Unterrichtspläne

1. Unterrichtsplan 1: Die Dimensionen der EU-Identität und ihre Verbindungen zur Kulturdiplomatie

Titel der Unterrichtseinheit:

Die Dimensionen der EU-Identität und ihre Verbindungen zur Kulturdiplomatie

Logistik

Zielgruppe: Obere Grundschulstufe/untere Sekundarstufe

Dauer: 75 Minuten

Lernziele

  1. Einige zentrale Säulen der europäischen Identität nennen
  2. Einige Aspekte der europäischen Identität nennen
  3. Die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen der europäischen Identität und der nationalen Identität erläutern
  4. Argumentieren Sie für das Prinzip „In Vielfalt geeint“ in der Europäischen Union
  5. die wichtigsten Dimensionen der europäischen Identität kritisch analysieren
  6. in der Lage sein, Kulturdiplomatie zu definieren
  7. Verstehen, inwiefern Kulturdiplomatie mit der europäischen Identität verbunden ist und diese prägt

Erfolgskriterien

  1. Wissen, was die europäische Identität ausmacht
  2. Verstehen, wie Kulturdiplomatie mit der europäischen Identität zusammenhängt

Wichtige Inhalte und Ressourcen

●      Computer und Beamer

●      Ausgedruckte Bilder und Kategoriebeschriftungen

●      Optional: Je nach Verfügbarkeit kann die Lehrkraft einige Gegenstände für die Rollenspielaktivität mitbringen

●      Online- oder ausgedruckte Quizfragen für jeden Schüler (z. B. Online-Quiz oder Exit-Tickets)

●      Exit-Tickets

Beschreibung

1. Einführung

(15 Minuten)

Diese Unterrichtseinheit beginnt mit einer Aktivität, bei der die Schüler das Wissen selbst entdecken und gemeinsam daran arbeiten, zwischen europäischer und nationaler Identität zu unterscheiden. In jeder Gruppe verteilt die Lehrkraft zwei ausgedruckte Kategorietafeln mit den Bezeichnungen „europäische Identität“ und „nationale Identität“ sowie einige ausgedruckte Bilder. Die Bilder zeigen Folgendes:

●      Die Flagge der Europäischen Union

●      Die Nationalflagge des Landes

●      Das Gebäude des Europäischen Parlaments

●      Das Gebäude des nationalen Parlaments

●      Ein regionales Gericht (beliebtes Essen der Schüler)

●      Musikfestival

●      Bilder von Euro-Währungen, z. B. Münzen

●      Der Eiffelturm

●      Ein Bild mit Grenzen (zur Diskussion über die Freizügigkeit in der Europäischen Union)

Der Lehrer bittet jede Gruppe, die beiden ausgedruckten Etiketten auf ihren Tisch und unter jeden Tisch zu kleben, um die ihnen ausgehändigten Bilder danach zu kategorisieren, ob sie ihrer Meinung nach zur europäischen Identität oder zur nationalen Identität gehören.

Nachdem die Schüler diese Aufgabe gemeinsam in ihren Gruppen bearbeitet haben, werden die Antworten in der Klasse besprochen.

Die Lehrkraft kann diese Fragen nutzen, um den Dialog anzuregen, wenn die Schüler darüber sprechen, wo die einzelnen Bilder ihrer Meinung nach einzuordnen sind.

●      Was ist eine Identität?

●      Passen einige der Bilder in beide Kategorien und Identitätsarten?

●      Gibt es Überschneidungen zwischen den Identitäten?

●      Ist die europäische Identität klar definiert?

Ist die europäische Identität etwas Feststehendes oder etwas, das sich weiterentwickelt?


2. Präsentation (10 Minuten)

Im Anschluss an diese Aktivität hält die Lehrkraft eine kurze PowerPoint-Präsentation mit einigen neuen Informationen. Die Lehrkräfte können sich inhaltlich am Schüler- oder Lehrerhandbuch orientieren, doch zusammenfassend sollten die Folien dieser Unterrichtseinheit die folgenden Themen abdecken.

a) die Wurzeln der europäischen Identität

b) Aspekte der europäischen Identität

Während der Lehrer diese Folien präsentiert, fügt er den Satz „In Vielfalt geeint“ als einen Aspekt der europäischen Identität ein. Der Lehrer unterbricht die Präsentation an dieser Stelle und bittet die Schüler, sich einzubringen und ihre Ansichten zu äußern.

●      Was bedeutet das ihrer Meinung nach?

●      Wie lässt sich dies erreichen? Fällt ihnen ein Beispiel ein?

●      Wie können Länder und Menschen in Vielfalt vereint sein?

3. Anwendung: Verständnis überprüfen

Den Schülern kann ein kurzes Quiz mit einigen Schlüsselfragen vorgelegt werden, um zu überprüfen, inwieweit alle Schüler den präsentierten Stoff verstanden haben. Es ist wichtig, den Schülern die Möglichkeit zu geben, einige Aufgaben selbstständig zu bearbeiten. Dieses Quiz kann als eine Art formative Beurteilung eingesetzt werden, um das Lernen der Schüler zu unterstützen. Das bedeutet, dass der Zweck dieses Quiz nicht darin besteht, die Schüler zur Rechenschaft zu ziehen. Vielmehr sollen die Schüler ihren Wissensstand einschätzen können und die Möglichkeit erhalten, Missverständnisse zu klären.

Sofern im Klassenzimmer entsprechende Technik zur Verfügung steht, ist es auch möglich, dieses Quiz den Schülern online zu stellen (z. B. mit der Option für anonyme Quizze in Microsoft Forms), sodass die Lehrkräfte die Antworten anonym erfassen und auf aggregierter Ebene Feedback zu ihrem Unterricht erhalten können. Wenn ausschließlich Multiple-Choice-Fragen enthalten sind, können die Antworten jedes Schülers nach Abschluss des Quiz schnell automatisch korrigiert werden. Dennoch ist es in jedem Fall sehr hilfreich, in der folgenden Unterrichtsstunde nach diesem Quiz etwas Zeit einzuplanen, um Feedback zu geben und mögliche Missverständnisse zu besprechen, bevor man weitermacht.

 

Weitere Informationen finden Sie in Aktivität 5 dieses Handbuchs.

4. Rollenspiel (20 Minuten)

Im Anschluss an die Erläuterung der Kulturdiplomatie folgt eine Rollenspielaktivität in der Klasse. Dies unterstützt das spielerische Lernen. Die Schüler*innen haben die Möglichkeit, spielerisch zu lernen und ihr Verständnis von Kulturdiplomatie durch ihre Rollen zu demonstrieren. Den Schüler*innen werden nach dem Zufallsprinzip bestimmte Rollen zugewiesen. Der Anfang der Geschichte wird den Schüler*innen vorgegeben, der weitere Verlauf wird jedoch improvisiert. Je nach Anzahl der Schüler*innen können Rollen weggelassen oder hinzugefügt werden.

Die geschätzte Dauer dieser Aktivität beträgt 20 Minuten, hängt jedoch davon ab, wie viele Schüler mitwirken möchten. Das Rollenspiel muss möglicherweise mehrmals durchgeführt werden, wenn viele Schüler eine Rolle übernehmen möchten. Allen Schülern, die eine Rolle spielen möchten, sollte die Möglichkeit zur Teilnahme gegeben werden. Da es kein festes Drehbuch gibt, kann das Rollenspiel – selbst wenn es mehrmals in der Klasse stattfindet – auf viele verschiedene Arten ablaufen und enden!

Weitere Informationen finden Sie unter Aktivität 2 in diesem Handbuch.

5. Nachbereitung und Auswertung: Exit-Tickets (5 Minuten)

Stellen Sie am Ende Feedback-Fragen in Form von Exit-Tickets, damit die Lehrkraft weiß, wie sie die Schüler in den folgenden Unterrichtsstunden besser unterstützen kann. Einige wichtige Fragen finden Sie am Ende dieses Handbuchs.

Leistungsbeurteilung

Diagnostische Beurteilung bei der ersten Aktivität

Schüler, die während des Unterrichts Fragen beantworten

Exit-Tickets

Differenzierung und Inklusion

Die Lehrkräfte differenzieren entsprechend ihrem jeweiligen Kontext und ihren Schülern.

Anmerkungen / Tipps / Reflexion

Was hat funktioniert; was sollte beim nächsten Mal angepasst werden?