Unterrichtspläne

4. Unterrichtsplan 4: Freundlichkeit weitergeben

Titel der Unterrichtseinheit:

Freundlichkeit weitergeben

Praktische Informationen

-            Fach/Klasse/Gruppe: Politische Bildung / Kritisches und kreatives Denken

-            Klasse/Gruppe: 10–12 Jahre

-            Datum und Dauer (insgesamt): 45’ + 45’

-            Name der Lehrkraft:

Lernziele

Am Ende der Unterrichtsstunde werden die Schüler in der Lage sein:

-            die Probleme von Armut und Hunger zu verstehen.

-            eine Lebensmittelsammlung zu planen und durchzuführen.

-            eine kurze Botschaft oder Plakate zu erstellen, die andere zum Mitmachen ermutigen.

-            über ihr Handeln und dessen Auswirkungen auf die Gemeinschaft zu reflektieren.

Erfolgskriterien

Die Schüler können:

-            die Botschaft zur Lebensmittelsammlung klar vermitteln; die Botschaft regt zum Handeln an (Aufruf zum Handeln).

-            die Bedeutung von Verantwortung und Zusammenarbeit verstehen.

-            (durch Reflexion) kritisches Denken und Empathie zeigen.

Wichtige Inhalte und Ressourcen

-            Schlüsselbegriffe/Konzepte: Armut, Hunger, gesellschaftliche Verantwortung, gemeinschaftliche Aktivitäten, Solidarität.

-            Hauptquellen: UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung 1 und 2, lokale Tafeln.

-            Materialien/Hilfsmittel: Smartphones/Tablets, CapCut/InShot, Plakate, Planungsvorlagen.

Methoden und Gruppeneinteilung

-            Gruppendiskussion (3–4 Schüler*innen), kreative Aktivität und Reflexion (ganze Klasse).

Unterrichtsablauf
 (5 Schritte)

Beobachten – Fragen – Nachdenken – Gestalten – Reflektieren

Beschreibung

1. Einführung

-            Ziel: Wissen aktivieren und die Relevanz des Themas aufzeigen.

-            Aktivität: Stellen Sie 1–2 kurze Beispiele für Lebensmittelsammelaktionen oder soziale Initiativen vor.

-            Diskussion: Würden Sie diese Informationen an andere weitergeben? Warum? Wie können wir Menschen dazu ermutigen, sich an Lebensmittelsammelaktionen zu beteiligen?

-            Dauer: 10 Min.

2. Präsentation/Recherche

-            Ziel: Herausfinden, was Armut und Hunger sind und wie wir helfen können.

-            Aktivität: Die Lehrkraft stellt die Ziele SDG 1 und SDG 2 vor und erklärt die Grundsätze der Lebensmittelsammlung. Die Gruppen wählen den Schwerpunkt ihrer Kampagne (z. B. ältere Menschen, Kinder in Armut). Es werden Planungstabellen vorgestellt.

-            Dauer: 15 Min.

3. Anwendung/Übung

 

-            Ziel: Die Schüler wenden ihr Wissen durch kreative Aktivitäten an.

-            Aktivität: In Gruppen planen die Schüler*innen eine Kampagne. Fragen, die gestellt werden sollten: Wo sollen die Produkte gesammelt werden (Geschäft, Schule)? Welche Botschaften oder Plakate sollen verwendet werden? Wie kann man andere zum Mitmachen motivieren? (z. B. „Teile deine Freundlichkeit“, „Lade einen Freund zum Mitmachen ein“)

-            Dauer: 25 Min.

4. Individualisierung und Integration

-            Ziel: Die Aktivitäten verbessern, individuell gestalten und reflektieren.

-            Aktivität: Jeder Schüler leistet auf einzigartige Weise einen Beitrag (Schreiben, Plakatgestaltung, Videoaufnahmen, Koordination). Die Gruppen sammeln Lebensmittel, stellen Plakate oder Videos fertig und bereiten sich auf die Reflexion vor.

-            Dauer: 25 Min.

5. Rückblick & Bewertung

-            Ziel: Austausch, Feedback geben und das Gelernte festigen.

-            Aktivität: Rückblick auf die Gruppenarbeit (Plakate, Videos, Fotos); Feedback unter Gleichaltrigen: „Früher dachte ich … Jetzt denke ich …“; die Lehrkraft fasst zusammen und bittet die Schüler, wichtige Ideen und gewonnene Erkenntnisse aufzuschreiben.

-            Dauer: 15 Min.

Leistungsüberprüfung

-            Formative Kontrollen: Beobachtung während der Planung und Durchführung, Qualität der Gruppendiskussionen

-            Summative Bewertung: Durchgeführte Lebensmittelsammelaktion, Plakate oder Videos (unter Verwendung der Bewertungskriterien: Klarheit, Kreativität, Wirkung)

-            Selbst- und Peer-Bewertung der Schüler: „Früher dachte ich … Jetzt denke ich …“

Differenzierung und Inklusion

-            Gruppenrollen: Planer, Plakatgestalter, Videoproduzent, Sammler

-            Visuelle Hilfsmittel, Wörterbuch

-            Mögliche Ergebnisse: Plakat, Fotocollage, Audioaufnahme

Hausaufgabe / Vertiefung (optional)

Erstelle eine Reflexion für die örtliche Gemeinde oder die Stadtverwaltung über die Bedeutung von Lebensmittelsammlungen und der Hilfe für Bedürftige.

Anmerkungen / Tipps / Reflexion

-            Was ist gut gelaufen?

-            Was sollte beim nächsten Mal anders gemacht werden?

-            Waren alle Schüler beteiligt?

-            Was war der Mehrwert?