Modulaktivitäten

2. Aktivität 2: Rollenspiel | Jugendgericht

Titel der Aktivität:
Jugendgericht

Lernziele

- Nachrichtenartikel über Geschlechterungleichheit analysieren.

- Anwendung der EU-Werte bei der Entscheidung über den Fall bzw. die Fälle.

- Argumente vorbringen, beraten und faire Lösungen vorschlagen.

Abstimmung auf die SDGs

SDG 5 – Geschlechtergleichstellung

Verbindung zu den Werten und der Identität der EU

Menschenrechte, Gleichstellung, Demokratie. Rechtsstaatlichkeit, aktive Bürgerschaft

Alter/Stufe

Unterstufe der Sekundarstufe (13–15)

Vorkenntnisse/Voraussetzungen

- Einige Erfahrungen im Lesen und Analysieren von Nachrichten

- Grundlegendes Verständnis von Geschlechterfragen und Menschenrechten.

Dauer

45 Minuten (10 Minuten Einführung + Rollenverteilung / 20 Minuten Lesen und Vorbereiten des Fallbeispiels / 10 Minuten Scheinprozess / 5 Minuten Nachbesprechung)

Gruppengröße und Gruppeneinteilung

Gruppen zu je 4 Schüler*innen: Richter*in, Staatsanwalt/Staatsanwältin, Verteidiger*in und ein/e Journalist*in

Umfeld

Klassenzimmer

Materialien und Ressourcen

Kurze Artikel (jeweils 1 pro Gruppe) zu Themen wie geschlechtsspezifisches Lohngefälle, geschlechtsspezifische Gewalt, Frauen in der Politik... z. B.: https://www.harvardmagazine.com/2025/05/harvard-men-gender-gap-education-employment, https://www.mydoh.ca/learn/blog/education/the-gender-pay-gap-explained-for-kids-and-teens/

https://www.oxfamamerica.org/explore/stories/what-is-the-gender-pay-gap/

Einbeziehung der Gemeinschaft/Interessengruppen (optional)

Ein/e Journalist*in oder Aktivist*in kann um eine Stellungnahme gebeten werden.

Barrierefreiheit und Inklusion

Nachrichtenartikel werden auf unterschiedliche Weise präsentiert; visuelle Symbole oder Bilder helfen dabei, die Rollen zu definieren.

Beschreibung

 

Die Lehrkraft erklärt das Ziel des Jugendgerichts und was die Schüler*innen tun werden: echte Fälle aus den Nachrichten beurteilen. Jede Gruppe erhält einen kurzen Artikel, und jedes Gruppenmitglied eine bestimmte Rolle.

Dann beginnt die Vorbereitung: Der/die Journalist*in fasst den Nachrichtenartikel zusammen, der/die Staatsanwalt/Staatsanwältin und der/die Verteidiger*in bereiten gegensätzliche Argumente vor, und der/die Richter*in entwirft zwei oder drei Fragen, die er beiden Seiten stellen wird, und plant das Urteil.

Die Verhandlung beginnt: Der/die Journalist*in stellt den Fall vor, jede Seite trägt ihre Argumente vor, und der/die Richter*in stellt Fragen und verkündet das Urteil.

Alle Schüler*innen schlagen eine konkrete Maßnahme vor, die die Situation verbessern könnte.

Die Arbeit endet mit einer Reflexion: Stellt euch vor, es ist das Jahr 2035: Welches Gesetz gibt es aufgrund von Einstellungen, die heute ihren Anfang nehmen? Welche Einstellungen?

 

Bewertung

Formative Bewertung

Teilnahme am Rollenspiel, stichhaltige Argumente und respektvoller Umgang miteinander. Feedback von Mitschüler*innen: Was war der überzeugendste Punkt, den du gehört hast?

Selbstbewertung: Wie gut habe ich meinen Standpunkt erklärt?

Schüler

Selbstbewertung

Selbstbewertung: Wie gut habe ich meinen Standpunkt erklärt?

Feedback von Mitschüler*innen

Feedback von Mitschüler*innen: Was war der überzeugendste Punkt, den du gehört hast, und warum?

Dokumentation, Belege und Nachverfolgung

Zu sammelnde Belege

Zusammenfassung der Fälle und Urteile; Reflexionen auf Post-its

Wirkungsnachverfolgung

Förderung von bürgerschaftlichem und kritischem Denken; Sensibilisierung für reale Probleme.

Verbreitung

Newsletter; Social-Media-Kampagne

Nächste Schritte

Ein von Schüler*innen geleiteter Podcast, der reale Geschichten rund um Menschenrechte beleuchtet und jungen Menschen die Möglichkeit gibt, sich zu äußern, zu reflektieren und etwas zu bewirken.

Reflexion der Lehrkraft

Was hat gut funktioniert und warum?

Was würde ich beim nächsten Mal ändern?

Lernnachweis (wurden die Erfolgskriterien erfüllt?)

Inklusion und Wohlbefinden: Wer wurde (nicht) erreicht?

Partnerschaften und Gemeinschaft: Mehrwert?