Modulaktivitäten
6. Aktivität 6: Workshop zur Problemlösung: „Gerechte Lösungen für Europas Migrationsherausforderung finden“
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Titel der Aktivität: |
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Lernziele |
Die Schüler werden: • die Hauptursachen und Herausforderungen der Migration in der EU verstehen. • verschiedene Perspektiven zu Migration und Integration verstehen. • gemeinsam praktische und faire Lösungen erarbeiten, um Migranten und lokale Gemeinschaften zu unterstützen. • darüber nachdenken, wie Solidarität und Menschenrechte die europäische Identität und Politik prägen. |
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Abstimmung auf die SDGs |
• SDG 10 – Weniger Ungleichheiten • SDG 16 – Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen • SDG 17 – Partnerschaften zur Erreichung der Ziele |
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Verbindung zu den Werten und der Identität der EU |
Menschenwürde – Solidarität – Respekt – Inklusion Die Schüler lernen, wie Migration die europäischen Grundwerte durch Empathie und Zusammenarbeit auf die Probe stellt und stärkt. |
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Alter/Stufe |
13–16 Jahre (untere oder obere Sekundarstufe) |
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Vorkenntnisse/Voraussetzungen |
Grundkenntnisse über Migration und EU-Grundsätze wie Menschenrechte und Freizügigkeit. |
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Dauer |
Gesamtdauer 45 Minuten Aufschlüsselung
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Gruppengröße und Gruppeneinteilung |
20–30 Schüler, aufgeteilt in 4–5 Kleingruppen (jeweils 4–6 Mitglieder). |
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Umfeld |
Klassenzimmer |
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Materialien und Ressourcen |
• Informationsblatt zur EU-Migration (siehe unten) • Karteikarten zur Problemlösung • Flipchartpapier oder Folien zum Festhalten von Ideen • Filzstifte oder digitales Whiteboard (Padlet, Jamboard) • Optional: kurzer Videoclip zum Thema Migration in der EU oder zu Integrationsgeschichten (z. B. youtube.com/watch?v=Og-SgW0V7cY&t=78) |
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Einbeziehung der Gemeinschaft/Interessengruppen (optional) |
NGOs, kommunale Behörden, Europe Direct (optional) |
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Barrierefreiheit und Inklusion |
• Visuelle Darstellungen und vereinfachte Texte für Schlüsselbegriffe. • Mehrere Beteiligungsrollen ermöglichen: Forscher, Autor, Redner, Illustrator. • Fördert respektvolle Diskussionen und Empathie. |
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Beschreibung |
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Die Schüler*innen nehmen an einem Workshop teil, in dem sie gerechte und umsetzbare Lösungen für die Migrationsprobleme einer fiktiven europäischen Stadt entwickeln sollen. Sie arbeiten in kleinen Gruppen und setzen sich mit den Themen Wohnen, Bildung, Arbeitsmarkt und Beziehungen innerhalb der Gemeinschaft auseinander. Die Aufgabe wird durch Stichwortkarten und ein EU-Informationsblatt unterstützt. Anschließend stellt jede Gruppe ihren Plan zur Förderung von Inklusion und Solidarität vor und erläutert, wie europäische Werte dazu beitragen können, reale Migrationsprobleme zu bewältigen. |
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Bewertung |
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Formative Bewertung |
Beobachtung von Teamarbeit, Kreativität, Empathie und Problemlösungsprozess. |
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Summative Bewertung (falls zutreffend) |
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Selbst Selbstbewertung |
„Eine neue Erkenntnis, die ich zum Thema Migration in Europa gewonnen habe, ist …“ |
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Feedback von Mitschülern |
Die Schüler*innen notieren eine „Idee, die es wert ist, beibehalten zu werden“, aus dem Plan einer anderen Gruppe. |
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Dokumentation, Belege und Nachbereitung |
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Zu sammelnde Belege |
Sammelt die Gruppenpläne und Plakate. Erstellt kurze Video- oder Fotoaufnahmen (mit Einwilligung). |
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Wirkungsnachverfolgung |
Wirkungsnachverfolgung: Notieren Sie, ob die Schüler mehr Empathie zeigen oder konkrete lokale Integrationsmaßnahmen vorschlagen (z. B. Sprachaustausch, Kulturtag). |
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Verbreitung |
Hängt eine Zusammenfassung der Unterrichtsstunde an einer Wand in der Schule auf oder veröffentlicht sie auf der Website der Schule. Die Zusammenfassung kann zur Veröffentlichung an die EuroCivic Lab-Projektwebsite (eurociviclab.eu) und an die Social-Media-Seiten gesendet werden – per E-Mail an foldrajz@uni-eszterhazy.hu |
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Nächste Schritte |
Erstellt eine „Fair-Solutions-Wand“, auf der alle Ideen präsentiert werden. |
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Reflexion für Lehrkräfte |
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• Haben die Schüler bei der Lösung des Szenarios Empathie und Fairness gezeigt? • Welche Ideen standen am ehesten im Einklang mit den Grundsätzen der EU? • Wie lässt sich dies mit dem Unterricht in Geografie, Ethik oder Sozialkunde verknüpfen? |
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EU-Migrationsdatenblatt |
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Warum wandern Menschen aus? Menschen ziehen aus vielen Gründen um – wegen Arbeit, Bildung, Familie oder Sicherheit. Einige suchen nach besseren Chancen (Wirtschaftsmigranten), während andere vor Krieg, Katastrophen oder Verfolgung fliehen (Flüchtlinge). Zentrale Herausforderungen in der EU: • Ungleiche Lastenverteilung – Einige Länder müssen mehr Zuwanderer aufnehmen als andere. • Integration – Die Suche nach Wohnraum, Arbeitsplätzen und Bildungsangeboten für Neuankömmlinge. • Öffentliche Meinung – Ein Gleichgewicht zwischen Mitgefühl und Sicherheit finden. • Irreguläre Migration – Grenzschutz bei gleichzeitiger Wahrung der Menschenrechte.
Maßnahmen der EU: • Neuer Pakt zu Migration und Asyl – schafft faire Regeln für die Aufteilung der Verantwortung unter den EU-Ländern. • Frontex – unterstützt das Grenzmanagement. • Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) – finanziert Projekte in den Bereichen Aufnahme, Bildung und Integration. • Humanitäre Partnerschaften – helfen Menschen in der Nähe ihrer Heimatregionen.
Grundgedanke: Migration ist eine Herausforderung, die nur durch gemeinsame Anstrengungen bewältigt werden kann – durch Zusammenarbeit, Gerechtigkeit und Solidarität. |
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Karten zur Problemlösung |
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Jede Gruppe erhält 2–3 Karten, auf die sie sich während des Workshops konzentrieren soll.
Karte 1 – Wohnen und Versorgung Wie kann die Stadt sichere und bezahlbare Wohnungen für Neuankömmlinge bereitstellen? Könnten lokale Gebäude oder ungenutzte Räume umgenutzt werden? Wie können Migranten und Einheimische Gemeinschaftsräume gemeinsam nutzen?
Karte 2 – Bildung und Sprache Welche Programme könnten Kindern und Erwachsenen helfen, die lokale Sprache schneller zu lernen? Wie können Schulen sowohl Schüler mit Migrationshintergrund als auch einheimische Schüler unterstützen? Könnten Schüler ein interkulturelles „Partnersystem“ ins Leben rufen?
Karte 3 – Arbeit und Wirtschaft Wie können Neuankömmlinge faire Arbeit finden und einen Beitrag zur Wirtschaft leisten? Kann die Stadt sie mit lokalen Unternehmen oder Ausbildungsangeboten in Kontakt bringen? Wie könnten ehrenamtliches Engagement oder Praktika helfen?
Karte 4 – Kommunikation und öffentliche Meinung Wie können wir das Verständnis zwischen Einheimischen und Neuankömmlingen fördern? Welche Gemeinschaftsveranstaltungen oder Kampagnen könnten Vorurteile abbauen? Wie können die Medien dazu beitragen, positive Geschichten zu verbreiten?
Karte 5 – Europäische Zusammenarbeit Wie kann die EU kleine Gemeinden bei der Bewältigung der Migration unterstützen? Welche gemeinsamen Werte leiten eine faire Migrationspolitik? Was können wir vor Ort tun, das mit den Zielen der EU in Verbindung steht? |
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