Zusätzliche Materialien

10. Multimedia 1 – Wir planen eine Stadt, in der alle dazugehören

Kurzbeschreibung

Bei dieser Aktivität planen die Schüler*innen eine ausgedachte europäische Stadt, die Neuankömmlinge wie Geflüchtete oder zugewanderte Familien willkommen heißt. Die Stadt soll Menschen helfen, sich einzuleben, den Zusammenhalt vor Ort stärken und auch in Krisenzeiten hilfsbereit und widerstandsfähig bleiben.

Als Ausgangspunkt nutzen die Schüler*innen ausgewählte Zahlen aus der OECD-Infografik „International Migration Outlook 2025 – Key facts and figures“. Die Lehrkraft wählt 2–3 einfache Angaben aus der Infografik aus, zum Beispiel zu Migrationsbewegungen, zur Beteiligung am Arbeitsmarkt oder dazu, wie viel Unterstützung in Bildung, Gesundheit und im Zusammenleben gebraucht wird.

Nach einem kurzen Gespräch erstellen die Schüler*innen in Gruppen eine gezeichnete oder digitale Karte einer europäischen Stadt, in der alle dazugehören. Auf ihrer Stadtkarte müssen mindestens fünf Orte oder Angebote zu sehen sein, die alle einbeziehen, zum Beispiel eine Schule, die Neue willkommen heißt, ein Sprachclub, ein Gemeinschaftszentrum, eine Anlaufstelle für Gesundheit, ein Jugendtreff, ein Zentrum für Freiwillige oder ein Platz für interkulturelle Feste.

Jede Gruppe stellt ihre Stadt vor und erklärt, wie die geplanten Orte Solidarität, Inklusion und Zusammenhalt in Krisen fördern.

Lernziele

Am Ende der Aktivität können die Schüler*innen

- ausgewählte Zahlen zur Migration aus einer Infografik einfach und altersgerecht verstehen;

- erkennen, was Neuankömmlinge, Geflüchtete und zugewanderte Familien in einer Gemeinde brauchen;

- Migration, Solidarität und Zusammenhalt in Krisen mit europäischen Werten und den Zielen für nachhaltige Entwicklung verbinden.

Format/Link zur Quelle

OECD-Infografik: International Migration Outlook 2025 – Key facts and figures

Empfohlener Einsatz

Diese Aktivität wird als Gruppenaktivität im Unterricht empfohlen, nachdem die Themen Migration, Geflüchtete, Solidarität und Zusammenhalt in Krisen eingeführt wurden. Sie kann auch beim Online-Lernen oder gemischten Lernen genutzt werden, wenn die Schüler*innen ihre Karten digital erstellen.


Die Lehrkraft fragt die Schüler*innen zuerst: „Was braucht jemand, der in ein neues Land oder eine neue Stadt kommt?“ Die Schüler*innen sammeln Ideen, zum Beispiel Schule, Freund*innen, Hilfe mit der Sprache, Gesundheitsversorgung, Sicherheit, eine Wohnung, Arbeit, Aktivitäten in der Gemeinschaft und zuverlässige Informationen.


Dann zeigt die Lehrkraft 2–3 ausgewählte Angaben aus der OECD-Infografik. Die Schüler*innen besprechen, was die Zahlen zeigen, warum sie für eine europäische Stadt wichtig sein könnten und wie eine Gemeinschaft hilfsbereit und offen darauf reagieren kann.


In Gruppen planen die Schüler*innen ihre eigene ausgedachte europäische Stadt. Auf ihrer Karte sollte Folgendes zu sehen sein:

  • der Name der Stadt;

  • mindestens fünf Orte oder Angebote, die alle einbeziehen;

  • kurze Erklärungen, wen jeder Ort unterstützt und wie;

  • mindestens ein oder zwei Bezüge zu den Zahlen der OECD;

  • passende Nachhaltigkeitsziele;

  • passende europäische Werte;

  • eine kurze Botschaft, die den Satz vervollständigt: „Eine europäische Stadt, in der alle dazugehören, ist stark, weil …“


Die Aktivität regt die Schüler*innen an, Migration nicht als etwas zu sehen, das Angst macht, sondern als gemeinsame Aufgabe für die Gemeinschaft, die man mit Solidarität, Zusammenarbeit und kreativen Lösungen vor Ort bewältigen kann.