bis 2030 eine bessere Welt zu schaffen. In kleinen Gruppen wählen die Schüler*innen ein Ziel aus und finden heraus:

• Welches Problem soll gelöst werden?

• Warum ist das wichtig?

• Was können Kinder dazu beitragen?

Die Teams bereiten ein Plakat oder eine kurze Präsentation zu ihrem Ziel vor. Im Klassenraum entsteht eine „SDG-Wand“, die zeigt, dass alle 17 Ziele zusammenhängen und zusammenwirken.

Zum Abschluss erstellt die Klasse einen gemeinsamen Aktionsplan zu einem der Ziele. So wird deutlich, dass auch junge Bürger*innen helfen können, die Welt besser zu machen.

Lernziele

• Blick auf die ganze Welt: die 17 Nachhaltigkeitsziele kennen und verstehen, wozu sie da sind.

• In Zusammenhängen denken: verstehen, dass die großen Probleme der Welt miteinander zusammenhängen.

• Aktive Bürgerschaft: einfache Dinge finden, die Kinder tun können, um zu einem Nachhaltigkeitsziel beizutragen.

Format/Link zur Quelle

Interaktives Material: The World's Largest Lesson – Nachhaltigkeitsziele für Schulen

Empfohlener Einsatz

• Modul 4 – Unser Planet, unsere Verantwortung.

• Aktivität: Gestaltet im Klassenraum eine „SDG-Wand“, auf der alle 17 Ziele und die Ideen der Schüler*innen zu sehen sind.

• Gespräch: Welches Nachhaltigkeitsziel ist Kindern am wichtigsten? Hängen manche Ziele zusammen? Wie kann Europa helfen, sie umzusetzen?

5. Gemeinsames Projekt 1 – Das Museum des zukünftigen Europas

Kurzbeschreibung

Bei dieser Aktivität stellen sich die Schüler*innen vor, dass sie im Jahr 2100 in einem Museum arbeiten und Ausstellungen gestalten. Ihre Aufgabe ist es, eine kleine Ausstellung darüber zu machen, wie Europa im 21. Jahrhundert wichtige gesellschaftliche und ökologische Herausforderungen gelöst hat.

Jede Gruppe wählt ein Nachhaltigkeitsziel aus und verbindet es mit einem europäischen Wert, zum Beispiel Solidarität, Gleichberechtigung, Demokratie, Inklusion, Verantwortung oder Nachhaltigkeit. Dann gestalten die Schüler*innen ein ausgedachtes Museumsstück, das für eine erfolgreiche europäische Aktion zu diesem Nachhaltigkeitsziel steht. 

Das Museumsstück kann eine Zeichnung, ein recycelter Gegenstand, ein digitales Bild, ein symbolischer Gegenstand, ein Plakat oder ein Zeitungsartikel aus der Zukunft sein. Zum Schluss gestalten die Gruppen eine kleine Ausstellung und stellen sich ihre Museumsstücke gegenseitig vor.

Lernziele

- darüber nachdenken, wie unsere Entscheidungen heute die Zukunft Europas prägen können

- mit Kreativität und Bildern Ideen zu Gesellschaft und Nachhaltigkeit ausdrücken

- in Gruppen zusammenarbeiten und die eigenen Ideen anderen klar vorstellen

Format/Link zur Quelle

Die fertigen Arbeiten der Schüler*innen können als Fotos, Plakate, digitale Folien oder kurze Beschreibungen hochgeladen werden.

Empfohlener Einsatz

Diese Aktivität eignet sich, nachdem die Schüler*innen die 17 Nachhaltigkeitsziele und die wichtigsten europäischen Werte kennengelernt haben. Sie funktioniert gut als Gruppenaktivität in der Klasse, kann aber auch für das Lernen online angepasst werden.

Vorschlag für den Ablauf der Stunde:

  1. Einführung: Die Lehrkraft erklärt kurz, dass die Klasse ein ausgedachtes Museum aus dem Jahr 2100 gestaltet.
  2. Gruppenarbeit: Die Schüler*innen bilden kleine Gruppen. Jede Gruppe wählt ein Nachhaltigkeitsziel und einen europäischen Wert.
  3. Museumsstück gestalten: Jede Gruppe gestaltet ein Museumsstück, das für eine europäische Erfolgsgeschichte in der Zukunft steht.
  4. Museumsschild: Die Schüler*innen schreiben ein kurzes Schild zu ihrem Museumsstück. Darauf erklären sie: Was ist das für ein Gegenstand? Für welches Nachhaltigkeitsziel steht er? Welcher europäische Wert gehört dazu? Welches Problem hat Europa gelöst? Welche Botschaft hat der Gegenstand für die Menschen in der Zukunft?
  5. Ausstellung und Präsentation: Die Gruppen stellen ihre Museumsstücke aus und präsentieren sie der Klasse.
  6. Nachdenken: Die Schüler*innen sprechen darüber, an welchem Europa sie gern mitbauen möchten.

6. Gemeinsames Projekt 2 – Wo ist die Luft um unsere Schule am schmutzigsten?

Kurzbeschreibung

Diese Aktivität führt die Schüler*innen an das Thema Luftverschmutzung heran – direkt vor Ort und durch eigenes Forschen. Das Ziel ist, dass die Schüler*innen Stellen in der Umgebung ihrer Schule finden und verstehen, an denen die Luft besonders verschmutzt sein könnte. Dazu stellen sie Vermutungen über mögliche Ursachen wie Verkehr oder Heizungen auf und besprechen sie.


In kleinen Gruppen untersuchen die Schüler*innen ihre Umgebung, wählen mögliche Messorte aus und begründen ihre Wahl mit einfachen Überlegungen zur Umwelt. Außerdem machen sie einfache Rechnungen zum Energieverbrauch eines Messgeräts. So verbinden sie Umweltbewusstsein mit dem sparsamen Umgang mit Energie und mit Mathematik.


Dieses Material passt zu den Lernzielen des Moduls: Es fördert kritisches Denken, gemeinsames Problemlösen und erstes naturwissenschaftliches Denken. Die Schüler*innen verbinden ihre Beobachtungen vor Ort mit größeren Fragen zu Umwelt und Nachhaltigkeit. Dabei üben sie wichtige Fähigkeiten, zum Beispiel in Zusammenhängen zu denken und Entscheidungen auf Grundlage von Belegen zu treffen. Außerdem bereitet die Aktivität auf die nächsten Schritte vor: praktische Versuche, das Sammeln von Daten und die tiefere Mitarbeit in einem Living-Lab-Lernprozess.




Lernziele

Die Schüler*innen

  • verstehen die Grundbegriffe der Luftverschmutzung,

  • stellen Vermutungen zu Umweltproblemen vor Ort auf,

  • finden Stellen, an denen die Luft besonders verschmutzt sein könnte,

  • schätzen den Energieverbrauch eines einfachen Messgeräts.


Bezug zu den Nachhaltigkeitszielen (SDGs)

  • SDG 3 – Gesundheit und Wohlergehen

  • SDG 11 – Nachhaltige Städte und Gemeinden

  • SDG 13 – Maßnahmen zum Klimaschutz


Bezug zu Werten & Identität der EU

  • Verantwortung für die Umwelt

  • Aktive Bürgerschaft

  • Entscheidungen auf Grundlage von Belegen treffen


Alter/Stufe


13–15 Jahre (Sekundarstufe I)

Vorwissen/Voraussetzungen

  • Grundwissen über Umweltverschmutzung

  • Einfache Mathematik (Multiplizieren, Einheiten)


Dauer


45 Minuten


Gruppengröße & Gruppeneinteilung


3–4 Schüler*innen pro Gruppe


Ort


Klassenraum


Materialien & Quellen

  • Arbeitsblatt

  • Karte (digital oder ausgedruckt)

  • Taschenrechner

Einbindung der Gemeinde/von Partnern


Einbindung der Schulleitung oder der Gemeinde vor Ort


Barrierefreiheit & Inklusion

  • Gemischte Gruppen mit Schüler*innen, die unterschiedlich stark sind

  • Anleitung mit Bildern und in Worten

  • Auf Wunsch ein vereinfachtes Arbeitsblatt


Beschreibung

 


Bewertung


Begleitende Bewertung

  • Qualität der Gruppengespräche

  • Begründung der ausgewählten Orte

Abschließende Bewertung

Kurze schriftliche Erklärung zum ausgewählten Ort

Selbsteinschätzung

der Schüler*innen

„Eine Sache, die ich über Luftverschmutzung gelernt habe, ist …“


Rückmeldung der Mitschüler*innen

„Ein starker Punkt von dir war …“ / „Eine Sache, über die ich gern mehr wissen möchte, ist …“


Dokumentation, Nachweise & nächste Schritte


Was gesammelt wird

  • Karten mit markierten Orten

  • Arbeitsblätter der Gruppen


Wirkung beobachten

  • Anzahl der gefundenen Stellen mit verschmutzter Luft

  • Qualität der Vermutungen



Ergebnisse teilen

Die Zusammenfassung der Klasse an einer Wand in der Schule oder auf der Website zeigen.

Die Zusammenfassung kann zur Veröffentlichung an die Website des EuroCivic Lab Project (eurociviclab.eu) und an dessen Social-Media-Seiten geschickt werden. 


Nächste Schritte

  • Auswahl des endgültigen Messorts

  • Einsatz eines echten Messgeräts


Nachdenken für Lehrkräfte


Konnten die Schüler*innen Probleme vor Ort mit größeren Umweltfragen verbinden?

7. Gemeinsames Projekt 3 – Europäische SDG-Ausstellung: Jugend für eine nachhaltige Zukunft

Lernziele

  • Verstehen, wie europäische Bürgerschaft und die Nachhaltigkeitsziele zusammenhängen. 
  • Themen wie Nachhaltigkeit, Gleichberechtigung und Inklusion erkunden.
  • Gemeinsam Materialien für eine Ausstellung gestalten, aus der andere etwas lernen können.

Bezug zu den Nachhaltigkeitszielen (SDGs)

Wichtigstes Nachhaltigkeitsziel
  • SDG 13 – Maßnahmen zum Klimaschutz 

Weitere passende Nachhaltigkeitsziele
  • SDG 4 – Hochwertige Bildung 

  • SDG 10 – Weniger Ungleichheiten 

  • SDG 17 – Partnerschaften zur Erreichung der Ziele

Bezug zu Werten & Identität der EU

  • Nachhaltigkeit und Verantwortung für die Umwelt
  • Gleichberechtigung und Inklusion
  • Demokratische Mitbestimmung
  • Zusammenarbeit zwischen europäischen Bürger*innen

Alter/Stufe

Sekundarstufe I – 13 bis 16 Jahre

Vorwissen/Voraussetzungen

Grundwissen über Umweltthemen und politische Bildung.

Dauer

2 Unterrichtsstunden, insgesamt: 120 Minuten

Gruppengröße & Gruppeneinteilung

Die Schüler*innen arbeiten in Gruppen von 4–6 Personen.

Ort

Klassenraum, Ausstellungsraum oder Aula.

Materialien

  • Plakatpapier und Marker
  • Ausgedruckte Symbole der Nachhaltigkeitsziele
  • Laptops/Tablets (freiwillig)
  • Kleber, Scheren, Buntstifte
  • Präsentationstafeln

Einbindung der Gemeinde/von Partnern

Umweltaktivist*innen, Mitarbeitende der Gemeinde oder Nachhaltigkeits-AGs zur Ausstellung einladen.

Barrierefreiheit & Inklusion

  • Verschiedene Möglichkeiten zum Präsentieren (mündlich, Plakat, digitale Folien) 
  • Aufgabenverteilung nach den Stärken der Lernenden 
  • Vereinfachte Infoblätter zu den Nachhaltigkeitszielen vorhanden

Beschreibung

Die Schüler*innen gestalten gemeinsam eine Ausstellung, die europäische Bürgerschaft mit den Zielen für nachhaltige Entwicklung verbindet. Jede Gruppe beschäftigt sich mit einem Nachhaltigkeitsziel und erkundet:

  • Herausforderungen rund um dieses Ziel 

  • Was Europa für Nachhaltigkeit tut 

  • Lösungen vor Ort, für die sich die Schüler*innen einsetzen können 

Die Gruppen bereiten vor:

  • Plakate 

  • Modelle oder Schaubilder 

  • Kurze Präsentationen 

  • Botschaften, die aufmerksam machen 

Zum Schluss gibt es einen Rundgang durch die Ausstellung, bei dem die Schüler*innen den Besucher*innen ihre Arbeit erklären.

Bewertung

Begleitende Bewertung

Die Lehrkraft bewertet:

  • Beteiligung 

  • Zusammenarbeit 

  • Kreativität 

  • Verständnis der Nachhaltigkeitsziele

Abschließende Bewertung

Die Gruppen geben ab:

  • Ausstellungsmaterialien 

  • Kurze schriftliche Erklärung zum eigenen SDG-Projekt

Selbsteinschätzung

der Schüler*innen

„Eine Sache für mehr Nachhaltigkeit, die ich selbst tun kann, ist …“ 

„Das Nachhaltigkeitsziel, das mir am meisten bedeutet, ist …“

Rückmeldung der Mitschüler*innen

Die Schüler*innen geben:

  • positive Rückmeldungen 

  • Verbesserungsvorschläge 

  • Fragen an die Vortragenden

Dokumentation, Nachweise & nächste Schritte

Was gesammelt wird

  • Fotos der Ausstellungsstücke 

  • Aufnahmen der Präsentationen 

  • Blätter zum Nachdenken der Schüler*innen 

Wirkung beobachten

  • Beobachten, wie an der Schule mit der Umwelt umgegangen wird 
  • Beobachten, ob die Schüler*innen bei Nachhaltigkeits-AGs oder -Aktionen mitmachen

Ergebnisse teilen

  • Projekte am Tag der offenen Tür zeigen 
  • Fotos der Ausstellung auf den Plattformen der Schule teilen 
  • Ausgewählte Projekte bei Schulversammlungen vorstellen

Nächste Schritte

  • Eine Recycling-Aktion an der Schule starten 
  • Eine Nachhaltigkeits-AG gründen 
  • Eine Baumpflanzaktion organisieren

Nachdenken für Lehrkräfte

Konnten die Schüler*innen die Nachhaltigkeitsziele gut mit Bürgerschaft verbinden? 

Welche Nachhaltigkeitsziele haben das meiste Interesse geweckt? 

Wie können künftige Projekte stärker mit der Gemeinde vor Ort verbunden werden?

8. Gemeinsames Projekt 4 – Globale Ziele & Postkarten

Kurzbeschreibung

In diesem Projekt nehmen die Schüler*innen Kontakt mit einer anderen Schule auf (in einer anderen Stadt oder einem anderen Land), um ihre Träume für unseren Planeten zu teilen. Nachdem sie die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) kennengelernt haben, wählen alle Schüler*innen das Ziel aus, das ihnen am wichtigsten ist – zum Beispiel Ziel 14 (Leben unter Wasser) oder Ziel 2 (Kein Hunger).

Die Schüler*innen basteln eine „Versprechens-Postkarte“. Auf die Vorderseite malen sie eine Welt, in der dieses Ziel schon erreicht ist. Auf die Rückseite schreiben sie eine einfache „Versprechens-Tat“, die sie selbst tun wollen (z. B. „Ich verspreche, eine wiederverwendbare Trinkflasche zu benutzen“). Dann werden die Karten an die Partnerschule geschickt. Wenn die Karten der Partnerschule ankommen, gestalten die Schüler*innen im Flur eine „Weltwand der Versprechen“ und sehen: Kinder auf der ganzen Welt arbeiten gemeinsam an derselben wichtigen Mission.

Lernziele

  • Ideen vermitteln: mit Kunst und einfachen Texten einem gleichaltrigen Kind das ausgewählte globale Ziel erklären.
  • Verbindungen schaffen: verstehen, dass Schüler*innen an anderen Orten dieselben Hoffnungen und Herausforderungen für die Zukunft haben.
  • Persönliche Verpflichtung: eine kleine Sache für jeden Tag finden, die zu einem größeren Ziel beiträgt.

Format/Link zur Quelle

Fächerübergreifendes Projekt (Kunst + Politik/Globales Lernen).
Beruht auf dem Rahmen der Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen

Empfohlener Einsatz

- Passt gut zu Stunden über Nachhaltigkeit und zum Kennenlernen der Nachhaltigkeitsziele. 

- Kann für die digitale Zusammenarbeit angepasst werden (z. B. eingescannte Postkarten, virtuelle Ausstellungen).

- Am besten nach einer Einführungsstunde zu den 17 Nachhaltigkeitszielen, damit die Schüler*innen die Ziele verstehen, bevor sie ihre Postkarten gestalten.

9. Gemeinsames Projekt 5 – Die „Snack ohne Verpackung“-Challenge

Kurzbeschreibung

Dieses Projekt dreht sich um das Ziel für nachhaltige Entwicklung (SDG) 12 – Nachhaltiger Konsum und nachhaltige Produktion. Der Klassenraum wird dabei zum Labor. Eine Woche lang arbeiten die Schüler*innen in „Forschungsteams“ und zählen, wie viele Plastikverpackungen in ihren Brotdosen sind. An der Wand im Klassenraum gestalten sie ein großes, buntes Säulendiagramm und beobachten den „Plastikberg“.

In der zweiten Woche beginnt die Zusammenarbeit: Die Schüler*innen suchen zusammen mit ihren Familien und der Schulmensa nach „Snacks ohne Verpackung“ – Essen ohne Plastik, zum Beispiel Bananen, Orangen oder Vollkorncracker in wiederverwendbaren Dosen. Das Ziel ist, den „Plastikberg“ im Diagramm bis Freitag gemeinsam so klein wie möglich zu machen. Zum Abschluss gibt es ein „Picknick mit unverpackten Snacks“, bei dem alle feiern, wie viel Müll sie als Team eingespart haben.

Lernziele

• Daten sammeln: einfache Rechnungen und Diagramme üben, um zu zeigen, welche Folgen unsere Gewohnheiten haben.

• Teamarbeit: mit Eltern und dem Mensapersonal zusammenarbeiten, um die Snack-Gewohnheiten zu ändern.

• Probleme lösen: kreative Wege finden, Essen zu genießen, ohne „ewigen Müll“ zu verursachen.

Format/Link zur Quelle

„Quelle: Leitfaden – Schulen ohne Plastik“

Empfohlener Einsatz

• Am besten während einer „Grünen Woche“ oder eines Umweltmonats einsetzen.

• Die Klasse mit einer gemeinsamen Säh- und Pflanzaktion belohnen, wenn sie es schafft, ihren Plastikmüll um mehr als die Hälfte zu verringern.

10. Multimedia 1 – Wir planen eine Stadt, in der alle dazugehören

Kurzbeschreibung

Bei dieser Aktivität planen die Schüler*innen eine ausgedachte europäische Stadt, die Neuankömmlinge wie Geflüchtete oder zugewanderte Familien willkommen heißt. Die Stadt soll Menschen helfen, sich einzuleben, den Zusammenhalt vor Ort stärken und auch in Krisenzeiten hilfsbereit und widerstandsfähig bleiben.

Als Ausgangspunkt nutzen die Schüler*innen ausgewählte Zahlen aus der OECD-Infografik „International Migration Outlook 2025 – Key facts and figures“. Die Lehrkraft wählt 2–3 einfache Angaben aus der Infografik aus, zum Beispiel zu Migrationsbewegungen, zur Beteiligung am Arbeitsmarkt oder dazu, wie viel Unterstützung in Bildung, Gesundheit und im Zusammenleben gebraucht wird.

Nach einem kurzen Gespräch erstellen die Schüler*innen in Gruppen eine gezeichnete oder digitale Karte einer europäischen Stadt, in der alle dazugehören. Auf ihrer Stadtkarte müssen mindestens fünf Orte oder Angebote zu sehen sein, die alle einbeziehen, zum Beispiel eine Schule, die Neue willkommen heißt, ein Sprachclub, ein Gemeinschaftszentrum, eine Anlaufstelle für Gesundheit, ein Jugendtreff, ein Zentrum für Freiwillige oder ein Platz für interkulturelle Feste.

Jede Gruppe stellt ihre Stadt vor und erklärt, wie die geplanten Orte Solidarität, Inklusion und Zusammenhalt in Krisen fördern.

Lernziele

Am Ende der Aktivität können die Schüler*innen

- ausgewählte Zahlen zur Migration aus einer Infografik einfach und altersgerecht verstehen;

- erkennen, was Neuankömmlinge, Geflüchtete und zugewanderte Familien in einer Gemeinde brauchen;

- Migration, Solidarität und Zusammenhalt in Krisen mit europäischen Werten und den Zielen für nachhaltige Entwicklung verbinden.

Format/Link zur Quelle

OECD-Infografik: International Migration Outlook 2025 – Key facts and figures

Empfohlener Einsatz

Diese Aktivität wird als Gruppenaktivität im Unterricht empfohlen, nachdem die Themen Migration, Geflüchtete, Solidarität und Zusammenhalt in Krisen eingeführt wurden. Sie kann auch beim Online-Lernen oder gemischten Lernen genutzt werden, wenn die Schüler*innen ihre Karten digital erstellen.


Die Lehrkraft fragt die Schüler*innen zuerst: „Was braucht jemand, der in ein neues Land oder eine neue Stadt kommt?“ Die Schüler*innen sammeln Ideen, zum Beispiel Schule, Freund*innen, Hilfe mit der Sprache, Gesundheitsversorgung, Sicherheit, eine Wohnung, Arbeit, Aktivitäten in der Gemeinschaft und zuverlässige Informationen.


Dann zeigt die Lehrkraft 2–3 ausgewählte Angaben aus der OECD-Infografik. Die Schüler*innen besprechen, was die Zahlen zeigen, warum sie für eine europäische Stadt wichtig sein könnten und wie eine Gemeinschaft hilfsbereit und offen darauf reagieren kann.


In Gruppen planen die Schüler*innen ihre eigene ausgedachte europäische Stadt. Auf ihrer Karte sollte Folgendes zu sehen sein:

  • der Name der Stadt;

  • mindestens fünf Orte oder Angebote, die alle einbeziehen;

  • kurze Erklärungen, wen jeder Ort unterstützt und wie;

  • mindestens ein oder zwei Bezüge zu den Zahlen der OECD;

  • passende Nachhaltigkeitsziele;

  • passende europäische Werte;

  • eine kurze Botschaft, die den Satz vervollständigt: „Eine europäische Stadt, in der alle dazugehören, ist stark, weil …“


Die Aktivität regt die Schüler*innen an, Migration nicht als etwas zu sehen, das Angst macht, sondern als gemeinsame Aufgabe für die Gemeinschaft, die man mit Solidarität, Zusammenarbeit und kreativen Lösungen vor Ort bewältigen kann.

11. Multimedia 2 – Die Reise einer Plastikflasche: Vom Müll zur Verantwortung

Kurzbeschreibung

Bei dieser Aktivität schauen die Schüler*innen das TED-Ed-Video „What really happens to the plastic you throw away“ („Was wirklich mit dem Plastik passiert, das du wegwirfst“) von Emma Bryce. Das Video verfolgt die möglichen Reisen von drei Plastikflaschen, nachdem sie weggeworfen wurden: Eine landet auf einer Mülldeponie, eine im Meer und eine wird recycelt.

Nach dem Video untersuchen die Schüler*innen in kleinen Gruppen, was unsere Kaufentscheidungen im Alltag mit den Zielen für nachhaltige Entwicklung und mit europäischen Werten zu tun haben. Jede Gruppe wählt einen Gegenstand aus Plastik, zum Beispiel eine Flasche, eine Lebensmittelverpackung oder eine Plastiktüte, und gestaltet gezeichnet oder digital die „Lebensreise“ dieses Gegenstands.

Die Schüler*innen zeigen, was mit dem Gegenstand nach dem Gebrauch passieren kann, welche Umweltprobleme er verursachen kann und welche besseren Alternativen junge Europäer*innen wählen können. Die Aktivität regt die Schüler*innen an, kritisch über Müll, Recycling, verantwortungsvollen Konsum und ihre eigene Rolle für ein nachhaltigeres Europa nachzudenken.

Lernziele

Am Ende der Aktivität können die Schüler*innen

• verstehen, wie Plastikmüll der Umwelt schadet; 

• erklären, was mit Plastikmüll passieren kann, zum Beispiel Mülldeponie, Verschmutzung oder Recycling; 

• Plastikverschmutzung mit den Zielen für nachhaltige Entwicklung verbinden.

Format/Link zur Quelle

Empfohlener Einsatz

Diese Aktivität eignet sich, nachdem die Ziele für nachhaltige Entwicklung eingeführt wurden, besonders SDG 12, SDG 13 und SDG 14. Sie funktioniert gut im Unterricht, beim Lernen in Projekten oder beim Online-Lernen.

Vorschlag für den Ablauf der Stunde:

  1. Einstiegsgespräch: Die Lehrkraft fragt die Schüler*innen, welche Gegenstände aus Plastik sie jeden Tag benutzen und was ihrer Meinung nach damit passiert, nachdem sie weggeworfen wurden.
  2. Video anschauen: Die Schüler*innen schauen das TED-Ed-Video und machen sich Notizen zu den drei möglichen Reisen einer Plastikflasche.
  3. Gruppengespräch: In kleinen Gruppen besprechen die Schüler*innen die Folgen für die Umwelt, die im Video gezeigt werden, und finden die passenden Nachhaltigkeitsziele.
  4. Kreative Aufgabe: Jede Gruppe wählt einen Gegenstand aus Plastik und gestaltet gezeichnet oder digital seine „Lebensreise“. Sie zeigen mindestens drei mögliche Wege: 
  • Mülldeponie

  • Verschmutzung in der Natur oder im Wasser

  • Recycling oder Wiederverwendung

5. Bezug zur Verantwortung in Europa: Die Schüler*innen ergänzen einen Abschnitt, in dem sie erklären, was junge Europäer*innen, Schulen oder Gemeinden tun können, um weniger Plastikmüll zu verursachen. 

6. Präsentation: Die Gruppen stellen ihre Arbeit der Klasse vor. 

7. Nachdenken: Die Klasse bespricht, wie verantwortungsvoller Konsum Teil der europäischen Identität und aktiver Bürgerschaft werden kann.

12. Multimedia 3 – Europa und die Nachhaltigkeitsziele

Kurzbeschreibung

Dieses kurze Lernvideo stellt die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) vor und erklärt, was sie mit europäischen Werten wie Solidarität, Gleichberechtigung, Demokratie und Nachhaltigkeit zu tun haben. Die Schüler*innen erfahren, wie die Europäische Union durch die Zusammenarbeit von Ländern und Bürger*innen Klimaschutz, gute Bildung, Inklusion und verantwortungsvollen Konsum unterstützt.

Beim Anschauen des Videos sollen die Schüler*innen darauf achten,

  • welche Nachhaltigkeitsziele im Alltag am meisten zu sehen sind,

  • wie die Zusammenarbeit in der EU nachhaltige Entwicklung unterstützt,

  • was junge Menschen vor Ort tun können,

  • was europäische Identität mit Verantwortung für die ganze Welt zu tun hat.

Vorschläge für Beobachtungsfragen:

  • Welche Nachhaltigkeitsziele scheinen für die Zukunft Europas am wichtigsten zu sein?

  • Wie können Schüler*innen zu nachhaltiger Entwicklung beitragen?

  • Warum braucht es Zusammenarbeit, um die großen Probleme der Welt zu lösen?

Die Aktivität stärkt das Bewusstsein für Nachhaltigkeit, aktive Bürgerschaft und das Verständnis für die gemeinsame Verantwortung in Europa.

Lernziele

Die wichtigsten Ziele für nachhaltige Entwicklung kennen.

Verstehen, was die Werte der EU mit Nachhaltigkeit zu tun haben.

Über die eigene Verantwortung und die Verantwortung der Gemeinschaft nachdenken.

Format/Link zur Quelle

Handeln für die Ziele für nachhaltige Entwicklung

Empfohlener Einsatz

Geeignet als Einstiegsaktivität im Unterricht, als Gesprächseinstieg oder als Hausaufgabe zum Nachdenken über europäische Identität und Nachhaltigkeit.

13. Multimedia 4 – Der europäische Grüne Deal

Kurzbeschreibung

Die Schüler*innen untersuchen eine Infografik zum europäischen Grünen Deal und zur Kreislaufwirtschaft. Das Bildmaterial zeigt, wie Kompostieren, Recycling und weniger Müll zu Nachhaltigkeit und Klimaschutz in Europa beitragen. Beim Deuten der Infografik erkennen die Schüler*innen, was Umweltschutz im Alltag mit den größeren Nachhaltigkeitszielen Europas zu tun hat.

Beim Untersuchen der Infografik sollen die Schüler*innen darauf achten,

  • welche großen Umweltprobleme gezeigt werden,

  • wie Kompostieren und Recycling Müll verringern,

  • was das Verhalten jedes und jeder Einzelnen mit Klimaschutz zu tun hat,

  • wie Lösungen der Kreislaufwirtschaft ein grüneres Europa unterstützen.

Vorschläge für Beobachtungsfragen:

  • Welche Umweltprobleme werden in der Infografik hervorgehoben?

  • Welche Lösungen wirken am besten und warum?

  • Wie können junge Menschen helfen, weniger Müll zu verursachen?

  • Was sagt die Infografik darüber, wie wichtig Zusammenarbeit beim Umweltschutz ist?

Die Aktivität übt das Deuten von Bildern, kritisches Denken und das Bewusstsein für Nachhaltigkeit und stärkt das Verständnis für die Verantwortung Europas für die Umwelt.

Lernziele 

Die Grundideen der Kreislaufwirtschaft verstehen.

Erkennen, was der europäische Grüne Deal mit den Nachhaltigkeitszielen zu tun hat.

Über die eigene Verantwortung beim Umweltschutz nachdenken.

Format/Link zur Quelle 

Europäischer Grüner Deal

Empfohlener Einsatz

Geeignet als kurzes Gespräch im Unterricht, als Start für ein Nachhaltigkeitsprojekt oder als Einführung in die Nachhaltigkeitsziele zu Klimaschutz und verantwortungsvollem Konsum.

14. Multimedia 5 – Der europäische Grüne Deal (Video)

Kurzbeschreibung

Dieses kurze Video der Europäischen Kommission stellt die wichtigsten Ziele des europäischen Grünen Deals vor und erklärt, wie die Europäische Union bis 2050 klimaneutral werden will. Die Schüler*innen lernen Themen wie erneuerbare Energie, sauberen Verkehr, den Schutz der Artenvielfalt und eine nachhaltige Lebensweise kennen. Dabei denken sie darüber nach, was Verantwortung für die Umwelt mit der Zusammenarbeit in Europa und mit Bürgerschaft zu tun hat.

Beim Anschauen des Videos sollen die Schüler*innen darauf achten,

  • welche Umweltprobleme im Video hervorgehoben werden,

  • wie die Länder der EU beim Klimaschutz zusammenarbeiten,

  • Beispiele für nachhaltige Lösungen im Alltag,

  • wie Bürger*innen und junge Menschen dazu beitragen können, dass ihre Umgebung grüner wird.

Vorschläge für Beobachtungsfragen:

  • Warum ist Klimaschutz wichtig für die Zukunft Europas?

  • Welche Lösungen aus dem Video wirken am besten?

  • Wie können junge Menschen Nachhaltigkeit vor Ort unterstützen?

Die Aktivität stärkt das Umweltbewusstsein, kritisches Denken und das Verständnis von Nachhaltigkeit als gemeinsamer Verantwortung in Europa.

Lernziele

Die wichtigsten Ziele des europäischen Grünen Deals verstehen.

Erkennen, was Nachhaltigkeit mit der Zusammenarbeit in Europa zu tun hat.

Über die eigene Verantwortung beim Umweltschutz nachdenken.

Format/Link zur Quelle

Empfohlener Einsatz

Geeignet als Einstiegsaktivität im Unterricht, als Gesprächseinstieg oder zur Vorbereitung auf Stunden zu den Nachhaltigkeitszielen und zum Klimaschutz.

15. Multimedia 6 – Alle an Bord für die globalen Ziele!

Kurzbeschreibung

„All Aboard For Global Goals!“ ist eine Zusammenarbeit der Vereinten Nationen mit der beliebten Kinderserie „Thomas & seine Freunde“. Das Video erklärt die Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) so einfach, dass Kinder sie verstehen, zum Beispiel mit der Idee, eine „nützliche Lok“ (eine gute Bürgerin oder ein guter Bürger) zu sein und Freund*innen zu helfen.

Weil bekannte Figuren vorkommen, werden die Ziele Nachhaltigkeit und Gleichberechtigung persönlicher und leichter verständlich. Im Mittelpunkt stehen Freundlichkeit, Teilen und der Schutz der Umwelt im Alltag.

Lernziele

• Die Werte Teamarbeit und Freundlichkeit damit verbinden, die weltweiten Ziele zu erreichen.


• Erkennen, wie kleine Dinge im Alltag in der Schule und zu Hause zu den großen weltweiten Zielen beitragen.

Format/Link zur Quelle

Empfohlener Einsatz

• Eignet sich besonders für die jüngeren Schüler*innen der Zielgruppe (einfache Sprache, bekannte Zeichentrickfiguren); für ältere Schüler*innen als kurzer, lockerer Einstieg.


• Empfohlen als Einstiegsaktivität, wenn die Klasse eine „Ziele-Tafel“ gestaltet, auf der die Schüler*innen freundliche Taten, Hilfe für andere oder Recycling festhalten.

16. Multimedia 7 – Die „To-do-Liste“ für unseren Planeten

Kurzbeschreibung

In diesem Video stellt Malala Yousafzai Kindern auf der ganzen Welt die Ziele für nachhaltige Entwicklung vor. Die 17 Ziele werden als gemeinsame „To-do-Liste“ für den Planeten gezeigt, mit drei großen Themen: Armut beenden, Ungleichheit bekämpfen und den Klimawandel stoppen.

Der Zeichentrickfilm macht schwierige weltweite Probleme einfacher und hilft Kindern, sich die Welt als gemeinsames Zuhause vorzustellen, das alle schützen und wieder in Ordnung bringen müssen.

Lernziele

• Die 17 globalen Ziele als gemeinsame „To-do-Liste“ für die Zukunft unseres Planeten verstehen.

• Verstehen, dass das, was jede*r Einzelne tut – auch Kinder –, hilft, die großen Probleme der Welt zu lösen.

Format/Link zur Quelle

Empfohlener Einsatz

• Einstiegsaktivität („Aufhänger“) für eine Stunde über die Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs).

• Anschlussaktivität: Die Schüler*innen wählen drei Ziele von der „To-do-Liste“ aus und malen, wie die Welt aussehen würde, wenn das Ziel erreicht („erledigt“) ist.