Zusätzliche Materialien
| Website: | EuroCivic Lab Moodle |
| Kurs: | Das EuroCivic Student Toolkit (DE) |
| Buch: | Zusätzliche Materialien |
| Gedruckt von: | Guest user |
| Datum: | Freitag, 23. Oktober 2026, 22:42 |
Inhaltsverzeichnis
- 1. Fallbeispiel 1: Wahl der Schülervertretung
- 2. Fallbeispiel 2: Die Schulmensa
- 3. Fallbeispiel 3: Wir wählen eine Kulturhauptstadt Europas
- 4. Fallbeispiel 4: Datenvisualisierungen von Eurostat
- 5. Fallbeispiel 6: EU-Barcode – Die europäische Identität entschlüsseln
- 6. Fallbeispiel 5: Das Europäische Kulturerbe-Siegel
- 7. Gemeinsames Projekt 1: Wir bringen Veränderung!
- 8. Gemeinsames Projekt 2: Eine Ausstellung zur europäischen Identität!
- 9. Gemeinsames Projekt 3: Was bedeutet die EU für dich?
- 10. Gemeinsames Projekt 4: We-Europeans – Mit aktiver europäischer Bürgerschaft gegen Populismus
- 11. Multimedia 1: Was bedeutet Mitbestimmung von Kindern?
- 12. Multimedia 2: Schüler*innen entdecken die Welt mit Model United Nations
- 13. Multimedia 3: Wohlbefinden für Kinder: Identität und Werte
- 14. Multimedia 4: Demokratie, Rechte, Erinnerung: Zeitzeugenberichte aus dem Aljube-Museum
- 15. Multimedia 5: Gleichberechtigung der Geschlechter – eine dringende Aufgabe
- 16. Multimedia 6: Entscheidungen für unsere gemeinsame Zukunft
1. Fallbeispiel 1: Wahl der Schülervertretung
An unserer Schule wird jedes Jahr die Schülervertretung gewählt. Alle Schüler*innen dürfen sich als Kandidat*in aufstellen lassen und wählen. Trotzdem wollen nur sehr wenige Schulsprecher*in werden. Viele glauben, dass das nur ein Titel ist und man damit nicht wirklich etwas bewirken oder Probleme an der Schule lösen kann.
Eine Woche nachdem die Wahl angekündigt wurde, erzählen uns unsere Lehrkräfte, dass sich dieses Jahr nur eine einzige Person als Schulsprecher*in beworben hat. Auch für die anderen Ämter, wie Stellvertretung, Schriftführung und Kasse, gibt es nur sehr wenige Kandidat*innen. Die Wählenden haben also kaum eine Wahl! Manche Schüler*innen interessiert das nicht besonders, andere lachen und sagen, man müsse gar nicht wählen, weil sowieso schon klar ist, wer gewinnt.
In derselben Woche beschließen wir im Politikunterricht, uns selbst für verschiedene Ämter aufstellen zu lassen und an unserer Schule wirklich etwas zu verändern. Wir wollen als Team arbeiten, sprechen über die Aufgaben der einzelnen Ämter und verteilen sie so, wie sie am besten zu uns passen. Als Erstes starten wir eine Wahlkampagne, um die Aufmerksamkeit der anderen Schüler*innen zu gewinnen:
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In einer anonymen Online-Umfrage fragen wir die Schüler*innen, welche Probleme sie haben und was man an der Schule Neues schaffen könnte.
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In der ganzen Schule hängen wir Flyer zur Wahl auf.
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Auf Grundlage der Antworten gestalten wir Plakate und Flyer mit realistischen und praktischen Schritten, wie man die Probleme lösen und neue Möglichkeiten schaffen kann.
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Wir treffen uns mit den Lehrkräften und der Schulleitung, um zu besprechen, wie wir unsere Lösungen umsetzen können.
In unserer Kampagne betonen wir auch, wie wichtig demokratische Mitbestimmung ist. So wollen wir die Schüler*innen erreichen, die nicht glauben, dass ihre Stimme und die Schülervertretung etwas bewirken. Unser Motto lautet: „Mitmachen ist das Herz der Demokratie. Veränderung passiert, wenn jede Stimme zählt.“
Das Interesse an der Kampagne wächst von Tag zu Tag. Aus den Antworten in den Umfragen erfahren wir, dass wir als Schüler*innen ganz unterschiedliche Probleme haben. Und wir merken: Die Schülervertretung ist eine wichtige Möglichkeit, bei der Schüler*innen ihre Probleme und Lösungen direkt mit den Lehrkräften und anderen Mitgliedern der Schulgemeinschaft teilen können.
Fragen zum Nachdenken
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Am Anfang wollte nur eine Person Schulsprecher*in werden. Findest du, dass sich Schüler*innen für die Schülervertretung aufstellen lassen sollten? Erkläre deine Meinung.
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Findest du es wichtig, dass alle Schüler*innen bei der Wahl der Schülervertretung abstimmen? Warum?
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Was denkst du darüber, wie die Schüler*innen vor der Kampagne über die Schülervertretung gedacht haben?
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Stimmst du zu, dass die Schülervertretung nur ein Titel ohne echte Bedeutung ist? Erkläre deine Meinung und nenne Gründe dafür.
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Wie könnte man auf demokratische Weise erreichen, dass Menschen Wahlen wichtiger finden?
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Was bedeutet es für dich, dich in der Gesellschaft einzubringen?
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Lernziele |
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Empfohlener Einsatz |
Eignet sich gut als Rollenspiel, bei dem Gruppen eine Probe-Kampagne zu einem echten Problem an ihrer Schule entwickeln. Auch ein toller Gesprächseinstieg vor einer echten Wahl der Schülervertretung. Als Hausaufgabe können die Schüler*innen ein Beispiel für eine Schülervertretung suchen, die etwas Konkretes verändert hat, und es der Klasse vorstellen. |
2. Fallbeispiel 2: Die Schulmensa
An unserer Schule gibt es eine Mensa, in der wir zu Mittag essen. Viele Schüler*innen mögen das Tagesmenü. Linda aber nicht, denn sie ernährt sich vegan! Nicht jeden Tag findet sie in der Mensa ein veganes Mittagessen.
Wir erzählen unseren Freund*innen davon. Einige sagen zu Linda, dass das ganz normal sei, weil es ja nur wenige vegane Schüler*innen gibt. Manche meinen, sie könne sich doch Essen von zu Hause mitbringen. Andere sagen, dass es nicht auf die Anzahl ankommen sollte: Wir sollten unterschiedliche Essgewohnheiten respektieren, und alle Schüler*innen sollten in der Schule ein Mittagessen bekommen können. Wir beschließen, etwas zu verändern.
Zuerst sprechen wir mit Linda und fragen sie, was sie braucht und was sie sich wirklich wünscht. Sie sagt: „Ich möchte einfach mit allen anderen zusammen in der Mensa essen.“
Wir sprechen mit dem Küchenpersonal und bekommen den Speiseplan für den Monat. Wir machen eine Umfrage zu den Essgewohnheiten der Schüler*innen und zählen, wie viele sich vegan oder vegetarisch ernähren. Dabei merken wir: Nicht nur vegane Schüler*innen haben Probleme, sondern auch Schüler*innen mit Lebensmittelallergien, weil die Zutaten nirgends stehen. Wir sprechen auch mit der Schulleitung über das Problem und stellen unsere Lösungen vor:
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Ein Tagesmenü mit veganen und vegetarischen Gerichten.
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Eine übersichtliche Tabelle mit den Zutaten der Gerichte für Schüler*innen mit Allergien.
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Speisepläne und Zutaten werden online gestellt, damit Eltern und Schüler*innen vorher nachschauen können.
Wir sprechen auch mit anderen Schüler*innen und erklären, warum unsere Mensa mehr Auswahl anbieten sollte, auch wenn es nur wenige vegane und vegetarische Schüler*innen gibt. Wir teilen unsere Ideen, und dadurch denken wir auch über andere Probleme an unserer Schule nach.
Nach diesen Veränderungen können wir Gerichte wählen, die am besten zu uns passen. Wir können alle zusammen essen, ohne dass es Durcheinander gibt, und wir lernen etwas Wichtiges: Um alle einzubeziehen, braucht es nicht immer große Ankündigungen. Manchmal reicht es, dafür zu sorgen, dass alle sicher essen und ihr Essen genießen können!
Fragen zum Nachdenken:
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Was war das Problem an dieser Schule? Warum?
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Was denkst du über die Ratschläge, die manche Schüler*innen Linda gegeben haben, zum Beispiel, dass es normal sei, weil es nur wenige vegane Schüler*innen gibt, oder dass sie Essen von zu Hause mitbringen könne? Stimmst du diesen Ideen zu? Warum oder warum nicht?
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Wie kannst du respektvoll mit einer Freundin oder einem Freund sprechen, wenn ihr nicht einer Meinung seid?
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Lies diesen Satz noch einmal: „Wir teilen unsere Ideen, und dadurch denken wir auch über andere Probleme an unserer Schule nach.“ Erkläre dann, warum es für Bürger*innen wichtig ist, Ideen zu teilen und gemeinsam Lösungen zu finden.
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Was bedeutet „Inklusion“ an einer Schule?
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Lernziele |
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Empfohlener Einsatz |
Eignet sich gut als Gruppenaufgabe zum Problemlösen: Jedes Team entwickelt einen eigenen Aktionsplan für Lindas Situation und vergleicht ihn danach mit den anderen in der Klasse. Die Fragen zum Nachdenken passen auch gut für eine schriftliche Reflexion oder einen Beitrag in einem Online-Forum. Lehrkräfte können damit ein größeres Gespräch darüber beginnen, wo die Schüler*innen an ihrer eigenen Schule noch Lücken bei der Inklusion sehen. |
3. Fallbeispiel 3: Wir wählen eine Kulturhauptstadt Europas
Diese Woche haben wir im Unterricht bei einer sehr spannenden Aktivität mitgemacht. Unsere Lehrerin hat uns gesagt, dass es um die Kulturhauptstädte Europas geht, und wir haben die ganze Woche lang herausgefunden, was die Kulturhauptstädte Europas bedeuten.
Zuerst haben wir eine Auswahljury mit vier Schüler*innen gewählt. Der Rest der Klasse wurde in Dreiergruppen aufgeteilt, und jede Gruppe sollte eine europäische Stadt für die nächste Auswahl vorschlagen.
Wir waren Gruppe 2, und in unserer Gruppe waren Linda, Jose und ich. Zuerst haben wir uns die Kulturhauptstädte Europas der letzten fünf Jahre angesehen und versucht herauszufinden, was sie gemeinsam haben:
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2021: Elefsina (Griechenland), Timișoara (Rumänien) und Novi Sad (Serbien)
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2022: Kaunas (Litauen) und Esch-sur-Alzette (Luxemburg)
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2023: Veszprém (Ungarn)
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2024: Tartu (Estland), Bad Ischl (Österreich) und Bodø (Norwegen)
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2025: Chemnitz (Deutschland) und Nova Gorica (Slowenien)
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2026: Oulu (Finnland) und Trenčín (Slowakei)
Linda meinte, eine Kulturhauptstadt Europas sollte viele Kunst- und Sportveranstaltungen haben. Jose meinte, die Stadt sollte die Traditionen vor Ort achten und verschiedene Kulturen einbeziehen. Ich fand es wichtig, an Barrierefreiheit und eine gute Ausstattung zu denken, zum Beispiel Kulturzentren, gute öffentliche Verkehrsmittel und genug Hotels für Besucher*innen. Am Ende waren wir uns einig, dass sich die Stadt auch um Umwelt und Nachhaltigkeit kümmern sollte.
Nachdem wir entschieden hatten, was für eine Kulturhauptstadt Europas wichtig ist, hat jede*r von uns ein paar Städte vorgeschlagen, die uns gefallen. Wir haben auch überlegt, welche Städte Spaß machen würden und in welchen man sich leicht zurechtfindet.
Zum Schluss haben wir in der Gruppe abgestimmt und uns auf eine Stadt geeinigt, die zu den meisten unserer Ideen passt. Wir haben unsere Stadt vorgestellt und mit den anderen Gruppen über die Gründe für unsere Wahl gesprochen. Es war ein tolles Gefühl, zusammenzuarbeiten und als Team Entscheidungen zu treffen. Wir haben viel über verschiedene europäische Städte und ihre Kultur gelernt – und darüber, wie wichtig es ist, bei der Wahl einer Kulturhauptstadt an Kunst, Menschen und unseren Planeten zu denken!
Fragen zum Nachdenken
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Warum könnte eine Kulturhauptstadt Europas für die Menschen in Europa wichtig sein?
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Nach welchen Kriterien hat Gruppe 2 in diesem Fallbeispiel eine Stadt ausgewählt? Stimmst du diesen Kriterien zu? Warum oder warum nicht?
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Worauf könnte man bei der Wahl einer Stadt noch achten?
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Wie können Kunst, Kultur und Veranstaltungen dazu beitragen, dass sich die Menschen in einer Stadt verbunden fühlen?
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Wie zeigen Städte, dass sie ihre Traditionen vor Ort und verschiedene Kulturen respektieren?
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Lernziele |
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Empfohlener Einsatz |
Am besten über ein bis zwei Unterrichtsstunden (eine für Recherche und Gruppengespräche, eine für die Präsentationen und die Abstimmung in der Klasse). Lehrkräfte können die Aktivität erweitern: Die Schüler*innen recherchieren als Hausaufgabe genauer zu ihrer Stadt oder vergleichen ihre eigenen Kriterien mit den offiziellen Auswahlkriterien der EU. Besonders spannend in Klassen, in denen Schüler*innen persönliche Verbindungen zu verschiedenen europäischen Ländern und Städten haben. |
4. Fallbeispiel 4: Datenvisualisierungen von Eurostat
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Kurzbeschreibung |
Die Datenvisualisierungen von Eurostat bieten interaktive Übersichten und Grafiken, mit denen Schüler*innen Statistiken der EU nach Themen erkunden können (z. B. Nachhaltigkeitsziele, Wirtschaft, Energie, Gesellschaft, Regionen). Die Schüler*innen können Länder vergleichen und mit zuverlässigen Zahlen ihre Argumente in Diskussionen im Unterricht belegen. So geht es um echte Herausforderungen in Europa, und man kann die Themen gut mit der eigenen Umgebung verbinden. |
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Lernziele |
- Zahlen der EU verstehen und vergleichen (Länder/Regionen, Entwicklungen, Kennzahlen). - Mit Belegen Argumente zu gesellschaftlichen, sozialen oder ökologischen Themen unterstützen. - Herausforderungen in Europa mit dem eigenen Umfeld und passenden Nachhaltigkeitszielen verbinden. |
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Format/Link zur Quelle |
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Empfohlener Einsatz |
- Jede Gruppe wählt eine Kennzahl aus, vergleicht 2–3 Länder und bereitet eine Aussage vor, die sie mit Zahlen belegt. - Modul 2 – Die Ergebnisse nutzen, um auch ein Problem vor Ort zu finden, das mit den Werten der europäischen Identität zu tun hat. |
5. Fallbeispiel 6: EU-Barcode – Die europäische Identität entschlüsseln
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Kurzbeschreibung |
Bei dieser Aktivität ist das Bild des EU-Barcodes der Ausgangspunkt für genaues Beobachten und Diskutieren. Die Schüler*innen sehen das Bild zuerst ohne jede Erklärung. Mit Hilfe von Leitfragen untersuchen sie, was auf dem Bild zu sehen ist, erkennen Muster, Farben und Formen und stellen Vermutungen an, was das Bild bedeuten könnte. Die Schüler*innen sollen das Bild entschlüsseln. Dazu denken sie über Symbole und Bildcodes nach: Warum wurde die Form eines Barcodes gewählt, und was könnten die farbigen Streifen bedeuten? Erst nachdem alle gemeinsam nachgedacht haben, wird verraten, dass es sich um einen Vorschlag für ein Erkennungszeichen der Europäischen Union handelt. |
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Lernziele |
- Über die Bürgerschaft in der Europäischen Union als Einheit nachdenken, die aus Vielfalt entsteht; - Verstehen, wie Symbole und Codes gesellschaftliche und politische Ideen darstellen können; - Fähigkeiten entwickeln, Bilder zu untersuchen, zu deuten und Vermutungen aufzustellen. |
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Format/Link zur Quelle |
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Empfohlener Einsatz |
- Die Schüler*innen betrachten das Bild und schlagen Bedeutungen vor, bevor sie eine Erklärung bekommen; - Gruppengespräch über Symbole, Codes, Vereinfachung und Entschlüsseln; - Einführung in die Idee der Identität und Bürgerschaft in der Europäischen Union; - Kreative Anschlussaktivität: Die Schüler*innen gestalten ihren eigenen Barcode für ihre Klasse, ihre Schule oder ihre Vorstellung von Einheit. |
6. Fallbeispiel 5: Das Europäische Kulturerbe-Siegel
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Kurzbeschreibung |
In diesem Projekt lernen die Schüler*innen das Europäische Kulturerbe-Siegel kennen und verstehen, wie die Vielfalt des Kulturerbes Europa bereichert. In Gruppen recherchieren sie zu verschiedenen Orten in der EU und untersuchen die Geschichte, Kultur und Traditionen jedes Ortes und was er für die Menschen vor Ort bedeutet. Jede*r Schüler*in oder jede Gruppe beschäftigt sich mit zwei bestimmten Orten: - einem Ort aus dem eigenen Land, der mit der eigenen Kultur zu tun hat; - einem Ort aus einem anderen Mitgliedstaat, um die Vielfalt Europas zu entdecken und darüber nachzudenken. Die Schüler*innen erkunden, welche kulturelle Bedeutung, welche Traditionen und welche gesellschaftliche Bedeutung jeder Ort hat, ohne die beiden miteinander zu vergleichen. So können sie darüber nachdenken, wie verschiedene Kulturen zu dem Netz von Identitäten beitragen, das in der Europäischen Union zusammenkommt und durch gemeinsame Werte zusammengehalten wird. Die Übung hilft zu verstehen, wie Kulturerbe und Bürgerschaft zusammenhängen. Sie zeigt, wie die Mitgliedstaaten gemeinsam eine vielfältige europäische Identität aufbauen und wie kulturelle Projekte und die Zusammenarbeit zwischen Ländern die Union stärken. |
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Lernziele |
- Die Vielfalt des europäischen Kulturerbes entdecken und die Rolle jedes Mitgliedstaats beim Aufbau des Netzes von Identitäten erkennen, das in der Europäischen Union zusammenkommt; - Erste Fragen zu Identität, Vielfalt und der Bedeutung von Kulturerbe anregen; - Über das Zusammenleben und die Zusammenarbeit verschiedener Traditionen und Gemeinschaften nachdenken und dabei das Motto „In Vielfalt geeint“ in den Mittelpunkt stellen. |
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Format/Link zur Quelle |
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Empfohlener Einsatz |
- Das Europäische Kulturerbe-Siegel vorstellen und kurz erklären, wozu es da ist und was „Kulturerbe“ auf verschiedenen Ebenen bedeutet; - Die Schüler*innen einladen, die Plattform „European Heritage Hub“ zu erkunden und über diese Fragen nachzudenken: Wie trägt dieses Kulturerbe zu einer vielfältigen europäischen Identität bei? Wie können die Traditionen verschiedener Länder nebeneinander bestehen und die Europäische Union bereichern? - Die Ideen aus den Gruppen teilen und besprechen. |
7. Gemeinsames Projekt 1: Wir bringen Veränderung!
Such dir ein Problem an deiner Schule aus, das dir wichtig ist (zum Beispiel, dass der Schulhof nicht immer sauber ist oder dass Schüler*innen nicht immer respektvoll miteinander umgehen). Bereite mit einer Gruppe von Mitschüler*innen eine Präsentation vor. Versucht, andere Mitglieder der Schulgemeinschaft davon zu überzeugen, dass das Thema wichtig ist, und erklärt, was sie vor Ort tun können, um etwas zu verbessern.
So geht ihr vor:
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Wählt das Thema der Präsentation aus. Besprecht es mit euren Mitschüler*innen und entscheidet gemeinsam.
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Bereitet das Material für die Präsentation vor. Stellt das Problem klar dar und erklärt, warum es wichtig ist. Schlagt nächste Schritte vor.
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Plant, wie ihr die Präsentation haltet. Verschiedene Mitglieder eurer Gruppe können verschiedene Teile vorstellen.
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Haltet die Präsentation in eurer Klasse. Besprecht mit eurer Lehrkraft und euren Mitschüler*innen die nächsten Schritte, die ihr vorgeschlagen habt. Hört euch auch ihre Vorschläge an.
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(freiwillig) Wenn möglich, könnt ihr die Präsentation auch vor allen Schüler*innen der Schule halten. So macht ihr mehr Menschen auf das Thema aufmerksam, erklärt, warum es wichtig ist, und sprecht darüber, was man tun kann.
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Erstellt nach der Präsentation einen kurzen, gedruckten Aktionsplan und teilt eure Vorschläge mit den anderen in der Klasse und in der Schule. In diesen Plan könnt ihr praktische Vorschläge schreiben, mit denen alle sofort anfangen können, um das Problem an der Schule zu verbessern.
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Jetzt habt ihr einen Plan und konkrete Vorschläge. Überlegt mit den anderen in eurem Team, wie ihr an eurer Schule noch mehr verändern könnt. Wie könnt ihr die anderen informieren? Wie könnt ihr bei der Umsetzung helfen? Was kann man konkret tun?
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Lernziele |
Nach den Aktivitäten sollen die Schüler*innen:
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Empfohlener Einsatz |
Die Schüler*innen können dieses Material in Gruppen in der Klasse und in der Schule nutzen. Die Lehrkräfte können sie dabei begleiten. |
8. Gemeinsames Projekt 2: Eine Ausstellung zur europäischen Identität!
Jetzt, wo du so viel über europäische Identität gelernt hast, kannst du mit deiner Klasse (zusammen mit euren Lehrkräften) eine Ausstellung an eurer Schule organisieren. Plant eine Ausstellung, in der ihr zeigt, was eure europäische Identität ausmacht.
Die Lehrkräfte können euch helfen, einen Ort in der Schule für die Ausstellung zu finden und einen oder mehrere Tage und Uhrzeiten festzulegen, an denen man die Ausstellung besuchen kann.
Die Lehrkräfte können auch gemeinsam mit den Schüler*innen Regeln aufstellen, wie die ausgestellten Gegenstände geschützt werden. Einige Schüler*innen der Klasse können Schilder für die Ausstellung gestalten (zum Beispiel malen), die alle daran erinnern, wie wir uns in Museen und Ausstellungen verhalten:
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Wir fassen die Gegenstände nicht an.
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Wir gehen ruhig.
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Wir essen und trinken nicht.
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Wir achten darauf, dass nichts kaputtgeht.
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Fällt euch noch etwas ein?
Für die Ausstellung kann jede*r Schüler*in etwas mitbringen, das für sie oder ihn mit der europäischen Identität zu tun hat. Das kann ein Foto, ein Bild, ein Gegenstand von zu Hause oder etwas anderes sein. Sei kreativ!
Zu Hause kannst du dir auch Zeit nehmen, um etwas Neues zu gestalten. Du hast so viel über europäische Identität gelernt. Was fällt dir jetzt dazu ein? Mal etwas oder bau etwas!
Wenn ihr alles in die Schule mitgebracht habt, könnt ihr die Sachen in Gruppen ordnen, zum Beispiel: Dinge, die mit den europäischen Institutionen und Symbolen zu tun haben, Dinge, die mit Kultur zu tun haben, und so weiter.
Auch andere Mitglieder der Schulgemeinschaft können eigene Gegenstände beisteuern: Schüler*innen aus anderen Klassen oder sogar die Lehrkräfte selbst!
Wenn die Ausstellung fertig ist, können Eltern und andere Menschen aus der Gemeinde sie besuchen. Ihr könnt auch eure jüngeren oder älteren Geschwister oder Freund*innen von anderen Schulen einladen.
Die Ausstellung kann mit anderen Programmpunkten verbunden werden, zum Beispiel mit kurzen Vorträgen, Musik oder Videos. Sprecht mit eurer Lehrkraft über weitere Ideen. Seid kreativ!
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Lernziele |
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Empfohlener Einsatz |
Eignet sich am besten als Abschlussprojekt am Ende des Moduls, bei dem alles zusammenkommt, was die Schüler*innen gelernt haben. Lehrkräfte sollten früh einen Ort und Termine festlegen und die Schüler*innen beim Aufstellen der Ausstellungsregeln einbeziehen (manche Gruppen gestalten die Schilder gern selbst). Wenn auch andere Klassen und das Schulpersonal etwas beitragen, wächst das Gemeinschaftsgefühl. Wenn die Ausstellung für Eltern und die Gemeinde geöffnet wird, fühlt sie sich bedeutsam und echt an und ist mehr als nur eine Übung im Unterricht. |
9. Gemeinsames Projekt 3: Was bedeutet die EU für dich?
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Kurzbeschreibung |
Die Schüler*innen interviewen eine Gruppe von Menschen aus ihrer Umgebung (Familienmitglieder, Lehrkräfte, Menschen, die vor Ort arbeiten, Zugewanderte, ältere Menschen) und fragen: Was bedeutet Europa für dich? Welcher Wert der EU ist dir am wichtigsten? Wann hast du dich mit Europa verbunden gefühlt? Wann nicht? Sie sammeln Tonaufnahmen, Zitate und Fotos (mit Erlaubnis) und gestalten daraus eine Ausstellung in der Schule oder im Rathaus mit Plakaten, QR-Codes und Porträts. |
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Lernziele |
- Mit Interviews verschiedene Sichtweisen auf Identität und Bürgerschaft kennenlernen. - Persönliche Geschichten mit europäischen Werten, Rechten und Pflichten verbinden. |
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Format/Link zur Quelle |
https://www.qr-code-generator.com/ und |
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Empfohlener Einsatz |
Eignet sich als Abschlussaktivität für Modul 2. |
10. Gemeinsames Projekt 4: We-Europeans – Mit aktiver europäischer Bürgerschaft gegen Populismus
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Kurzbeschreibung |
„We‑Europeans“ ist ein Projekt, bei dem verschiedene Partner zusammenarbeiten. Ihr Ziel ist es, dem wachsenden Populismus in Europa etwas entgegenzusetzen, weil er die vielfältige Identität der Europäischen Union zu verzerren droht. Gleichzeitig fördert das Projekt die Werte aktiver Bürgerschaft, zum Beispiel die Achtung der Menschenrechte, Freiheit, Demokratie, Gleichheit und Rechtsstaatlichkeit. Das Angebot verbindet Lerninhalte, Nachdenken und Werkzeuge, die helfen, Populismus besser zu verstehen, kritisch darüber nachzudenken und im Alltag sinnvoll darauf zu reagieren. Es gibt viele Online-Materialien, zum Beispiel Artikel zu verschiedenen Themen, geprüfte Fakten, Erklärvideos über die EU, Werkzeuge zum Argumentieren und einen kostenlosen Online-Kurs (MOOC) mit mehreren Modulen zu Kommunikation, Gegenargumenten und gesellschaftlichem Engagement. |
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Lernziele |
- Verstehen, was Populismus ist und wie er sich auf europäische Identitäten auswirkt; - Fähigkeiten im Kommunizieren und Argumentieren entwickeln, um auf populistische Botschaften sachlich und gut informiert zu antworten; - Die Vielfalt der europäischen Identität stärken, indem man gut informiertes Mitmachen fördert; |
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Format/Link zur Quelle |
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Empfohlener Einsatz |
Der Online-Kurs kann für selbstständiges Arbeiten oder im „umgedrehten Unterricht“ (Flipped Classroom) genutzt werden und ist ein guter Einstieg für Gespräche in der Klasse: a) populistische Erzählungen mit Fakten und Zahlen vergleichen; b) kreative Gegenerzählungen gestalten (kurze Videos, Texte mit Argumenten); |
11. Multimedia 1: Was bedeutet Mitbestimmung von Kindern?
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Kurzbeschreibung |
In dieser Folge des Eurochild-Podcasts spricht der Kommunikationskoordinator Davide Rambaldi mit Georgios Efrem und Rhythm, Mitgliedern des Kinderrats, darüber, was echte Mitbestimmung von Kindern bedeutet. Sie zeigen, wie Kinder und Jugendliche aktiv bei Entscheidungen mitreden können, die ihr Leben betreffen – und zwar richtig und nicht nur zum Schein. Dabei geht es um echte Beispiele aus Zypern und Malta: Dort haben junge Menschen an politischen Entscheidungen mitgewirkt, Vorschläge bei Behörden eingereicht und sogar bei der Auswahl von neuen Mitarbeitenden mitentschieden. Eine wichtige Erkenntnis: Kinder sollten von Anfang an bei Projekten dabei sein, und man sollte eine Sprache benutzen, die sie wirklich verstehen. Die Folge betont, dass Kinder schon heute aktiv etwas beitragen und nicht nur die Bürger*innen von morgen sind. Sie zeigt, wie echte Mitbestimmung Kinder stark macht, ihre Gemeinschaft mitzugestalten. |
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Lernziele |
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Format/Link zur Quelle |
https://eurochild.org/news/podcast-what-is-child-participation/ |
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Empfohlener Einsatz |
Nutze diesen Podcast als Anstoß für ein Gespräch in der Klasse oder für Gruppenaktivitäten. Die Schüler*innen können Beispiele für Mitbestimmung von Kindern untersuchen, Ideen sammeln, wie sie selbst bei Entscheidungen in der Schule oder in ihrer Gemeinde mitreden könnten, und darüber nachdenken, warum ihre Stimme zählt. |
12. Multimedia 2: Schüler*innen entdecken die Welt mit Model United Nations
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Kurzbeschreibung |
Dieser Ausschnitt gibt einen Überblick über das Programm Model United Nations (MUN). Das ist ein Planspiel, bei dem Schüler*innen die Rolle von Vertreter*innen bei den Vereinten Nationen übernehmen. Sie diskutieren, schreiben Beschlüsse und stimmen ab, oft in der Generalversammlung oder im Sicherheitsrat. So sammeln sie praktische Erfahrungen mit Demokratie, Diplomatie zwischen Ländern und dem Lösen von Konflikten. Eine wichtige Lektion: Gute Führung bedeutet, anderen zu dienen und nicht, Macht auszuüben. Die Schüler*innen lernen, wie wertvoll Zuhören, Kompromisse und Zusammenarbeit sind. Das fördert Gespräche und verhindert, dass sich Gruppen gegeneinander stellen. Insgesamt hilft MUN jungen Menschen, gut informiert, engagiert und hoffnungsvoll zu sein. Sie kennen die großen Probleme der Welt und wollen in ihrer Gemeinschaft und darüber hinaus etwas Gutes bewirken. |
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Lernziele |
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Empfohlener Einsatz |
Mit diesem Video kannst du den Schüler*innen zeigen, wie man sich in der Praxis für die Gesellschaft einsetzt. Nach dem Anschauen können die Schüler*innen Debatten zu Themen vor Ort oder weltweit nachspielen, Probe-Beschlüsse schreiben und darüber nachdenken, welche Fähigkeiten man braucht, um gemeinsam Entscheidungen zu treffen. |
13. Multimedia 3: Wohlbefinden für Kinder: Identität und Werte
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Kurzbeschreibung |
Dieses Video zeigt, was Identität ist und woraus sie besteht, zum Beispiel aus Herkunft, Sprache, Hobbys und persönlichen Werten. Es betont, dass ein starkes Gefühl dafür, wer man ist, und Selbstvertrauen sehr wichtig sind, damit es einem gut geht und man erfolgreich ist. Die Lernenden werden ermutigt zu erkennen und anzunehmen, wer sie sind und was ihnen wichtig ist, und stolz darauf zu sein. Das Video erklärt Werte als Überzeugungen oder Eigenschaften, die uns Orientierung geben. Es gibt praktische Tipps, zum Beispiel eine Liste der eigenen Interessen zu schreiben, damit Kinder herausfinden, welche Werte ihnen am wichtigsten sind. Außerdem ermutigt das Video, die eigene Kultur und Sprache zu feiern und echt zu sein. Das macht die Gesellschaft bunt und lebendig. Die Botschaft: Identität verändert sich und wächst mit der Zeit, aber wer seinen wichtigsten Werten treu bleibt, wird selbstbewusster und stärker. |
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Lernziele |
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Empfohlener Einsatz |
Nutze dieses Video, um Gespräche über die eigene Identität, Vielfalt und Werte anzustoßen. Die Schüler*innen können Listen mit ihren persönlichen Werten schreiben, etwas über ihre Kultur erzählen oder darüber nachdenken, wie ihre Identität ihre Entscheidungen und ihr Handeln beeinflusst. |
14. Multimedia 4: Demokratie, Rechte, Erinnerung: Zeitzeugenberichte aus dem Aljube-Museum
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Kurzbeschreibung |
Das Aljube-Museum sammelt und bewahrt Erinnerungen von Menschen aus dem Widerstand und von ehemaligen politischen Gefangenen (und auch von Angehörigen und Menschen aus der Gemeinde). Sie erzählen von der Zeit der Diktatur in Portugal, die 1974 mit der Nelkenrevolution im April endete. Über das Dokumentationszentrum und seine Sammlungen können Lehrkräfte Berichte aus erster Hand nutzen, um über Menschenrechte, demokratische Freiheiten, Zivilcourage und die Folgen von Unterdrückung zu lernen. Die Schüler*innen können mit den Berichten schwierige Entscheidungen, Formen des Widerstands und die Bedeutung von Freiheit und Demokratie heute untersuchen. |
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Lernziele |
- Zeitzeugenberichte als Originalquellen untersuchen und wichtige Themen zu Bürger- und Menschenrechten erkennen. - Persönliche Geschichten mit demokratischen Werten, Rechten und Pflichten verbinden. - Kritisch nachdenken und miteinander über schwierige Themen aus Geschichte und Gesellschaft sprechen. |
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Format/Link zur Quelle |
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Empfohlener Einsatz |
- Modul 2: Einstiegsfragen: Was ist passiert? Um welche Rechte und Freiheiten geht es? Vor welchen Entscheidungen standen die Menschen? Wie fühlst du dich dabei, und was können wir in solchen Situationen tun? - Gruppenaufgabe: eine Karte der Rechte und Werte für die eigene Nachbarschaft erstellen. |
15. Multimedia 5: Gleichberechtigung der Geschlechter – eine dringende Aufgabe
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Kurzbeschreibung |
Diese Unterrichtseinheit hilft Schüler*innen herauszufinden, wie Geschlechterrollen und Klischees den Alltag, die Wahl von Schulfächern und die Chancen für die Zukunft beeinflussen. Mit angeleiteten Gesprächen und praktischen Aktivitäten, unterstützt durch Zahlen und Bildmaterial, denken die Lernenden über Ursachen und Folgen der Ungleichheit zwischen den Geschlechtern nach. Sie überlegen, wie junge Menschen zu einer gerechteren Welt beitragen können, in der alle dazugehören – angefangen in ihrer eigenen Gemeinschaft. |
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Lernziele |
- Erkennen, wie Geschlechterrollen und Klischees persönliche Entscheidungen und Erwartungen der Gesellschaft beeinflussen. - Zahlen und Medien zur Gleichberechtigung der Geschlechter untersuchen und das Gespräch darüber fördern. - Herausfinden, was Schüler*innen tun können, um die Gleichberechtigung der Geschlechter in ihrer Gemeinschaft zu fördern. |
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Format/Link zur Quelle |
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Empfohlener Einsatz |
In Einheiten zu Identität und Werten einsetzen, um persönliche Erfahrungen mit den europäischen Grundsätzen zu Rechten und Gleichberechtigung zu verbinden (Modul 2). |
16. Multimedia 6: Entscheidungen für unsere gemeinsame Zukunft
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Kurzbeschreibung |
Dieses Material zeigt, dass es gar nicht so einfach ist, die Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) zu erreichen, weil man oft abwägen muss. Mit interaktiven Geschichten und angeleiteten Aktivitäten untersuchen die Schüler*innen, wie etwas, das einem Ziel hilft, andere Ziele beeinflussen kann. So verstehen sie Nachhaltigkeit besser, verbinden weltweite Herausforderungen mit ihrer Umgebung und denken über Werte und Verantwortung nach. |
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Lernziele |
- Verstehen, dass es zwischen den Zielen für nachhaltige Entwicklung Spannungen, Abwägungen und unterschiedliche Interessen geben kann. - Kritisches Denken üben, indem man schwierige Entscheidungen rund um Nachhaltigkeit untersucht. - Erkennen, dass nachhaltige Lösungen auch Kompromisse brauchen. |
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Format/Link zur Quelle |
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Empfohlener Einsatz |
Modul 2 – Hilft den Schüler*innen zu verstehen, dass Nachhaltigkeit gut überlegte Entscheidungen braucht und nicht mit einfachen Lösungen zu erreichen ist. Außerdem verbindet es die europäische Identität mit den Nachhaltigkeitszielen. |