Zusätzliche Materialien

2. Fallbeispiel 2 – Willkommenszentren für Geflüchtete in ganz Europa

Lernziele

  • Verstehen, vor welchen Schwierigkeiten Geflüchtete und Vertriebene stehen.
  • Untersuchen, wie europäische Bürger*innen geflüchtete Menschen unterstützt haben.
  • Mitgefühl, Toleranz und Inklusion fördern.

Bezug zu den Nachhaltigkeitszielen (SDGs)

Wichtigstes Nachhaltigkeitsziel
  • SDG 10 – Weniger Ungleichheiten 

Weitere passende Nachhaltigkeitsziele
  • SDG 4 – Hochwertige Bildung 

  • SDG 16 – Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen

Bezug zu Werten & Identität der EU

  • Menschenrechte und Menschenwürde 

  • Gleichberechtigung und Inklusion 

  • Respekt vor Vielfalt 

  • Solidarität mit Menschen, die besonders Hilfe brauchen 

Alter/Stufe

Sekundarstufe I – 13 bis 16 Jahre

Vorwissen/Voraussetzungen

Grundwissen über Migration und Menschenrechte.

Dauer

Insgesamt: 90 Minuten

Gruppengröße & Gruppeneinteilung

Die Schüler*innen werden in Gruppen von 4–6 Personen aufgeteilt

Ort

Klassenraum oder Fachraum für Gesellschaftslehre.

Materialien

  • Geschichten von und Interviews mit Geflüchteten 
  • Ausgedruckte Karten und Fotos 
  • Flipcharts und Marker 
  • Internetzugang (freiwillig)

Einbindung der Gemeinde/von Partnern

Eine Person von einer Nichtregierungsorganisation oder eine Fachkraft aus der Unterstützung für Migrant*innen einladen, um mit den Schüler*innen zu sprechen.

Barrierefreiheit & Inklusion

  • Mit Bildmaterial, das beim Verstehen hilft 
  • Die Schüler*innen wählen ihre Rolle bei der Präsentation selbst 
  • Blätter mit vereinfachtem Wortschatz vorhanden

Beschreibung

Die Schüler*innen untersuchen Beispiele für Willkommenszentren für Geflüchtete, die in mehreren europäischen Ländern während humanitärer Krisen eingerichtet wurden. Sie finden heraus, wie Schulen, Nichtregierungsorganisationen und Freiwillige geflüchteten Familien Unterkunft, Bildung, Essen und seelische Unterstützung gegeben haben.

Nützlicher Link:

https://hias.org/hias-eu/welcome-circles-europe/

https://european-social-fund-plus.ec.europa.eu/en/social-innovation-match/case-study/garden-encounter

https://home-affairs.ec.europa.eu/projects/nicolina-humanitarian-and-social-assistance-centre_en

Die Gruppen bereiten vor:

  • einen „Willkommensleitfaden“ für neue Schüler*innen, 

  • Plakate für Inklusion und Toleranz, 

  • kurze Präsentationen darüber, wie Schulen Neuankömmlinge unterstützen können.

Bewertung

Begleitende Bewertung

Die Lehrkraft bewertet die Beteiligung, das Mitgefühl in den Gesprächen und die Zusammenarbeit.

Abschließende Bewertung

Die Gruppen geben ab:

  • Plakate zur Inklusion 

  • Kurze schriftliche Gedanken

Selbsteinschätzung

der Schüler*innen

„Eine Sache, die ich über Inklusion gelernt habe, ist …“ 

„Wie können Schulen einladender werden?“

Rückmeldung der Mitschüler*innen

Die Schüler*innen geben ihren Mitschüler*innen positive Rückmeldungen und Vorschläge.

Dokumentation, Nachweise & nächste Schritte

Was gesammelt wird

  • Plakate und Präsentationen 
  • Notizen zum Nachdenken 
  • Fotos von der Gruppenarbeit

Wirkung beobachten

Beobachten, ob sich das Miteinander und die Zusammenarbeit in der Klasse verbessern.

Ergebnisse teilen

Botschaften zur Inklusion im ganzen Schulgebäude aufhängen.

Nächste Schritte

Einen „Tag der Inklusion“ oder ein interkulturelles Fest an der Schule organisieren.

Nachdenken für Lehrkräfte

  • Haben die Schüler*innen Mitgefühl und Verständnis gezeigt? 

  • Konnten die Lernenden Fragen zur Migration mit den Werten der Bürgerschaft verbinden?